Game over, rien ne va plus, nix geht mehr, die Messe ist gelesen! Die „World Cup Qualifiers“ sind mit dem Schlusspfiff in Peru seit... Die „Daheimgebliebenen“ | 15 Stars aus 15 Nationen die uns in Russland fehlen werden

Game over, rien ne va plus, nix geht mehr, die Messe ist gelesen! Die „World Cup Qualifiers“ sind mit dem Schlusspfiff in Peru seit wenigen Stunden Geschichte. 31 Teilnehmer die durch die Quali-Mühlen mussten, komplementieren das Feld rund um Gastgeber Russland. Die WM wird in 210 Tagen im Moskauer Luzhniki-Stadion angepfiffen. Für einige Topstars wird die Sommerplanung aber dieses Mal – teilweise – unverhofft mehr Urlaubstage beinhalten. Wir stellen euch eine durchaus konkurrenzfähige Auswahl an daheimgebliebenen Top-Stars vor: 15 klingende Namen aus ebenso vielen Nationen, für die es „leider nein“ heißt.

Gianluigi Buffon (Italien | Juventus | TW)
Der emotionale Abschied eines ganz Großen seiner Zunft, folgte dem Scheitern im San Siro gegen Schweden. Mit ihm werden auch die letzten verbliebenen Weltmeister von 2006 der „Squadra Azzura“ arrivederci sagen und einen Verjüngungsprozess beim Nationalteam einleiten. Der vierfache Welttormann hütete 175-mal das Tor des vierfachen Weltmeisters. Zum Abschluss erntete der „Signore“ weitere Sympathien, als er die Fan-Pfiffe zur schwedischen Hymne sich fremdschämend mit demonstrativem Applaus quittierte. Laut Medien steht übrigens schon Carlo Ancelotti ante portas, um den glücklosen Teamchef Giampiero Ventura zu beerben.

Luis Antonio Valencia (Ecuador | Manchester Utd | RV)
Das kleine Land an der Nordwestküste Südamerikas ging wie so oft als Außenseiter in das 18 Spieltage umfassende Qualifikationsturnier. Schlussendlich hielt man bis zuletzt die theoretische Chance am Leben. Mit ein Grund waren sicherlich auch die auf über 2.800 Metern Höhe ausgetragenen Heimspiele in Quito. Für den 32-Jährigen Team-Captain wird es wohl nach dem Achtelfinale 2006 und dem Vorrundenout 2014 eher keine dritte Weltmeisterschaftsteilnahme mehr geben.

Sokratis (Griechenland | Dortmund | IV)
Mit Michael Skibbe auf der Bank und dem Bundesliga-Profi als Abwehrchef mauerte man sich mit nur sechs Gegentoren erfolgreich in die Play-Offs. Dort vergeigte man aber schon das Hinspiel in Kroatien und wird die WM unter der griechischen Sonne aus verfolgen müssen.

David Alaba (Österreich | Bayern München | LV)
Wie schon die letzten vier Weltmeisterschaften findet auch jene in Russland wieder ohne rotweißrote Beteiligung statt. Die Quali haben wir ohnehin alle ausgiebig verfolgt, mehr muss man da jetzt gar nicht sagen.

Arjen Robben (Niederlande | Bayern München RM)
Trotz einer beeindruckenden Leistung des 33-Jährigen im Schicksalsspiel gegen Schweden, reichte es schlussendlich nicht für die „Oranjes“. Wieder nicht! Denn der Dritte der vergangenen WM in Brasilien schaffte nach der Nichtqualifikation für die Euro in Frankreich das Double – im negativen Sinne. Der Bayern-Spieler steuerte immerhin sechs Treffer für die Holländer bei.

Naby Këita (Guinea | Leipzig | DM)
Der Defensivabräumer kann sich im Sommer in Ruhe auf seine neue Arbeitsstätte in Liverpool vorbereiten. Das westafrikanische Land scheiterte in der dritten und finalen Runde klar in der Gruppe an Tunesien, Kongo DR und Libyen. So muss man im an Bodenschätze zwar reichen, aber dafür durch die diktatorischen Verhältnisse umso ärmeren Land, weiter auf die erste WM-Teilnahme warten.

Marek Hamśík (Slowakei | Napoli |OM)
Als Tabellenführer träumt der 30-Jährige in der Serie A vom Scudetto. Auch in der Quali lebte der Traum von der Qualifikation lange und Hamśík steuerte zwei Treffer bei. Dies reichte auch für den angepeilten zweiten Platz hinter den „Three Lions“. Doch als schlechtester unter den neun Zweiten gab es trotzdem nicht die Bonus-Chance „Play-Off“.

Henrikh Mkhitaryan (Armenien | Manchester Utd | OM)
Weiterhin ein Nuller steht hinter dem kleinen Bergstaat im Kaukasus, wenn es um die Zahl der internationalen Turniere geht. Darin wird sich trotz des Primgeigers von den „Red Devils“ auch nicht so schnell etwas ändern, für eine Teilnahme mangelt es einfach an Quali- und Quantität im Kader. In der Gruppe E ließ man immerhin Kasachstan hinter sich.

Gareth Bale (Wales | Real Madrid | LM)
In der Österreich-Gruppe erwischte es auch die Briten, mit Rang drei gab es auch keine Zusatzchance “Play-Off”. Im entscheidenden Finalspiel in Dublin fehlte der vierfache Torschütze verletzt und musste zusehen, wie die „Boys in Green“ den Walisern das letzte Play-Off-Ticket wegschnappten. Damit kann sich die Sprintkanone im Sommer mit den Wechselgerüchten beschäftigen, die zuletzt immer wieder dir Runde machten.

Pierre-Emerick Aubameyang (Gabun)
In der dritten Quali-Runde war für die Mannschaft um den stark umworbenen Bundesliga-Torschützenkönig Schluss. In der Gruppe belegte man hinter Marokko und der Elfenbeinküste den dritten Rang. Auch für das nur 2 Millionen Einwohner kleine Land aus Zentralafrika steht noch keine WM-Teilnahme im Geschichtsbuch. Trotzdem war der Einzug in die Finalrunde schon ein Achtungserfolg. Ob es für den 28-Jährigen noch irgendwann zu einer WM-Teilnahme reichen wird, bleibt zu bezweifeln.

Alexis Sánchez (Chile | Arsenal | ST)
Die Chilenen haben sich mit einem skurrilen Einspruch schlussendlich selber aus dem Turnier gekickt. Für den amtierenden Copa-América-Sieger und Finalisten beim Confed-Cup eine unerwartete Enttäuschung. Der 28-Jährige steuerte sieben Volltreffer bei. Der Stürmer der „Gunners“ kann im Sommer die Zeit zum Sondieren der Angebote nutzen, sein Vertrag läuft da nämlich aus. Natürlich nur, falls Manchester City nicht sein Transferziel #1 schon im Winter verpflichtet.

Ersatz:

Jan Oblak (Slowenien | Atlético Madrid| TW)
Als Vierter in der Gruppe F scheiterte man schlussendlich deutlich,  obwohl die Chance lange lebte. Mit nur sieben Gegentreffern war eine der heißesten Torwartaktien der gewohnt sichere Rückhalt für unseren 2 Millionen-Einwohner-Nachbarn.

Riyad Mahrez (Algerien | Leicester | MF)
In der Hammergruppe setzte sich Nigeria durch, Kamerun und Algerien mussten früh die Segel streichen. Der bei der letzten WM erfrischendste Teilnehmer vom schwarzen Kontinent – man erinnere sich an das dramatische Duell gegen den späteren Weltmeister Deutschland im Achtelfinale – verpasste die fünfte WM-Teilnahme deutlich.

Hakan Calhanoğlu (Türkei | AC Milan | MF)
Abermals enttäuschten die Türken. Hinter Island, Kroatien und der Ukraine schaute am Ende nur Rang vier raus. Der Freistoßspezialist steuerte in der Quali zwei Tore bei. Zuwenig, denn damit fehlt der Dritte von 2002 auch bei der vierten WM in Folge.

Edin Džeko (Bosnien | AS Roma | ST)
Der zweite Platz hinter dem großen Favoriten aus Belgien war das erklärte Ziel. Am Ende zog man dann trotz in Summe fünf Tore des Starstürmers gegen den Defensivspezialisten aus Griechenland den Kürzeren. Für den 31-Jährigen rückt der Traum von einer – nach 2014 – abermaligen WM-Teilnahme damit in weite Ferne.

Werner Sonnleitner, abseits.at

Werner Sonnleitner

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