Vor dem Champions League Finale in München werden beide Mannschaften von akuten Personalsorgen geplagt. Dabei sind es vor allem die Gelbsperren, die den beiden... Champions League Finale, Vorschau: FC Bayern München – FC Chelsea

Vor dem Champions League Finale in München werden beide Mannschaften von akuten Personalsorgen geplagt. Dabei sind es vor allem die Gelbsperren, die den beiden Trainern Sorgen bereiten. Aufgrund des Heimvorteils darf man den FC Bayern vor dem Spiel des Jahres in die Favoritenrolle drängen, aber auch der FC Chelsea verfügt über Weltklassefußballer, woran auch eine verkorkste Premier-League-Saison nichts ändert. Wer Barcelona aus dem Bewerb wirft, kann den Bewerb gewinnen. Dasselbe gilt für das Team, das Real Madrid eliminiert…

FC Bayern München – FC Chelsea

Samstag, 20:45 Uhr | Allianz-Arena | Schiedsrichter Proenca (Portugal)

FC Bayern München: Gerade weil zahlreiche Stammspieler aufgrund von Sperren nicht dabei sein werden, stellt sich die Mannschaft des FC Bayern München praktisch von alleine auf. Jupp Heynckes wird nicht von seinem etatmäßigen 4-2-3-1-System abweichen, muss allerdings einige Akteure aus der zweiten Reihe in gewichtigere Positionen ziehen. So etwa Jerome Boateng, der im DFB-Pokalfinale gegen Dortmund eine katastrophale Leistung ablieferte und im heutigen Finale die wohl wichtigste Personalie in der Innenverteidigung der Bayern ist, weil der solidere Badstuber gelbgesperrt ist. Ins kalte Wasser wird außerdem der junge Contento geworfen, der im Laufe der Saison nicht den Funken einer Chance hatte, an David Alaba vorbeizukommen und nun Fixstarter im wichtigsten Spiel des Jahres ist. Offensiv verlässt man sich naturgemäß auf die Klasse von Ribery, Robben und Müller, sowie die Abschlussstärke von Torjäger Mario Gomez.

FC Chelsea: Auch die Engländer müssen zahlreiche Stammkräfte vorgeben, können dennoch ein durchaus beeindruckendes Mittelfeld aufbieten, in dem Spieler wie Michael Essien oder Salomon Kalou spielen, die trotz ihrer Klasse normalerweise nicht zum ersten Anzug gehören. Chelsea stellt dem Heynckes’schen 4-2-3-1-System dieselbe Formation entgegen, allerdings anders gestaffelt. So ist etwa die Ausrichtung von Frank Lampard umfangreicher als die seines Gegenübers Thomas Müller. Die Londoner könnten allgemein den Vorteil haben, dass Spieler wie Mata oder Kalou einen größeren Aktionsradius abspulen (d.h. nicht unbedingt mehr laufen, aber umfassendere Wege gehen) als die stark offensiv ausgerichteten Ribery und Robben. Auch in der Abwehr hat Chelsea Personalprobleme, die jedoch aufgrund des Einsatzes der starken Innenverteidiger Cahill und David Luiz (auch wenn dieser zuletzt länger verletzt war) nicht enorm ins Gewicht fallen. Mit Terry und Meireles fehlen den Blues heute allerdings zwei „Typen“, die auch wichtig wären, weil sie ihren Teamkollegen notfalls in den Hintern treten können.

Mögliche Aufstellungen

Man to watch: Jerome Boateng. Auf den 23-Jährigen kommt heute eine zentrale Aufgabe zu, denn er wird nicht nur für die Organisation der Bayern-Abwehr (und einen damit verbundenen hohen Spielaufbau), sondern auch für die Entschärfung des elf Jahre älteren Stürmerstars Didier Drogba zuständig sein. Ob der nicht immer fehlerfreie Berliner dieser schweren Aufgabe gewachsen ist, wenn sein Nebenmann „nur“ Anatoli Tymoshchuk heißt?

 

Gesperrt: Alaba, Badstuber, Luiz Gustavo (FC Bayern München) bzw. Ivanovic, Terry, Raul Meireles, Ramires (FC Chelsea)

 

Wettquoten tipp3

1: 1,75 – X: 3,20 – 2: 3,60; jetzt wetten!

 

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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