Der SV Grödig setzt die Tradition der Bundesliga-Aufsteiger der letzten Jahre fort und mischt momentan an der Tabellenspitze mit. Einzig die schier übermächtigen Bullen... Die Village People wollen den Erfolgslauf fortsetzen – SV Grödig empfängt den FC Wacker Innsbruck

SV Grödig Wappen, LogoDer SV Grödig setzt die Tradition der Bundesliga-Aufsteiger der letzten Jahre fort und mischt momentan an der Tabellenspitze mit. Einzig die schier übermächtigen Bullen aus Salzburg stehen über den Kickern aus dem Dorf vor den Toren der Mozartstadt. Unter anderem war man gegen beide Wiener Vereine auswärts siegreich. Trotz alledem spricht Trainer Adi Hütter weiterhin von „Punkten gegen den Abstieg“. Auf dem Weg zu der magischen 40-Punkte-Marke steht heute das Spiel gegen Wacker Innsbruck an.

In Innsbruck ist, nach anfänglicher Begeisterung, etwas Ernüchterung eingekehrt. Vor allem die Heimniederlagen gegen Ried und Rapid liegen schwer im Magen. Heute will man endlich wieder die volle Punktezahl einfahren.

Die mögliche Aufstellung

Grödig Wacker

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Sensationszweiter – oder etwa doch nicht?

Eigentlich ist der Erfolg der Grödiger keine Überraschung, sieht man sich die Aufsteiger der letzten Jahre an. Der heutige Gegner führte im Herbst 2010 zeitweise die Tabelle an, die Admira qualifizierte sich 2011/12 für die Europa League, woran der WAC letzte Saison nur knapp scheiterte. Die Kombination aus Euphorie und Überraschungseffekt führte in letzter Zeit zu vielen Erfolgen.

Grödig glänzt mit starkem Pressing und schnellem Umschaltspiel. Ist der Gegner im Ballbesitz, wird er sofort unter Druck gesetzt. Unter anderem sticht Mario Leitgeb im zentralen Mittelfeld mit hohem Arbeitspensum und, wie zuletzt gegen die Austria, auch mit Torgefahr hervor. Bei Balleroberung wird der eigene Angriff meist schnell eingeleitet, es wird direkt nach vorne gespielt, wobei besonders Elsneg und Salamon gesucht werden. Diese probieren entweder selbst den Abschluss oder setzen Zulechner ein, der diese Saison schon sechs Tore auf dem Konto stehen hat. In der Innenverteidigung ist Cabrera der Star. Sollte er fit sein, wird es seine Aufgabe sein, Roman Wallner und Lukas Hinterseer unter Kontrolle zu halten.

Ernüchterung im Westen Österreichs

Nach dem „Wunder von Wolfsberg“ war die Vorfreude auf die aktuelle Saison in Innsbruck groß. Die Fans waren auch anfangs zufrieden, nur die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Seither setzte es allerdings Niederlagen gegen Ried und Rapid. Gegen die Wiener sah Jaio bereits in der zweiten Minute die Rote Karte für eine Notbremse. Es folgte ein verdienter 4:0-Sieg. Diesen Trend will man gegen Grödig wieder umdrehen.

Im 4-2-3-1 von Wacker gibt es keine Stars, unter Kirchler glänzte man meistens mit kollektivem Kampfgeist und hoher Laufbereitschaft. Das war auch in letzter Zeit so, nur war man vor allem gegen Rapid oftmals zu weit vom Gegenspieler entfernt. Natürlich lag das auch am frühen Platzverweis. Gegen Grödig sollte das Zweikampfverhalten wieder etwas besser ausschauen. Zwar fehlt mit Kofler dank Gelbsperre ein wichtiger Mann, dafür sind Schilling, Siller und Vucur wieder zurück. Vor allem der schnelle und spielstarke Vucur wird gegen die flinken, technisch beschlagenen Offensivkräfte der Salzburger von großer Bedeutung sein.

Zweifache Trendumkehr?

Mit diesem Spieltag endet das erste Saisonviertel, alle Mannschaften haben einmal gegeneinander gespielt. Eine gewisse Tendenz kann man da schon erkennen. Für Grödig war das Viertel sehr erfolgreich, das kann man schon vor dem Duell gegen die Tiroler sagen. Ob Wacker Innsbruck damit zufrieden sein kann, hängt auch von dem heutigen Spiel ab. Bei einem Sieg steht man wohl im sicheren Tabellenmittelfeld, bei einer Niederlage muss man sich allerdings Richtung Abstiegskampf orientieren. Grödig will wohl alles daran setzen, die aktuelle Euphorie zu erhalten. Adi Hütter wird also hoffen, drei weitere Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.

Martin Lanner, www.abseits.at  

Martin Lanner

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