London spricht Deutsch! Wer holt sich den Titel in der Königsklasse? Bayern München oder doch Borussia Dortmund? Die Durststrecke ist beendet. Nach zwölf langen... Vorschau zum Champions-League-Finale | Borussia Dortmund – Bayern München

Champions League TrophyLondon spricht Deutsch! Wer holt sich den Titel in der Königsklasse? Bayern München oder doch Borussia Dortmund?

Die Durststrecke ist beendet. Nach zwölf langen Jahren darf sich endlich wieder ein deutscher Verein über den Gewinn eines Europapokaltitels freuen. Nachdem in den letzten Jahren selbst Länder wie Russland und die Ukraine zu internationalen Ehren kamen, ist nun auch die Bundesliga an der Reihe, die derzeit wohl die aufstrebendste Liga des Kontinents darstellt.

Zum bereits vierten Mal kommt es im Endspiel der Königsklasse zu einem Duell zweier Mannschaften aus demselben Land. 2000 setzte sich Real Madrid gegen Valencia durch, 2003 rang Milan Juventus nieder und 2008 behielt Manchester United gegen Chelsea die Oberhand.

Es ist auch nicht das erste Duell zwischen Bayern und Dortmund auf internationaler Bühne. 1997 trafen die beiden Kontrahenten im Viertelfinale der Champions League aufeinander. Nach dem torlosen Hinspiel in München schoss Stéphane Chapuisat den BVB mit einem Treffer in der 109. Minute eine Runde weiter. Bisher standen sich die beiden Mannschaften in einhundert Pflichtspielen gegenüber. 45 Mal gewannen die Bayern, 26 Mal siegte Dortmund und 29 Mal gab es ein Unentschieden.

Der Weg ins Finale fiel den Münchnern deutlich einfacher als Borussia Dortmund. Während die Bayern lediglich einmal, beim Rückspiel gegen Arsenal in den Schlussminuten, zittern mussten und sich sonst äußerst souverän gaben, war Dortmund gegen Málaga bereits ausgeschieden, ehe es zum Wunder kam und auch gegen Real Madrid hing der Endspieleinzug mehr als nur am seidenen Faden.

Die Bayern streben ihren fünften Europacuptitel an und würden damit auf eine Stufe mit Liverpool klettern, aber weiterhin hinter Real Madrid und Milan rangieren. Sollte David Alaba nicht über Nacht plötzlich erkranken oder sich beim Aufwärmen verletzen, wird er als erster Österreicher im Endspiel der Champions League auflaufen. Wolfgang Feiersinger war dies 1996 für Borussia Dortmund ja bekanntlich nicht vergönnt gewesen. Neben dem damaligen Triumph gegen Juventus haben die Schwarz-Gelben auch den Sieg im Cup der Cupsieger 1966 auf dem Briefkopf stehen, verloren 2002 aber zuletzt das UEFA-Cup-Finale gegen Feyenoord Rotterdam.

Die Dortmunder Fans werden hoffen, dass sich die Geschichte wiederholt. 1997, als sie nach zwei Meisterschaften in Folge die Champions League gewannen, wurde Bayern deutscher Meister und Stuttgart gewann den DFB-Pokal. In dieser Saison haben sich die Münchner den Meistertitel schon geholt, am 1. Juni treffen sie im Finale des DFB-Pokals auf Stuttgart.

Überschattet wurde das bevorstehende Duell zuletzt vom Wechsel Mario Götzes zu den Bayern. Der Jungstar wird in Wembley allerdings nicht mit von der Partie sein, eine Verletzung setzt ihn außer Gefecht.

Den vermeintlich geringeren Druck haben die Spieler von Borussia Dortmund auf ihren Schultern lasten. Verlieren die Bayern das dritte Finale in vier Jahren, kommen Lahm, Schweinsteiger und Co. dem Siegel der Verlierergeneration einen weiteren Schritt näher. Gelingt es ihnen jedoch endlich, auch in einem entscheidenden Spiel die Nerven zu behalten, könnte sich dies auch positiv auf die deutsche Nationalmannschaft auswirken, bilden diese Spieler doch das Grundgerüst in Jogi Löws Team, das in den letzten Jahren immer wieder aufgrund seines fehlenden Killer-Instinkts kritisiert wurde.

OoK_PS, abseits.at

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