Wir picken für euch nach jedem Spieltag der englischen Premier League drei Ereignisse heraus, die besonders herausstachen. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die... Premier League: Drei Erkenntnisse vom Saisonauftakt

Wir picken für euch nach jedem Spieltag der englischen Premier League drei Ereignisse heraus, die besonders herausstachen. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Leistung der Österreicher gerichtet.

In Manchester nichts Neues

Jose Mourinho wird sich auch nach dem 2:1-Erfolg zum Auftakt gegen Leicester City weiterhin Kritik aufgrund seines defensiven Spielstils gefallen lassen müssen. Nach der frühen Führung durch einen Elfmeter von Paul Pogba, kümmerten sich die Red Devils erneut vorwiegend darum, das Ergebnis zu sichern. Das 2:0 durch Luke Shaw viel dabei dann erst in der 82. Minute. Jamie Vardys Anschlusstreffer kam für Leicester dann zu spät.

Zieht man die Expected Goals zu Rate, dann war Leicester eigentlich die etwas bessere Mannschaft (1,50 XG ManU vs. 1,74 xG Leicester). Wobei sich der Wert der Foxes aber erst in der Schlussphase steigerte. Auffällig ist war zudem, dass United seine Defensivprobleme scheinbar mit in die neue Saison genommen hat. Vor allem das Pressingverhalten bleibt verbesserungswürdig, was durch den PPDA-Wert (Passes allowed per defensive action) belegt wird. Dabei erlaubte United Leicester in deren Hälfte im Schnitt fast 16 Pässe, ehe man eingriff. Zum Vergleich: Der FC Liverpool ließ beim 4:0 gegen West Ham United nur knapp acht Pässe der Hammers zu.

Was Mourinho und Manchester jedoch Mut machen dürfte, ist die starke Leistung von Pogba. Das große Aber an der Sache: Mourinho und der französische Weltmeister liegen weiterhin im Clinch miteinander. Viele Experten zweifeln deswegen weiterhin an, dass Mourinho am Ende der Saison noch auf der Bank von United sitzt.

Wolverhampton meldet sich in der Premier League zurück

Als der typische Aufsteiger galten die Wolverhampton Wanderers bereits vor dem Ligastart nicht. Dieses Urteil bestätigte sich auch beim 2:2 zuhause gegen den FC Everton. Auch wenn sich beide Mannschaften dabei schwer taten (0,88 xG Wolves vs. 0,71 xG Everton), gefährliche Aktionen im gegnerischen Strafraum zu kreieren, entwickelte sich eine packende Partie. Die beiden überragenden Akteure dabei waren auf Seiten der Wolves der Portugiese Ruben Neves, der einen Treffer selbst erzielte und den zweiten vorbereitete, während Neuzugang Richarlison mit zwei Toren für Everton glänzen konnte. Für den Transfer des jungen Brasilianers wurden die Toffees zuvor noch heftig kritisiert, was vor allem mit der für viele überzogenen Ablösesumme von geschätzten 50 Millionen Euro zusammenhängt.

Besonders bemerkenswert ist zudem die Tatsache, dass Everton dieses Unentschieden trotz fast 50minütiger Unterzahl holte. Phil Jagielka wurde für ein Foul in 39. Minute vollkommen zurecht vom Platz gestellt.

Arnautovic vs. alle

Der neue Trainer von West Ham United, Manuel Pellegrini, bot Marko Arnautovic gegen den FC Liverpool (Endstand: 0:4) als einzige echte Spitze auf. Der Österreicher war dabei dann auch der einzige, der sporadische Pressingversuche unternahm. Auch sonst wirkte Arnautovic abgeschnitten vom Spiel seiner Mannschaft. Dennoch war er sichtlich bemüht, gefährliche Aktionen zu kreieren. Immerhin hatte der dabei den höchsten Expected-Goals-Wert bei West Ham (0,21), konnte aber keinen Torschuss vorbereiteten und hatte selbst nur zwei Abschlussmöglichkeiten im gegnerischen Strafraum. Dort fiel er sonst nur durch misslungene Dribble-Versuch auf. Ebenfalls auffällig: Von seinen fünf Pässen in der gegnerischen Hälfte spielte er nur einen nach vorne.

In der 69. Minute wurde Arnautovic dann für Andriy Yarmolenko ausgewechselt. In Zukunft sollte Pellegrini vielleicht überlegen, neben Arnautovic einen weiteren Stürmer aufzustellen, dem der 29-Jährige dann zuarbeiten kann.

Ral, abseits.at