Wie jede Woche präsentieren wir Euch einen kompakten Rückblick zur 2. Liga. Am vergangenen Wochenende stand die 13. Runde am Programm. Am Freitag und... 13. Runde der 2. Liga: Ein „Nullnummern-Samstag“ und souveräne Wattener

Wie jede Woche präsentieren wir Euch einen kompakten Rückblick zur 2. Liga. Am vergangenen Wochenende stand die 13. Runde am Programm. Am Freitag und am Sonntag stiegen je zwei Partien, zum Hauptspieltag mutierte der Samstag mit vier Spielen.

WSG Wattens baut Tabellenführung aus

Am Freitag bekamen es die Wattener zuhause mit dem FC Liefering zu tun. Das krisengebeutelte Farmteam von Red Bull stellte für den Tabellenführer schlussendlich keinen Stolperstein dar. Man schickte die Bullen mit einer 4:0-Packung wieder nach Hause. Kurz vor der Pause legten Jauregui und Adjei den Grundstein für den Heimsieg. In der zweiten Halbzeit besiegelten Benjamin Pranter und Dino Kovacec das Schicksal des FC Liefering.

Mit diesem klaren Heimerfolg verschafften sich die Wattener viel Luft im Aufstiegsrennen und halten derzeit bei 30 Punkten. Sie profitieren von dem Misserfolg der Rieder. Somit trennen die beiden Aufstiegsaspiranten bereits fünf Punkte. Für die Jungbullen bedeutete die 5. Liga-Pleite en suite auch das Abrutschen auf den 10. Rang.

Sehenswerte Tore entscheiden das OÖ-Derby

Am Freitagabend stieg auf der Linzer Gugl die Partie zwischen Blau-Weiß Linz und Vorwärts Steyr. Die Steyrer wollten ihren regelrechten Höhenflug (zwei Siege in Serie) fortsetzen – was allerdings nicht gelingen sollte.

Die Blau-Weißen aus Linz gingen bereits in Minute 24 in Führung. Manuel Krainz blieb vor dem Tor eiskalt, nachdem er sehenswert per Ferse bedient wurde. Den Schlusspunkt setzte Mario Ebenhofer, der den Ball von der Strafraumgrenze überlegt ins Kreuzeck zirkelte.

Für die Stahlstädter, die von einem möglichen Aufstieg freiwillig absehen, hat der Sieg keine Auswirkungen. Sie bleiben auf dem 2. Platz. Auch für die Steyrer bringt das Resultat keine Veränderungen in Hinsicht auf den Tabellenplatz – sie bleiben Vorletzter. Der Abstand auf das rettende Ufer vergrößerte sich hingegen auf zwei Punkte.

Torfluch am Samstag

Wer auch nur einen kurzen Blick auf die Ergebnisse des vergangenen Spieltages wirft, dem fällt sofort auf, dass es überdurchschnittlich viele Nullnummern gab. Drei an der Zahl, allesamt am Samstag – bei vier Spielen. So viele torlose Begegnungen gab es in einer einzelnen Runde in der bisherigen Saison noch nie.

Den Anfang machte der FAC zuhaue gegen Licht Loidl Lafnitz. Beide Teams zeigten sich relativ zahnlos, zwingende Torchancen waren absolute Mangelware. Ein Mitgrund könnte die „Doppelbelastung“ durch den ÖFB-Cup sein. In diesem Bewerb schieden sowohl die Floridsdorfer (1:3 bei der Wiener Austria), als auch die Lafnitzer unter der Woche aus (2:3 gegen St. Pölten). Mit diesem torlosen Remis bleibt für die zwei Klubs alles beim Alten. Die Tabellennachbarn (7. Lafnitz, 8. FAC) bleiben somit beide im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.

 „Im Westen nichts Neues!“

Falls Fragen aufkommen: Nein, diese Überschrift beziehts sich nicht auf den Roman- und Filmklassiker, der die Gräueltaten des 1. Weltkrieges schildert.

Vielmehr gibt es im zweitwestlichsten Bundesland der Republik keine wirklichen Neuigkeiten zu vermelden. Schauplatz des Geschehens am Samstag war das Tivoli-Stadion in Innsbruck. Dort traf Wacker Innsbruck II auf die zweite offizielle Amateurmannschaft der Liga, die Young Violets Austria Wien. Das Spiel endete torlos. Das ist in der Tiroler Landeshauptstadt nicht wirklich eine Neuigkeit, denn bereits vor einer Woche stieg in der Bundesliga an gleicher Stelle das Duell der „Großen“ (Anm. Kampfmannschaften). Am Ende gab es auch dort ein 0:0 zu „bestaunen“.

Damit bleiben die Young Violets auf Rang 12, die Innsbrucker profitieren von den Ergebnissen der Parallelspiele und rücken auf Platz 9 vor.

SV Ried – ein Auf und Ab

Müsste ein Fan der 2. Liga an den Begriff „Unbeständigkeit“ denken, würde ihm wohl sofort der SV Ried einfallen.

Nachdem die Innviertler das Topspiel der Vorwoche gegen die Austria Lustenau gewannen, keimte bei einigen Fans wohl wieder Hoffnung auf. Dieser wurden in den folgenden beiden Spielen allerdings wieder zwei Dämpfer versetzt. Einerseits schied man im Cup gegen Wr. Neustadt trotz 50-minütiger Überzahl aus, andererseits musste man sich am Wochenende in Kärnten bei Austria Klagenfurt mit einem 0:0 begnügen. Und das, trotz guter Chancen auf beiden Seiten.

Austria Klagenfurts Neo-Coach Robert Micheu findet sich mit seinen Violetten nach der Punkteteilung auf dem 14. Platz wieder. Trotz starker Leistungsschwanken müssen sich die Innviertler keineswegs mit Abstiegssorgen herumschlagen, denn sie belegen unverändert den 3. Tabellenplatz.

Ernüchterung in Horn, Hattrick von Grubeck

Die Wiener Neustädter, die nach dem Cup-Erfolg über SV Ried mit geschwellter Brust zu Werke gehen konnten, empfingen das Tabellenschlusslicht aus Horn.

Schlussendlich setzte sich der SC Wiener Neustadt mit 3:1 durch. Milosevic erzielte für die angeschlagenen Horner zwar den zwischenzeitlichen 2:1-Anschlusstreffer. Für den Schlusspunkt sorgte Johannes Tartarotti.

Mit diesem Ergebnis bleiben die Waldviertler wenig verwunderlich weiterhin am Tabellenende, für die Wiener Neustädter bedeutet dieser Sieg ein Vorrücken auf den 5. Tabellenrang.

Für Kapfenberg setzte es vergangene Woche gleich zwei „Watsch’n“. Unter der Woche ließ man sich vom einzig verbliebenen Drittligisten (GAK) im Cup mit 3:0 abfertigen, und auch am Wochenende setzte es eine Schmach.

Zum Abschluss der Runde mussten die Steirer die Reise nach Linz antreten. Dort traf man auf die Juniors OÖ. Das Spiel sollte zu den Valentin-Grubeck-Festspielen werden, der 23-jährige Matchwinner erzielte drei Tore. Somit katapultieren sich die Juniors aus den Abstiegsrängen (von Rang 14 auf Platz 11). Die Kapfenberger verlieren mit dieser klaren Niederlage hingegen zwei Plätze und finden sich nur noch auf Platz 6 wieder.

J.G., abseits.at