Am 22.Juli beginnt die neue Saison in der österreichischen Bundesliga. Wir wagen einen Ausblick für jeden der zehn teilnehmenden Vereine. Der SK Sturm startete... Saisonvorschau 2017/18: Sturm will sich festigen und Schlampigkeit abstellen

_SK Sturm Graz - Wappen mit Farben

Am 22.Juli beginnt die neue Saison in der österreichischen Bundesliga. Wir wagen einen Ausblick für jeden der zehn teilnehmenden Vereine.

Der SK Sturm startete fulminant in die Vorsaison, ließ dann nach und will sich 2017/18 vor allem stabilisieren. Ihre Hausaufgaben auf dem Transfermarkt haben die Blackies gemacht.

Zugänge: Siebenhandl (Würzburger Kickers), Puchegger (Bayern II), Filip (Liefering), Röcher (Mattersburg), P.Zulj, Schubert (SV Ried), Ljubic (Horn)
Abgänge: Horvath (Dynamo Dresden), Atik (Kaiserslautern), Piesinger, Dobras (Altach), Stankovic, Chabbi (Ried), Gruber (Mattersburg), Skrivanek (Blau-Weiß Linz), Ljubic (Wiener Neustadt), Kienast

Torhüter

Christian Gratzei erlebte in der vergangenen Saison seinen zweiten Frühling und wird auch 2017/18 Sturms Einser sein. Jörg Siebenhandl wird jedoch angreifen und sich für die darauffolgenden Saisonen in Stellung bringen, sicher auch schon in der kommenden Saison seine Einsätze bekommen. Auf der Torhüterposition ist Sturm somit auch in der Breite sehr gut aufgestellt. Insgesamt besser als zum Beispiel Rapid.

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Verteidigung

In der Innenverteidigung darf man einen weiteren Schritt des jungen Dario Maresic erwarten. Auch Lukas Spendlhofer könnte sich noch weiter stabilisieren. Schoissengeyr wird noch brauchen, Kapitän Schulz ist eher der Unsicherheitsfaktor in der zentralen Grazer Abwehr. Links ist natürlich Lykogiannis gesetzt, bei ihm ist allerdings noch unklar, ob er nicht im Laufe der Sommertransferzeit dem Ruf eines größeren Klubs folgt. Rechts ist Koch ein solider Starter. Die Kaderdichte ist auf beiden Außenpositionen ebenfalls gut.

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Zentrales Mittelfeld

Der Abgang von Matic vor einem halben Jahr schmerzt die Grazer weiterhin. Der Norweger Ovenstad wurde noch nicht zu einem adäquaten Ersatz. Der aus Ried geholte Peter Zulj soll für mehr Physis und auch Spielwitz im Mittelfeld des Vorjahresdritten sorgen und auch vom jungen Sandi Lovric muss man heuer den nächsten Schritt fordern. Hierländer könnte ebenfalls wieder ins Zentrum rutschen, ist aber nach wie vor rechts eine Option. Der Einzige mit echtem Fixleiberl in der Mittelfeldzentrale ist James Jeggo, der zu einem echten Leistungsträger reifen kann, wenn er da und dort seine Unkonzentriertheiten abstellt.

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Flügel

Hier hat Sturm sehr gut nachgebessert: Der zu schwache Gruber wurde abgegeben und durch den giftigen Röcher ersetzt. Dieser wird sich auf der linken Seite einen harten Battle mit Schmerböck liefern – die linke Seite der Grazer ist somit top besetzt. Beide sind sogar als hängende Spitzen denkbar. Rechts ist Hierländer die Idealbesetzung für die Halbposition, aber auch Huspek – der sich allerdings steigern muss – ist eine Option. Ein Fragezeichen steht hinter Oliver Filip, der ebenfalls als Rechtsaußen eingesetzt werden kann, wenn Hierländer in die Mitte rutscht. Dem Ex-Lieferinger und Youth-Champions-League-Sieger muss man aber noch Zeit geben.

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Angriff

Deni Alar ist sicher weiterhin Sturms Angreifer mit der größten Qualität, wird seine Top-Saison 2016/17 aber so nicht wiederholen können. Auch die Tatsache, dass Foda ihn situativ als Zehner einplant, kommt seinen Stärken nicht unbedingt entgegen. Zulechner ist im Abschluss nicht gut genug und so tat sich in den ersten Atemzügen der neuen Saison am ehesten Fabian Schubert hervor, der eigentlich für die zweite Reihe verpflichtet wurde. Der Ex-Rieder dürfte aber auch für die Kampfmannschaft eine echte Alternative sein. Unterm Strich hatte der SK Sturm aber schon mehr „Killer“ für die Zone der Wahrheit.

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Kollektiv

Die Mannschaft von Franco Foda wurde punktuell verändert, die Eckpfeiler der Truppe spielen aber schon länger zusammen, kennen sich und zeigten vergangene Saison mehrmals, dass sie harmonieren können. Der Charakter der Mannschaft wird sich im Misserfolg zeigen. Ein Problem für die Grazer könnte sein, dass ein echter Topmann – wie es Matic war – fehlt. Die Kohlen aus dem Feuer holen, werden bei Sturm nicht einzelne, sondern wenn, dann mehrere gemeinsam.

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Gesamtwertung und Ausblick

Sportchef Günter Kreissl macht einen guten Job und hat auch heuer wieder eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt. Wie man beim Heimspiel gegen Mladost Podgorica beobachten konnte, müssen jedoch die Kreativität und der Ideenreichtum gegen tiefstehende Mannschaften höher werden. Dennoch muss die neuerliche Qualifikation für den Europacup das klare Ziel des SK Sturm sein. Wenn diverse Schlampigkeiten im Spiel abgestellt werden, sollte das mit diesem Kader auch kein Problem sein.

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Endplatzierung: Platz 3 oder 4. Sturm schafft zwar die neuerliche Quali für Europa, wird aber da und dort an der eigenen Schlampigkeit scheitern.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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