Gegen Jahresende sind Spiele in der nahen Umgebung schon eine Seltenheit geworden. Also kann man entweder das Jahr abschließen, denn die Zeit zwischen Weihnachten... Groundhopper´s Diary: Der Jahresabschluss in der Lombardei und Venetien (1)

Gegen Jahresende sind Spiele in der nahen Umgebung schon eine Seltenheit geworden. Also kann man entweder das Jahr abschließen, denn die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr gehört dann der Familie oder man recherchiert noch ein wenig und findet ein tolles Angebot, dass man einfach nicht ausschlagen kann. Die Wochenendflüge nach Mailand waren sehr günstig und in Kombination des Spielplanes, der es ermöglichte, fünf Spiele zu sehen, war es ziemlich klar, dass der diesjährige Saisonabschluss in der Lombardei und Venetien stattfinden wird.

So ging am Samstag zeitig in der Früh zum Flughafen nach Schwechat, wo wir aufgrund des Schneefalls und der einhergehenden Enteisung des Flugzeuges doch noch etwas Zeit verloren, wir aber noch immer keinen Stress mit dem Erreichen unseres ersten Zieles, Azzano San Paolo, einem Vorort Bergamos hatten.

Atalanta BC U19 – FC Torino U19 3:3 (2:3)

Kurz vor dem Spielbeginn der Begegnung um 11.00 Uhr erreichen wir das Sportzentrum in Azzano San Paolo. Es wärmen zwar ein paar ältere Herrn auf dem Kleinfeld auf, aber weder die Primavera von Atalanta noch die des FC Torino sind zugegen und zumal die Tribüne auch abgesperrt ist, werden sie dies heute hier wohl nicht mehr sein. Glücklicherweise ist das Büro geöffnet und es wird uns erklärt, dass die Primavera im Ort Zingonia, der sich zehn Kilometer südlich von hier befindet, spielt.

Mit der genauen Adresse im Gepäck erreichen wir nur wenige Minuten später das Atalanta Training Center „Achille & Cesare Bortolotti“. Das Spiel ist bereits im Gange und rund 300 Besucher sind auf und neben der Tribüne des auf nur von einer Seite für Besucher zugänglichen Sportplatzes. Im Campionato Primavera 1, der höchsten italienischen Spielklasse für U19-Mannschaften, trifft der Tabellenführer aus Bergamo auf den Tabellenzweiten aus Turin. Am heutigen Vormittag blendet die Wintersonne die Zuschauer zwar mehr als sie wärmt, aber so ein blauer Himmel ist ein guter Kontrast zum sonstigen Grau in Grau des Winters.

Ein Feuerwerk auf dem Rasen gibt es dann auch noch zu bewundern. Nach 20 Minuten waren es die Gastgeber, die durch einen Doppelschlag mit 2:0 in Führung gehen. Doch die Gäste aus Turin zeigen sich alles andere als geschockt von diesem Rückstand und erzielen noch vor der Pause Tor um Tor. Fast jeder Schuss war ein Treffer und so werden beim Stand von 2:3 die Seiten gewechselt.

In den zweiten 45 Minuten geht es dann aber nicht mehr in dieser Tonart weiter. Auf beiden Seiten stabilisieren sich nun die Defensiven und Torchancen sind daher auch Mangelware. Somit sah alles schon nach einem Führungswechsel an der Tabellenspitze aus, doch Atalanta wusste dies noch rechtzeitig zu verhindern. In der 83.Minute wird ein Angriff mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck erfolgreich zum 3:3 abgeschlossen, sodass an diesem Vormittag die Punkte geteilt wurden.

Wir machen und auf dem Weg nach Verona, wobei wir bei unserer Abreise aus Zingonia bemerkten, dass wir unseren Wagen in der Via Verona abgestellt haben. Die schönsten Zufälle schreibt eben doch das Leben.

SSD Virtusvecomp Verona – AJ Fano 1906 1:0 (1:0)

Nach rund 150 Kilometern Fahrt erreichen wir Verona, wo sich im äußersten Nordwesten der Stadt das Stadio Comunale Gavagnin-Nocini befindet, das die Heimstätte von SSD Virtusvecomp Verona ist. Der Verein ist hinter Hellas und Chievo die Nummer drei in der Stadt und spielt in dieser Saison als Aufsteiger aus der Serie D wieder drittklassig.

In dieser Spielzeit läuft es noch nicht ganz rund für den Neuling, denn man findet sich derzeit auf einem Abstiegsrang wieder. Unweit von Virtus in der Tabelle entfernt liegt der in der Region Marken beheimatete AJ Fano 1906, der sich in der Vorsaison knapp den Klassenerhalt gesichert hat.

593 Besucher kommen heute in das eine Haupttribüne und einen für Gästefans reservierten Hintertorbereich umfassende Kleinstadion. Neben rund 30 aus Fano mitgereisten Fans, gibt es auch am Ende der Tribüne ein supportendes Grüppchen von Virtus Verona. Sie schwenken auch Antifa-Fahnen und haben auch ähnliche Gesange, wie man es hierzulande vom Sportclub und der Vienna gewohnt ist.

Bereits in der vierten Minute gibt es den ersten Aufreger in diesem Spiel der Serie C, Girone B, denn nach einem harten Einsteigen im Strafraum bekommen die Gastgeber einen Strafstoß zugesprochen, den Momenté sicher zum 1:0 für Virtus verwertet.

In weiterer Folge ist das Spiel ausgeglichen, wobei Fano etwas auffälliger ist. Dies allerdings nicht nur bei den Torchancen, sondern auch bei den Härteeinlagen.  So werden die Spieler der Gastgeber oftmals durch rüde Fouls zu Boden gebracht, was in der zweiten Spielhälfte zu verletzungsbedingten Wechsel führt. Unter anderem muss auch Torschütze Momenté humpelnd ausgetauscht werden.

Doch Virtus Verona kämpft sich tapfer bis zum Schlusspfiff durch und kann die vermehrten Angriff der Gäste in den letzten Minuten allesamt entschärfen und holt drei wichtige Punkte im Abstiegskampf der Serie C. Man hält jetzt bei derselben Punkteanzahl wie der heutige Gegner aus Fano, der nun auch mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt ist.

 SS Monza 1912 – UC AlbinoLeffe 1:1 (0:1)

Nach dem Schlusspfiff in Verona ging es nun wieder zurück in die Region um Mailand. In Monza fand das Abendspiel der Serie C, Girone B, statt, was bedeutete, dass wir der Liga treu blieben. Im Gegensatz zum Kleinstadion in Verona ist das Stadio Comunale Brianteo ein vollausgebautes Stadion mit einer mächtigen Haupttribüne und einer selten verwendeten Gegengerade. Die Kapazität des Stadions liegt bei 18.568 und wird bei Heimspielen der Società Sportiva Monza 1912 auch nicht nur annähernd erreicht.

Der Verein spielte in den meisten Jahren entweder zweit- oder drittklassig, wobei man sogar auch insgesamt acht Saisonen lang in die viertklassige Serie D musste, zuletzt zwei Saisonen zwischen 2015 bis 2017. Nach dem letzten Aufstieg aus der Serie D ist man seither drittklassig. Der heutige Gegner ist der 1998 gegründet Fusionsverein UC AlbinoLeffe, der nahe Bergamo beheimatet ist, und so wie Monza zwischen der Serie B und Serie C pendelt. In dieser Saison läuft es für die Gäste bislang noch nicht nach Wunsch, denn man ist Tabellenletzter und sollte dringend punkten, um den Anschluss ans rettende Ufer nicht zu verlieren.

1.401 Zuschauer ist die offizielle Zuschauerzahl an diesem kalten Dezemberabend. Der Besuch ist zwar mehr als akzeptabel, jedoch verlaufen sich die Zuschauer auf der großen Haupttribüne, sodass diese etwas leer wirkt. Schiedsrichterin Maria Marotta hat die Partie im Griff und Monza mehr vom Spiel. Allerdings gibt es auf beiden Seiten kaum zwingende Torchancen, doch in der 33.Minute geht AlbinoLeffe überraschend in Führung. Der Ivorer Kouko erreicht eine scharfe Hereingabe perfekt und fälscht diese unhaltbar für den Tormann ins Eck ab.

Nach dem Seitenwechsel ändert sich wenig an der Charakteristik des Spiels. Monza ist zwar etwas besser, aber Torchancen sind nach wie vor Mangelware. Ähnlich wie beim Treffer in der ersten Spielhälfte, fällt in der 70.Minute ein weiteres Tor aus dem Nichts. Diesmal ist der für Monza spielende Brasilianer Reginaldo erfolgreich. Er tankt sich von der rechten Seite in den Strafraum und überrascht aus spitzem Winkel den Tormann der Gäste mit einem Treffer ins kurze Eck.

Da in den letzten 20 Minuten kein weiterer Treffer fallen will, endet diese Begegnung mit einer Punkteteilung. Monza bleibt mit diesem Remis im gesicherten Mittelfeld und trotz des Punktgewinns ändert sich auch für AlbinoLeffe nichts am Tabellenrang. Man bleibt Letzter, zwei Punkte hinter Renate und drei hinter Virtus Verona.

Hier einige Impressionen:

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Heffridge

Philipp Karesch alias Heffridge wurde 1979 in Wien geboren und hatte von Kindesbeinen an die Lust am Reisen und Fußball zu spielen. Durch diese Kombination bedingt, zieht es ihn nach wie vor auf die Fußballplätze dieser Welt. Die dort gesammelten Eindrücke sind ein fixer Bestandteil der abseits.at-Kolumne Groundhopper's Diary.

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