Viele Grünflächen, ein Yachthafen für die, die gerne ins Kattegat hinausfahren, verschlafen anmutend und doch eine dynamische junge Studentenstadt. Im dänischen Aarhus wird heute... Start der U21-EM: Müde Vorbereitungen auf das Turnier der Zukünftigen

Viele Grünflächen, ein Yachthafen für die, die gerne ins Kattegat hinausfahren, verschlafen anmutend und doch eine dynamische junge Studentenstadt. Im dänischen Aarhus wird heute die U21-Europameisterschaft eröffnet.

Noch hält sich die Euphorie in Grenzen. Einzig Ankündigungen von Live-Übertragungen vor innerstädtischen Irish Pubs und ein motivierter, scherzender Stelzengeher, der im überdimmensionalen dänischen Teamtrikot die Flaniermeile der Stadt auf- und abstapft, erinnern die Bevölkerung der zweitgrößten Stadt Dänemarks, dass die UEFA heute ihr penibel organisiertes Nachwuchsturnier starten lässt.

STERNCHEN IN GRUPPE B

Das Eröffnungsspiel bestreiten Island und Weißrussland, zwei Underdogs, die jedoch in einer unberechenbaren Gruppe mit Dänemark und der Schweiz Außenseiterchancen auf einen Semifinalplatz haben dürften. Die „Kracher“ spielen in Gruppe B – Spanien kommt mit gestandenen Spielern wie Bojan Krkic, David de Gea oder Diego Capel nach Dänemark, England schickt Chris Smalling, Daniel Sturridge nd Kieran Gibbs ins Rennen um die U21-Trophäe. Auch die Ukraine und Tschechien kommen mit vielversprechenden Nachwuchshoffnungen in den Norden.

DIE ANGST VOR DEM FLOP-TURNIER

Die Stimmung in der kleinen dänischen Stadt ist noch nicht auf Fußball ausgerichtet. In den gesteckt vollen Pubs und Kaffeehäusern der Stadt ist vom „Joga Bonito“ keine Rede. Die freundlichen, herzlichen Dänen werden erst beim Aufeinandertreffen der dänischen Nachwuchshoffnungen mit den gut aufgestellten Schweizern um 20:45 Uhr vor den Fernsehschirmen mit ihren Talenten mitfiebern. Im Stadion eher weniger – in der Aarhuser Akkreditierungszenrale der UEFA wäre man von Organisatorenseite bereits über halbvolle Stadien froh. Zumindest bei Spielen ohne dänischer Beteiligung. Dänische Medien versuchen vor dem Turnier eine Aufbruchstimmung zu erzwingen, bisher mit mäßigem Erfolg.

ZIELSICHERE U21-EM IN DER VERGANGENHEIT

Dabei gibt es in Aarhus, Aalborg, Viborg und Herning durch die Bank interessante Spieler zu beobachten und auch die Vergangenheit zeigt, dass die bei U21-Turnieren auftrumpfenden Akteure später auch zu Stützen ihrer jeweiligen Nationalmannschaft wurden. Noch sieht man den vielen verheißungsvollen No-Names in Dänemark mit halb-wachsamen Augen zu, genießt nebenbei sein 6€ teures Bier im Pub und plaudert mit Kampagnons über Gott, die Welt und abschnittsweise Fußball. Und doch werden die Kiebitze der U21-Europameisterschaft 2011 in einigen Jahren stolz von sich behaupten können, den späteren Stars schon in deren jüngeren Jahren auf die Beine geschaut zu haben.

Daniel Mandl und Daniel Walter berichten für abseits.at von der U21-Europameisterschaft 2011 in Dänemark

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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