Zusätzlich zu unseren allgemeinen Vorschauen auf die Gruppen und die Auflistung der interessantesten Spieler, bieten wir vor dem Turnier noch eine taktische Kurzübersicht über... Taktikübersicht, Gruppe C: Die nordirische Risikominimierung

Joachim Löw_abseits.atZusätzlich zu unseren allgemeinen Vorschauen auf die Gruppen und die Auflistung der interessantesten Spieler, bieten wir vor dem Turnier noch eine taktische Kurzübersicht über alle Mannschaften. Heute schauen wir uns Gruppe C an, wo Deutschland, Polen, die Ukraine und Nordirland um Punkte kämpfen.

Die Deutschen sind aufgrund ihres qualitativ sehr starken und taktisch sehr variablen Kaders der Topfavorit. Löw kann zwischen 3-1-4-2, 4-2-3-1, 4-3-3 und 4-2-4 mit zwei falschen Neunern beliebig wählen. Somit besteht die Möglichkeit auf spezifische Gegneranpassungen, was bei engen Spielen im Verlauf des Turniers zum großen Vorteil werden könnte.

Die Ukrainer haben mit Konoplyanka und Yarmolenko zwei Superdribbler auf den Flügeln, welche in der Offensive auch stark fokussiert werden. In der Defensive agiert man immer wieder mit Mannorientierungen, die Leistung der Ukrainer ist sehr wechselhaft, eine Prognose kaum fair.

Die Polen besitzen mit Lewandowski und Milik zwei starke Stürmer, die bei dynamischen Schnellangriffen eingesetzt werden und für Tore sorgen sollen. Im 4-4-1-1 ist das Pressing sehr mannorientiert ausgerichtet, nach Ballgewinn sind schnelle Konter gefordert. Das Tempo jener Angriffe ist bemerkenswert und wird vor allem gegen Deutschland und die Ukraine interessant zu beobachten sein.

Die Nordiren spielen im 3-1-4-2 und haben ein sehr stabiles Pressing, das es dem Gegner schwer macht die nordirischen Reihen zu durchspielen. Aus dieser stabilen Grundordnung heraus agiert man im Ballbesitz sehr konsequent mit weiten Bällen, bevorzugt auf die Flügel. Risikominimierung ist das höchste Gut für die Mannschaft von Michael O’Neill.

David Goigitzer tippt: 1. Deutschland – 2. Ukraine – 3. Polen – 4.Nordirland

David Goigitzer

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