Am 22.Juli beginnt die neue Saison in der österreichischen Bundesliga. Wir wagen einen Ausblick für jeden der zehn teilnehmenden Vereine. Heute beschäftigen wir uns... Saisonvorschau 2017/18: Die Austria als einziger potentieller Salzburg-Jäger

_FK Austria Wien - Wappen mit Farben

Am 22.Juli beginnt die neue Saison in der österreichischen Bundesliga. Wir wagen einen Ausblick für jeden der zehn teilnehmenden Vereine.

Heute beschäftigen wir uns mit der Frage, ob die Austria bereits reif für den Meistertitel ist, oder ob der Abstand zu Salzburg doch noch zu groß ist.

Zugänge: Monschein (Admira), Westermann (Ajax)
Abgänge: Kvasina (Twente), Rotpuller, Vukojevic, Casali

Torhüter

Osman Hadzikic gelang in der letzten Saison der Sprung auf den nächsten Level. Der 21-Jährige spielte eine tolle Saison und war mehr als nur ein würdiger Ersatz für Robert Almer, der zwar weiterhin verletzt ausfällt, den man aber in Bezug auf die Kaderdichte ebenfalls nicht vergessen sollte. Die Austria ist im Tor aktuell sehr gut besetzt und braucht sich kurzfristig keine Gedanken zu machen.

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Verteidigung

In der Austria-Abwehr bleibt vorerst weitgehend alles beim Alten: Einzig Heiko Westermann ersetzt Lukas Rotpuller, der den Verein verlässt. Westermanns Transfer spaltete die Gemüter, denn während einige sagen, dass seine Routine der Austria gut tun wird, sind andere der Ansicht, dass er mittlerweile eher ein Unsicherheitsfaktor ist. Gleichzeitig darf man aber nicht vergessen, dass mit Abdul Kadiri Mohamed ein aufstrebender Ersatzmann zur Stelle wäre. Probleme könnten eher Formschwankungen auf den Außenverteidigerpositionen bereiten: Martschinko war in der Vergangenheit nicht immer der sicherste Akteur und auch Jens Stryger Larsen hatte seine Tiefen. Die weiteren Ersatzleute sind mit Ausnahme von Thomas Salamon durch die Bank blutjunge Eigenbauspieler.

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Zentrales Mittelfeld

Das Herzstück der Wiener Austria ist das zentrale Mittelfeld rund um Raphael Holzhauser, der offenbar noch eine Saison bei den Veilchen bleiben dürfte. Aber nicht nur das Passmetronom der Austria ist hier hervorzuheben, auch Tarkan Serbest und der flexible Alexander Grünwald sind für österreichische Verhältnisse Top-Leute. Knapp wird es jedoch, wenn sich die Leistungsträger verletzen sollten: Mit Dominik Prokop kommt zwar ein Top-Talent nach, große Rotationen sind in der Zentrale trotzdem nicht möglich. Falls gleich zwei Spieler ausfallen würden, wie es bereits in der ersten Runde der neuen Saison passieren könnte, muss Fink erfinderisch werden.

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Flügel

Felipe Pires wird auf der linken Außenbahn eine echte Stütze für die Austria werden bzw. zeigte er schon in der vergangenen Saison, dass er das Zeug dazu hat. Rechts wird Tajouri forciert werden, zumal Lucas Venuto noch das ganze restliche Kalenderjahr ausfallen dürfte. Der 22-jährige Brasilianer wird nach seiner Rückkehr sicher noch eine Weile brauchen, bis er am Gipfel seiner Leistungsfähigkeit angekommen ist. Hier gilt ähnliches wie im zentralen Mittelfeld: Die Austria verfügt über eine sehr starke Einsergarnitur, aus der zweiten Reihe kommt nach Tajouri aber nicht viel, was im Falle weiterer Ausfälle Improvisationen notwendig machen würde.

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Angriff

Auch im Angriff ist die Austria – zumindest momentan – sehr gut aufgestellt. Mit Olarenwaju Kayode verfügt man über den amtierenden Torschützenkönig, Christoph Monschein verstärkt die Dynamik im Austria-Sturm deutlich und Kevin Friesenbichler ist der Mann fürs Grobe. Eine sehr gut zusammengestellte Mischung, hinter der aber noch ein Fragezeichen steht, denn Kayode wird immer wieder mit Großklubs in Verbindung gebracht und könnte den Verein noch im Sommer verlassen.

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Kollektiv

Im Kader der Austria gab es von allen Bundesligaklubs die wenigsten Veränderungen. Die Mannschaft kennt sich, spielt größtenteils schon lange zusammen und gerade im vergangenen Frühjahr konnte man beobachten, dass die Automatismen immer besser griffen.

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Gesamtwertung und Ausblick

Die Austria wird sich 2017/18 im Vergleich zur Vorsaison weiter stabilisieren und oben mitspielen. Weiterhin fällt der „echte Heimvorteil“ weg, da man aufgrund des Stadionumbaus in Favoriten immer noch im Prater spielt. Nicht nur deswegen ist der Abstand zu den Roten Bullen (noch) zu groß, um den ganz großen Wurf zu landen. Wenn die Veilchen die Dreifachbelastung durch den Europacup gut wegstecken können, sollte ihnen der zweite Platz nicht zu nehmen sein. Die Qualität dafür ist vorhanden.

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Endplatzierung: Platz 2. Respektabstand zu den Verfolgern, aber doch recht klar hinter Salzburg.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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