Wir fassen für euch kurz die wichtigsten Ereignisse, Ergebnisse und Statistiken der englischen Premier League zusammen. Zusätzlich schauen wir auf die Leistungen der Österreicher... England, 31. Spieltag: Chelsea mit großem Schritt Richtung Meisterschaft

_FC Chelsea - Wappen mit FarbenWir fassen für euch kurz die wichtigsten Ereignisse, Ergebnisse und Statistiken der englischen Premier League zusammen. Zusätzlich schauen wir auf die Leistungen der Österreicher in der englischen Championship.

Chelsea FC 2:1 Manchester City

Tore: Eden Hazard (10.,35.) – Sergio Aguero (26.)

Die Niederlage an der Stamford Bridge war für City – Trainer Pep Guardiola gleich in doppelter Hinsicht eine Premiere in. Das 1:2 seiner Mannschaft bedeutete die sechste Pleite in dieser Saison – noch nie hatte der Spanier so häufig mit einer seiner Mannschaften innerhalb einer Spielzeit verloren. Antonio Conte und Chelsea sind zudem das erste Team, das eine Mannschaft Guardiolas während einer Saison gleich zweimal besiegen konnte.

Und auch wenn Guardiola nach dem Spiel davon sprach, dass City die bessere Mannschaft gewesen sei: der Sieg von Chelsea war verdient. City konnte die Blues spielerisch selten in Schwierigkeiten bringen; der zwischenzeitliche Ausgleich von Aguero resultierte aus einem der wenigen individuellen Fehler von Chelsea – Keeper Thibault Courtois, der in einem kurzen Anflug von Orientierungslosigkeit den Ball zum Gegner passte.

Eine gute Nachricht für City bedeutete an diesem Abend die Rückkehr des Kapitäns Vincent Kompany. Dem Belgier war die lange Pause aber anzumerken. Alles andere wäre auch sehr verwunderlich gewesen. Beim 0:1 durch Eden Hazard fälschte er den Ball unhaltbar für Torhüter Willy Caballero ab.

Generell fanden die Cityzens wenig Antworten auf den Belgier, der auch den erneuten Führungstreffer zehn Minuten vor der Halbzeitpause erzielte. Dabei scheiterte Hazard per Strafstoß zunächst an Caballero, der Nachschuss saß dann aber.

In der zweiten Hälfte plätscherte das Spiel etwas dahin. Chelsea brachte dabei den knappen Vorsprung im Stile einer Spitzenmannschaft ungefährdet über die Zeit. Die Londoner machten  mit dem Sieg einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft und bewiesen, dass die Heimniederlage gegen Crystal Palace nur ein Ausrutscher war. Conte selbst – der noch einmal deutlich machte, trotz anders lautender Gerüchte, bei Chelsea bleiben zu wollen –, machte folgende Rechnung auf: falls der Verfolger aus Tottenham alle verbleibenden acht Spiele gewinnen sollten, würden sechs Siege zum Titel reichen. Wahrscheinlich bedarf es sogar weniger.

Der restliche Spieltag in der Zusammenfassung

Der FC Liverpool konnte im Kampf um die Champions League – Qualifikation aus der Niederlage von City kein Kapital schlagen. Beim 2:2 zu Hause gegen Bournemouth gaben die Reds einen sicheren Sieg erneut fahrlässig aus der Hand. Beim 0:1 spielte Georginio Wijnaldum einen haarsträubenden Rückpass zu Torhüter Simone Mignolet, den Benik Afobe abfangen und verwandeln konnte. Zwischenzeitlich schaffte es Liverpool durch Tore von Philippe Coutinho und Divock Origi  das Spiel zu drehen, ehe Joshua King kurz vor Schluss eine weitere Indisponiertheit in der Abwehr der Reds zum Ausgleich nutzen konnte.

Arsenal kann also doch noch gewinnen. Das 3:0 gegen West Ham war der erste Sieg nach drei erfolglosen Versuchen. Bester Mann dabei war Mesut Özil, der auch seinen ersten Treffer im Kalenderjahr 2017 schoss. Für die schwachen Hammers kommt die Abstiegszone nach der fünften Niederlage in Folge bedrohlich näher.

Diese endgültig verlassen konnte Meister Leicester City und Christian Fuchs, die mit 2:0 gegen den designierten Absteiger Sunderland gewinnen konnten. Der Österreicher spielte dabei eine unauffällige, aber solide Partie. Fuchs gewann immerhin drei Kopfballduelle und leitete drei Chancen ein. Kevin Wimmer hingegen kam beim 3:1-Erfolg der Tottenham Hotspur bei Swansea nicht zum Einsatz. Kurios: Tottenham geriet bereits in der elften Minute in Rückstand. Der Ausgleich gelang erst in der 88. Minute, die Führung in der Nachspielzeit. Während die Spurs damit so langsam für die Champions League planen können, liegen die Waliser nach einem kurzen Zwischenhoch Anfang des Jahres nun wieder auf einem Abstiegsplatz. Sebastian Prödl stand beim 2:0 von Watford über West Bromwich wieder in der Startformation und zeigte eine solide Partie. Der Innenverteidiger kam dabei am Ende auf eine Passquote von 90 Prozent, spielte aber auch nur insgesamt 39 Pässe. Zudem gewann er alle seine Luftduelle. Marko Arnautovic und Stoke verloren beim 0:1 in Burnley nun bereits zum dritten Mal in Folge. Arnautovic war dabei einer der schwächsten Spieler auf dem Platz.

Ohne Zlatan Ibrahimovic läuft bei Manchester United in dieser Saison nichts. Wieder brauchte es den Schweden, um zu Hause gegen Everton zumindest noch einen Punkt zu holen. Als Everton den Sieg fast schon sicher hatte, zeigte Ashley Williams seine Torhüterfähigkeiten und rettete per Glanzparade. Eine eher unnötige Aktion, da der eigentliche Keeper, Joel Robles, eigentlich zur Stelle gewesen wäre. So gab es in der Nachspielzeit einen Elfmeter für United, den Ibrahimovic sicher verwandelte. Williams sah für seine Rettungstat die Rote Karte. Die Führung für die Toffees hatte Routinier Phil Jagielka erzielt.

Hull City feierte im Abstiegsduell mit Middlesbrough einen echten Big Point. Mit dem 4:2 – Erfolg konnten die Tigers erst einmal die Abstiegsränge verlassen. Crystal Palaces Siegesserie fand beim 1:3 in Southampton hingegen ein jähes Ende. Das Team von „Big Sam“ Allardyce bleibt trotzdem über dem berühmten Strich.

Die Österreicher in der Championship

Andreas Weimann zeigte beim 1:0-Erfolg seiner Wolverhampton Wanderers über Nottingham Forrest erneut eine starke Leistung. Weimann war dabei einer der besten Spieler seiner Mannschaft und bereitete das Tor des Tages vor.

Michael Madl erlebte die deutliche 2:4-Niederlage von Fulham bei Derby County nur von der Bank aus.

Atdhe Nuhiu wurde beim 2:0-Erfolg von Sheffield Wednesday über Rotherham in der 73. Minute für den zweifachen Torschützen Steven Fletcher eingewechselt. Danach blieb Nuhiu aber unauffällig.

Konstantin Kerschbaumer wurde ebenfalls nur eingewechselt. Er kam beim 2:0 von Brentford über Leeds United kurz vor Schluss und konnte so keine Akzente mehr setzen.

Ral, abseits.at

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