Zum Abschluss der Saison 2016/17 in der sky go Erste Liga bewerten wir die Leistungsdaten der zehn Vereine. Wir achten dabei auf Tore und... Die großen Gewinner in der sky go Erste Liga: Eler, der halbe LASK und einige Wattener

_Fußball im Tor Symbolbild News

Zum Abschluss der Saison 2016/17 in der sky go Erste Liga bewerten wir die Leistungsdaten der zehn Vereine. Wir achten dabei auf Tore und Assists, die man ohnehin in mehreren Medien und Datenbanken nachlesen kann, aber auch die Assist-Assists, also die Vorlagen zu Torvorlagen.

Dabei kann ein Tor auch mehrere Assist-Assists aufweisen. Je nachdem, ob ein Spielzug bereits früh einen entscheidenden Faktor in der Torentstehung darstellte. Zahlreiche Assist-Assist-Punkte nach unserer Rechnung, bedeuten demnach, dass eine Mannschaft sehr zielgerichtet und organisiert zum Torerfolg kam. Je weniger Assist-Assists ein Team als Ganzes aufweist, desto mehr ist ihr Spiel über die gesamte Saison als Hauruck-System zu werten.

Zuerst sehen wir uns an, wie viele Assist-Assist-Punkte die gesamten Mannschaften der sky go Erste Liga in der Saison 2016/17 sammelten:

58 – LASK (1.)
46 – FC Wacker Innsbruck (4.)
45 – SC Austria Lustenau (3.)
44 – FC Liefering (2.)
36 – WSG Wattens (5.)
35 – SV Horn (10.)
35 – Kapfenberger SV (7.)
25 – Blau-Weiß Linz (6.)
24 – SC Wiener Neustadt (8.)
13 – Floridsdorfer AC (9.)

Der FAC ist deshalb so weit abgeschlagen, weil er große Stärken bei Standards aufwies. So kann es passieren, dass Horn mit 22 Assist-Assists mehr absteigen musste. Der LASK ist natürlich einsame Spitze und fädelte die Tore am attraktivsten und konsequentesten ein.

Nun werfen wir einen Blick auf die besten Assist-Assist-Geber der Liga:

11 – Reinhold Ranftl (LASK)

9 – Peter Michorl (LASK)

8 – Amadou Haidara (FC Liefering)
8 – Roman Kerschbaum (FC Wacker Innsbruck)

7 – Paulo Otávio (LASK)
7 – Florian Toplitsch (WSG Wattens)

6 – Masaya Okugawa (FC Liefering)
6 – Philipp Roller (SC Austria Lustenau)
6 – Florian Flecker (Kapfenberger SV)

5 – Mergim Berisha (FC Liefering)
5 – Rami Tekir (FC Wacker Innsbruck/FC Liefering)
5 – Emir Karic (FC Liefering)
5 – Pius Grabher (SC Austria Lustenau)
5 – Daniel Sobkova (SC Austria Lustenau)
5 – Simon Pirkl (FC Wacker Innsbruck)
5 – Christian Gebauer (WSG Wattens)
5 – David Sencar (Kapfenberger SV)
5 – Thomas Hinum (Blau-Weiß Linz)

Auch hier ist der LASK klarerweise im Spitzenfeld und dreimal in den Top-5 vertreten. Die Topleute sind hierbei aber Reinhold Ranftl, über dessen rechte Seite gleich elf Tore eingeleitet wurden (zudem kam er auch noch auf sieben direkte Assists) und der zentrale Mittelfeldspieler Peter Michorl.

Amadou Haidara machte, wie schon im Winter erwartet, einen großen Schritt nach vorne, aber auch Roman Kerschbaum reifte in Innsbruck immer mehr zur Führungsfigur. Die Lieferinger haben in weiterer Folge mehrere gute Einfädler auf verschiedenen Positionen, der LASK stellt mit Paulo Otávio einen weiteren Außenverteidiger im Spitzenfeld.

Nun rechnen wir Assist-Assists und tatsächliche Torvorlagen zusammen. Die beiden Werte sind hierbei gleichberechtigt und werden lediglich addiert. Hier der Endstand:

19 – Benjamin Pranter (WSG Wattens)

18 – Reinhold Ranftl (LASK)

17 – Peter Michorl (LASK)

16 – Florian Toplitsch (WSG Wattens)

14 – Marco Sahanek (FAC)

13 – Paulo Otávio (LASK)
13 – Dimitry Imbongo (LASK)
13 – Amadou Haidara (FC Liefering)

12 – Patrik Eler (FC Wacker Innsbruck)
12 – Thomas Goiginger (Blau-Weiß Linz)

10 – René Gartler (LASK)
10 – Masaya Okugawa (FC Liefering)
10 – Raphael Dwamena (SC Austria Lustenau/FC Zürich)
10 – Pius Grabher (SC Austria Lustenau)
10 – Daniel Sobkova (SC Austria Lustenau)
10 – Roman Kerschbaum (FC Wacker Innsbruck)
10 – Christian Gebauer (WSG Wattens)
10 – Joao Victor (Kapfenberger SV)
10 – Bernd Gschweidl (SC Wiener Neustadt)

Hier ist die große Überraschung die Stärke der beiden Wattener. Benjamin Pranter, der gleich 15 Tore direkt vorbereiten konnte, führt die Wertung an. Florian Toplitsch ist Vierter. Die beiden Underdogs nehmen die beiden Top-Vorbereiter des LASK in die Zange. Fünfter ist Marco Sahanek, der von seinen perfekten Standards lebte und zwölf Treffer direkt vorbereitete.

Interessant ist hier auch, dass Torschützenkönig Patrik Eler in den Top-10 liegt. Der 24-fache Saisontorschütze ist also nicht nur im Vollstrecken stark, sondern zudem ein wichtiger Kombinationsspieler für die Innsbrucker. Kein Wunder, dass der Slowene von zahlreichen Klubs, unter anderem aus Italien und Deutschland, gejagt wird.

Einige der Spieler im Spitzenfeld werden wir nächstes Jahr auch in der tipico Bundesliga sehen. Die LASK-Spieler ohnehin, aber auch andere: Haidara wird in Salzburg eine gewichtigere Rolle einnehmen. Goiginger wechselt zum LASK, Gschweidl nach Wolfsberg und Gebauer nach Altach.

Nun addieren wir auch noch die erzielten Treffer und kreieren so eine umfassende Scorerwertung, bestehend aus Toren, Assists und Assist-Assists – allesamt gleichgewichtet.

36 – Patrik Eler (FC Wacker Innsbruck)

31 – René Gartler (LASK)

28 – Raphael Dwamena (SC Austria Lustenau/FC Zürich)

26 – Benjamin Pranter (WSG Wattens)

24 – Joao Victor (Kapfenberger SV)

23 – Reinhold Ranftl (LASK)
23 – Marco Sahanek (FAC)

22 – Mergim Berisha (FC Liefering)

20 – Fabiano (LASK)
20 – Christian Gebauer (WSG Wattens)
20 – Thomas Goiginger (Blau-Weiß Linz)

19 – Peter Michorl (LASK)

18 – Florian Toplitsch (WSG Wattens)
18 – Bernd Gschweidl (SC Wiener Neustadt)

17 – Dimitry Imbongo (LASK)
17 – Samuel Tetteh (FC Liefering)
17 – Miroslav Milosevic (SV Horn)

16 – Pius Grabher (SC Austria Lustenau)
16 – Milan Jurdik (WSG Wattens)
16 – Florian Flecker (Kapfenberger SV)

15 – Paulo Otávio (LASK)
15 – Amadou Haidara (FC Liefering)
15 – Masaya Okugawa (FC Liefering)
15 – Julian Wießmeier (SC Austria Lustenau)
15 – Bruno (SC Austria Lustenau)
15 – Lukas Katnik (WSG Wattens)

Das Rennen um den Gesamtsieg machte Patrik Eler am Ende gegen seinen schärfsten Konkurrenten René Gartler. Den beeindruckendsten Wert hält allerdings Raphael Dwamena: Der Ghanaer brauchte nur die erste Halbsaison beim SC Austria Lustenau um auf 28 Gesamtscorerpunkte zu kommen. Das macht ein Tor, Assist oder Assist-Assist alle 61 Minuten. Im Winter wechselte er nach Zürich, wo er in 17 Spielen bereits elf Tore und sechs Assists beisteuerte.

Reif für höhere Regionen sind wohl neben den bereits erwähnten Pranter, Ranftl und Sahanek auch Joao Victor, der so etwas wie die Kapfenberger Lebensversicherung war. Horns Saisonbester Miroslav Milosevic könnte es auch nochmal in der zweiten Leistungsklasse probieren. Interessant wird zudem sein, wie Samuel Tetteh, Lieferings Bester im Herbst, nach seiner schweren Verletzung zurückkommen wird.

Der große Sieger der Saison ist aber ohne Zweifel Patrik Eler, der damit Daniel Lucas Segovia nachfolgt, der in der vergangenen Saison der effizienteste Spieler der sky go Erste Liga war.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen