In der 18. Runde der österreichischen Bundesliga feierte die Wiener Austria einen 6:1 Heimerfolg über Rapid. Im Folgenden sollen die Spieler der beiden Mannschaften... Spielerbewertungen FAK – SCR: Jeggo und Matic am besten

In der 18. Runde der österreichischen Bundesliga feierte die Wiener Austria einen 6:1 Heimerfolg über Rapid. Im Folgenden sollen die Spieler der beiden Mannschaften näher betrachtet werden. Hier findet ihr unsere große Analyse zum Spiel!

Notenschlüssel:
1= sehr schwach
10 = sehr stark

FK Austria Wien

Patrick Pentz 5
Der U21-Nationalspieler machte mit dem Ball am Fuß einen guten Eindruck, musste aber auch kaum schwierige Bälle halten und war beim Gegentreffer chancenlos.

Florian Klein 8
Der routinierte Rechtsverteidiger und Kapitän der Veilchen agierte in diesem Spiel sehr offensivfreudig und tobte sich auf seiner rechten Seite aus, wodurch er ein wichtiger Faktor für das funktionierende Flügelspiel seiner Mannschaft war. Aus seinen Vorstößen resultierten dann auch sechs Flanken und eine Großchance, die er vergab. Dennoch trug er sich in die Schützenliste ein, als er mit seinem schwächeren Fuß ein Traumtor erzielte. Einzig in der Defensive hatte er in der ersten Halbzeit etwas Probleme und gewann daher auch nur einen seiner fünf geführten Zweikämpfe, wobei er dennoch letztlich auf je vier Ballsicherungen und abgefangene Bälle und drei klärende Aktionen kam.

Michael Madl 8
Der Abwehrchef der Violetten machte in der Defensive eine nahezu überragende Partie und war an diesem Abend kaum zu überwinden. Dies belegen auch seine Werte, denn nicht nur, dass er 66 Prozent seiner Zweikämpfe gewann und seine intelligente Zweikampfführung herausragte, darüber hinaus sammelte er auch noch acht Ballsicherungen und je vier abgefangene Bälle und klärende Aktionen. Ein Makel war einzig die Aktion zum Ausgleich, wo er sich zu einfach austanzen ließ. Auch im Ballbesitz war er wichtig, sammelte die zweitmeisten Ballkontakte (80), spielte die meisten Pässe (66) und das bei einer Passquote von 87 Prozent. Und sogar in die Scorerliste konnte er sich eintragen, als er mit einer wunderschönen Flanke Turgeman bediente, der zum 6:1 traf.

Christian Schoissengeyr 8
Der großgewachsene Innenverteidiger machte ebenfalls ein starkes Spiel und agierte sehr aufmerksam in der Defensive, weshalb er nicht nur 70 Prozent seiner Zweikämpfe für sich entscheiden konnte, sondern darüber hinaus auch noch in der Luft 85 Prozent gewann und jeweils fünf Ballsicherungen und klärende Aktionen verbuchte. Sein Stärke in der Luft konnte er auch endlich in der Offensive unter Beweis stellen und brachte mit einem schönen Kopfballtreffer seine Mannschaft in Front. Abgesehen davon spielte er die zweitmeisten Pässe (65) und verbuchte eine starke Passquote von 88 Prozent.

Thomas Ebner 7
Musste zum ersten Mal auf der Position des Linksverteidigers ran und machte insgesamt ein recht ordentliches Spiel, wobei er in der ersten Halbzeit noch so seine Probleme mit Murg hatte und nicht immer gut aussah. Daher fiel seine Zweikampfbilanz auch leicht negativ aus, allerdings sammelte er daneben auch sieben Ballsicherungen und drei abgefangene Bälle. Er arbeitete sich jedoch in die Partie und ging mit viel Leidenschaft voran, wobei er speziell im zweiten Durchgang aufblühte und letztlich sogar die meisten Ballkontakte im Spiel (84) und die meisten Pässe in der gegnerischen Hälfte (41) spielte und er kam dabei mit 93 Prozent auf die stärkste Passquote auf dem Feld.

James Jeggo 9
Startete mit leichten Problemen in das Spiel und fiel auch durch ein unnötig hartes Einsteigen auf, allerdings schüttelte er dies schnell ab, machte danach eines seiner besten Spiele für die Veilchen und war ein großer Faktor für den Sieg seiner Mannschaft. Nicht nur, dass er das erste Tor vorbereitete, er erzielte auch noch den 2:1 Führungstreffer und trug sich somit zum ersten Mal als Torschütze in Violett ein. Auch sonst war er im Spiel mit dem Ball sehr präsent, kam auf die drittmeisten Ballaktionen auf dem Feld ( 78) und er brachte stolze 90 Prozent seiner Zuspiele an. Genauso imposant war allerdings seine Leistung im Spiel gegen den Ball, wo er nicht nur starke 75 Prozent seiner Zweikämpfe gewann und die zweitmeisten seiner Mannschaft führte (12), sondern zusätzlich auch noch acht Ballsicherungen, je drei klärende Aktionen und erfolgreiche Tacklings und einen abgefangenen Ball sammelte.

Dominik Prokop 3
Ein eher durchwachsener Auftritt des U21-Nationalspielers, der mit seiner Leistung etwas unterging und immer wieder durch eine schlechte Entscheidungsfindung auffiel. So gewann er letztlich auch nur drei seiner zehn geführten Zweikämpfe und sein Impact auf die Offensive fiel abgesehen von drei erfolgreichen Dribblings (was immerhin die meisten in dem Spiel waren) und der „Vorarbeit“ zum 5:1 eher mau aus.

Uros Matic 9
Wie auch Jeggo, fand er nur etwas gemächlich in dieses Derby hinein, wobei er in der ersten Viertelstunde keinen einzigen  (!) Ballkontakt verbuchte, was für einen zentralen Mittelfeldspieler natürlich ungewöhnlich und suboptimal ist. Doch was er danach ablieferte, war eines seiner besten Spiele im Trikot der Austria. Im Ballbesitz war der Serbe äußerst dominant und spielfreudig, spielte mit fünf Keypässen die meisten auf dem Feld, verbuchte eine Passquote von 89 Prozent, kam auf zwei erfolgreiche Dribblings und leitete das 2:1 und 3:1 mit einem Ballgewinn und Pass in die Tiefe entscheidend ein. Seine vielen Ballgewinne führten auch dazu, dass er mit 83 Prozent die stärkste Zweikampfquote bei den Veilchen hatte, zusätzlich auf sieben Ballsicherungen und je zwei abgefangenen Bälle und erfolgreichen Tacklings kam.

Maximilian Sax 7
Was für seine Kollegen galt, war auch bei ihm der Fall, denn er brauchte etwas, um auf Touren zu kommen und aktiver am Spiel teilzunehmen. Danach agierte er so, wie man es von ihm kannte, äußerst kreativ, immer auf der Suche nach Dribblings und Risiko, weshalb er letztlich auch auf vier Keypässe kam, auch wenn ihm natürlich nicht alles aufging. Darüber hinaus ging er wie immer mit viel Einsatz voran und führte die drittmeisten Zweikämpfe seiner Mannschaft (11) und war auch in dieser Kategorie äußerst vorbildhaft.

Christoph Monschein 8
Der Offensivspieler agierte regelrecht entfesselnd in dieser Partie und war sichtlich aufgezuckert, wobei er an vielen gefährlichen Situationen beteiligt war und das obwohl er letztlich die wenigsten Ballkontakte seiner Mannschaft hatte. Auch er sah zu Beginn nicht immer gut aus und hatte eine Mitschuld am Ausgleichstreffer, doch in der Offensive erzielte er nach einem unwiderstehlichen Solo das 3:1, hatte noch zwei weitere Großchancen, kam auf drei erfolgreiche Dribblings, auf eine Passquote von 90 Prozent, wurde am öftesten gefoult (5) und gewann knapp 70 Prozent seiner Zweikämpfe. Alles in allem holte er aus seinen limitierten Aktionen das Maximum heraus und war damit ein wahrer Unruheherd in der Offensive.

Bright Edomwonyi  4
Der nigerianische Sturmtank war wie gewohnt mit seiner Physis und Laufstärke eine wichtige Erscheinung im Spiel seiner Mannschaft, weshalb er auch die mit Abstand meisten Zweikämpfe auf dem Feld führte (20) und bei der Schlüsselszene zum Platzverweis einen entscheidenden gewann. Allerdings gewann er insgesamt nur vier Zweikämpfe, was natürlich ein ganz schwacher Wert ist, wobei er sich einfach zu viele Fouls (6) und verlorene Bälle (3) leistete. Immerhin gab er die meisten Schüsse seiner Mannschaft ab (4) und war somit auch in dieser Kategorie im Angriff präsent.

Dominik Fitz 0
Zu kurz eingesetzt.

Alon Turgeman 0
Erzielte trotz kurzer Einsatzzeit noch einen Treffer und besorgte den Endstand.

Vesel Demaku 0
Zu kurz eingesetzt.

 

SK Rapid Wien

Richard Strebinger 5
Für einen Torhüter ist es natürlich besonders schmerzhaft, sechs Gegentreffer hinnehmen zu müssen, vor allem wenn man in einer solchen Überform befindlich ist. Als schwacher Trost bleibt für den österreichischen Nationaltorhüter, dass er an keinem Gegentor eine Mitschuld trug und sich mit fünf weiteren Paraden auszeichnen konnte.

Mert Müldür 3
In der Defensive machte der junge Abwehrspieler und türkische Nationalspieler seine Sache über weite Strecken recht ordentlich, führte die meisten Zweikämpfe seiner Mannschaf (13), gewann davon 62 Prozent und sammelte auch noch drei erfolgreiche Tacklings im Spiel. Dennoch war er letztlich an zwei Treffern beteiligt und ermöglichte erst das 4:1 mit einer Abwehr ins Zentrum und das 6:1 mit einem Stellungsfehler. Auch mit dem Ball agierte er viel zu fehleranfällig, kam da nur auf eine Passquote von 44 (!) Prozent, was natürlich auf diesem Niveau recht fatal ist.

Christopher Dibon 6
Bei sechs Gegentreffern sieht man auf den ersten Blick als Defensivspieler natürlich nie gut aus, doch er verhinderte mit seiner Leistung wohl noch Schlimmeres und war gewissermaßen oft der letzte Rettungsanker seiner Mannschaft. Nicht nur dass er 91 Prozent seiner Zweikämpfe gewann und damit die meisten auf dem Feld, er kam auch noch auf neun Ballsicherungen, fünf (!) erfolgreiche Tacklings, drei abgefangene Bälle und zwei klärende Aktionen. Dennoch sah auch er beim Gegentreffer zum 3:1 nicht gut aus und trug somit eine Mitschuld.

Mateo Barac 1
Ein Tag zum Vergessen für den kroatischen Neuzugang, der in dieser Partie ein großer Unsicherheitsfaktor seiner Mannschaft und teilweise völlig von der Rolle war. Abgesehen von seinen bekannten Schwächen im Spielaufbau, die auch in diesem Spiel ersichtlich waren, war auch von seinen Defensivqualitäten wenig zu sehen, weshalb er nur zwei seiner neun Zweikämpfe gewann und auch in den sonstigen Statistiken kaum einen Impact hinterließ und sich sogar noch ein Eigentor leistete. Kleiner Trost, immerhin bereitete er den Ausgleichstreffer mit einem schönen langen Ball vor.

Marvin Potzmann 5
Im ersten Durchgang konnte er vor allem in der Offensive durch seine Flexibilität und sein Positionsspiel überzeugen, wo er nur schwer für den Gegner zu greifen war und immer wieder seine technische Qualität aufblitzen ließ. So erzielte er auch nach einer starken Einzelleistung den Ausgleich seiner Mannschaft und belohnte sich für seinen Auftritt. Nach dem Ausschluss musste er sich dann vermehrt auf die Defensive konzentrieren, wo seine Schwächen im Stellungsspiel immer wieder zu sehen waren und er seine Schnittstelle zu selten unter Kontrolle hatte.

Dejan Ljubicic 0
Schadete mit seinem Platzverweis seiner Mannschaft erheblich und erwies ihr einen Bärendienst, weshalb er bereits frühzeitig vom Feld musste.

Stefan Schwab 5
Startete eigentlich recht gut in die Partie und war einer der Aktivposten seiner Mannschaft, weshalb er auch letztlich auf die meisten Ballkontakte seines Teams kam die zweitmeisten Pässe in der gegnerischen Hälfte spielte (40) und dabei immer wieder durch schöne Spielverlagerungen und Pässe auffiel. Doch nach dem Platzverweis musste er sein Spiel umstellen, leistete sich auch einen entscheidenden Ballverlust im Vorfeld des 3:1 und agierte folglich nicht so sicher wie gewohnt. Seine Zweikampfbilanz war gegen den Ball mit 66 Prozent in Ordnung und er verbuchte darüber hinaus sechs Ballsicherung.

Thomas Murg 4
Er hatte zwar in der ersten Halbzeit durchaus einige gute Szenen zu verbuchen und kam auf zwei Keypässe und drei Abschlüsse, doch insgesamt blieb er mit seinen Fähigkeiten doch unter seinen Möglichkeiten und lief sich auch relativ häufig fest, wobei seine drei einfachen Ballverluste ins Auge stechen.

Christoph Knasmüllner 4
Konnte seine technischen Fertigkeiten und seine Ballsicherheit zwar durchaus unter Beweis stellen und kam auch auf eine starke Passquote von 88 Prozent, allerdings mangelte es bei ihm an der Effektivität im letzten Drittel und dort konnte er seine Qualitäten nicht wirklich unter Beweis stellen.

Philipp Schobesberger 5
In der ersten Halbzeit war er wohl der Aktivposten seiner Mannschaft und konnte mehrmals seine Gefährlichkeit durch seine Geschwindigkeit unter Beweis stellen, weshalb er auch auf die zweitmeisten Ballaktionen seiner Mannschaft kam und am öftesten gefoult wurde (4). Nach dem Platzverweis und speziell im zweiten Durchgang tauchte er allerdings immer mehr unter, hatte stattdessen große Probleme mit seinen Defensivaufgaben und wirkte da nicht immer sattelfest.

Deni Alar 2
Hatte zwar mit 92 Prozent die beste Passquote seiner Mannschaft, doch zu sehen war der Stürmer eigentlich kaum und er kam letztlich auch auf keinen einzigen Abschluss in dieser Partie und musste bereits zur Halbzeit frühzeitig raus.

Veton Berisha 4
Er gewann zwar nur einen seiner sechs geführten Zweikämpfe, konnte aber nach seiner Einwechslung immerhin einige Male den Ball gut sichern und weiterleiten, wobei da seine zwei Keypässe ins Auge stechen und positiv zu werten sind.

Manuel Martic 4
Eine recht unauffällige Partie des Mittelfeldspielers, der zwar ebenfalls nur zwei seiner sieben Zweikämpfe gewann, dafür allerdings immerhin fünf Ballsicherungen sammelte und auf eine gute Passquote von 82 Prozent kam, wo er immer wieder seine Übersicht und Passqualität unter Beweis stellen konnte.

Boli Bolingoli 0
Zu kurz eingesetzt.

Dalibor Babic