Wie nach jeder Runde lassen wir den vergangenen Spieltag der österreichischen Bundesliga Revue passieren und blicken auf das Spiel, das uns am meisten überraschte.... Überraschung des Spieltags (9): 10 Tore in St. Pölten

Wie nach jeder Runde lassen wir den vergangenen Spieltag der österreichischen Bundesliga Revue passieren und blicken auf das Spiel, das uns am meisten überraschte. Diesmal blicken wir nach St. Pölten, wo gleich zehn Tore fielen.

Bevor wir auf das trefferreiche Spiel in der NV Arena blicken, wollen wir uns ansehen was am neunten Spieltag sonst noch geschah. Der TSV Hartberg lag gegen die Admira nach Treffern von Aiwu und Hoffer bereits mit 0:2 zurück, drehte das Spiel jedoch um und ging das eines späten Treffers von Seifedin Chabbi sogar noch als Gewinner vom Platz. Der SK Sturm setzte sich knapp mit 1:0 gegen die WSG Tirol durch und schob sich weiter an die Top 3 heran. Die Blackies absolvierten eine Partie weniger als die drittplatzierten Hütteldorfer und liegen nur drei Punkte hinter dem SK Rapid zurück. Die Grün-Weißen konnten sich in einem dramatischen Derby nicht gegen die Wiener Austria durchsetzen. Nach 35 Torschüssen und einem xG-Wert von über vier – morgen folgt unser Expected Goals-Artikel, wo wir genauer auf diese Statistik eingehen werden – sah am Ende nur ein 1:1-Unentschieden heraus. Das gleiche Resultat fabrizierte der Wolfsberger AC gegen die SV Ried. Der LASK setzte sich hingegen mit 3:0 gegen Altach verdient durch, wobei der erste Treffer erst Mitte der zweiten Halbzeit fiel.

Salzburg schießt sich für Lok Moskau ein

Wenn die Salzburger noch aus eigener Kraft in Europa überwintern wollen, benötigen sie einen Sieg gegen Lok Moskau. Die Russen zeigten zuletzt in der Liga schwächere Leistungen, konnten aber neben dem Unentschieden gegen Salzburg auch gegen Atletico Madrid zwei Remis erringen. Die Aufgabe heute Abend in der Champions League wird demnach keinesfalls einfach werden, umso wichtiger war es, dass Jesse Marschs Mannschaft in der Liga Selbstvertrauen tanken konnte. Die Salzburger zeigten von der ersten Minute an, dass sie nach vier sieglosen Pflichtspielen (wann gab es das zuletzt!?) wieder als Gewinner den Platz verlassen möchten. Nach 25 Minuten führten die Gäste in der NV Arena bereits mit 4:0, da Dominik Szoboszlai zwei Elfmeter verwandelte und Berisha und Adeyemi ebenfalls trafen. In der zweiten Halbzeit fielen abermals vier Treffer der Salzburger. Szoboszlai, der nun wieder vermehrt bei RB Leipzig im Gespräch ist, erzielte einen weiteren Treffer und der in der 58. Minute eingewechselte Koita steuerte in der verbleibenden Spielzeit einen lupenreinen Hattrick bei.

Wichtiges CL-Auswärtsspiel in Moskau

St.-Pölten-Trainer Ibertsberger will das Spiel schnell wieder abhaken. Allerdings sah der Coach zahlreiche Fehler in der Defensive und eine schwaches Zweikampfverhalten. Die Niederösterreicher liegen auch nach der Niederlage noch auf dem fünften Tabellenplatz, wobei diese Platzierung trügerisch ist, da der Vorsprung auf Platz 10 nur einen einzigen Punkt beträgt. Jesse Marsch ist naturgemäß in erster Linie mit der Offensivleistung seiner Mannschaft zufrieden und blickt nun sicherlich ein wenig optimistischer dem nächsten Auswärtsspiel entgegen. Heute um 18:55 Uhr trifft seine Mannschaft auf Lok Moskau. So schätzt unser Kooperationspartner tipp3 die Chancen für dieses Spiel ein.

Stefan Karger