Jedes Jahr wechseln zahlreiche Legionäre in die tipico Bundesliga oder in untere Ligen – und verlassen diese teilweise auch recht flott wieder. Wie schon... Was wurde aus den Gastarbeitern? (21) – SK Austria Kärnten
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Kärnten Landeswappen_abseits.atJedes Jahr wechseln zahlreiche Legionäre in die tipico Bundesliga oder in untere Ligen – und verlassen diese teilweise auch recht flott wieder. Wie schon im letzten Frühling schauen wir uns den weiteren Werdegang einiger Legionäre an und führen damit eine Serie fort. Die weiteren Teile der Serie findet ihr ebenfalls hier verlinkt.

Heute schauen wir nach Kärnten. Was wurde aus den einstigen Legionären des SK Austria Kärnten?

Thierry Fidjeu-Tazemeta

Nachdem der äquatorialguineische Angreifer Thierry Fidjeu-Tazemeta bei verschiedenen österreichischen Klubs, unter anderem in Klagenfurt und Pasching kickte, wechselte er in exotische Ligen bzw. zu unterklassigen Vereinen. Der heute 33-Jährige spielte in Thailand für den Port FC, danach in Frankreichs Unterhaus für St. Co Locminé und schließlich auf Malta. Allerdings bestritt er weder für seinen ersten maltesischen Klub, den FC Valletta, noch für seinen zweiten, die Xewkija Tigers Spiele und ist nun seit fast einem halben Jahr vereinslos.

Adi

Interessant verlief die weitere Karriere des Brasilianers Adi, der im Herbst 2008 zehn Bundesligatore für die Kärntner erzielte. Zunächst spielte der Stürmer drei Jahre bei Energie Cottbus, wo er aber nur zu einem einzigen Einsatz in der Kampfmannschaft kam. Danach wurde er aber wieder erfolgreich und erzielte regelmäßige Treffer für Concordia Chiajna und Steaua Bukarest in Rumänien, Gamba Osaka in Japan und Zalgiris Vilnius in Litauen. Seit einem Jahr spielt Adi nun in China beim Zweitligaklub Jiangxi Liansheng, für den er mittlerweile elf Treffer erzielte. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der 30-Jährige in China noch einen (vermutlich finanziell lukrativen) Schritt nach oben macht.

Peter Kabát

Der ungarische Angreifer Peter Kabát ist mittlerweile 38 Jahre alt, kann das Kicken aber noch nicht lassen. Nach fünf Jahren in Österreich wechselte der Freistoßspezialist zurück nach Ungarn und spielte seitdem sieben Jahre für Újpest, wo er auch heute noch unter Vertrag steht und zwischendurch ein Jahr bei Debrecen. In diesen acht Jahren erzielte Kabát noch 61 Ligatore, allerdings machte er mittlerweile seit zwei Jahren keine Partie von Beginn an, sondern wird nur noch sporadisch eingewechselt. Das Karriereende ist also in Sicht.

Oliver Pusztai

Der ungarische Abwehrchef Oliver Pusztai ging nach dem Ende des SK Austria Kärnten zwei Etagen tiefer. Zuerst spielte der heute 34-Jährige für Austria Klagenfurt in der Regionalliga Mitte, dann für den Annabichler SV, bei dem sich mit Matthias Dollinger und Almedin Hota zwei ehemalige Teamkollegen von ihm wiederfinden. Im vergangenen Sommer stieg Pusztai mit dem Annabichler SV von der Landesliga in die Regionalliga Mitte auf. In der laufenden Saison erzielte er in 13 Partien drei Tore.

Andre Schembri

Etwas unerwartet floppte in Klagenfurt der mittlerweile 72-fache maltesische Teamspieler Andre Schembri. Nach nur einem halben Jahr wechselte der quirlige Mittelfeldspieler zu Ferencvaros Budapest, wo er in der nachfolgenden Saison 14 Saisontreffer erzielen konnte. Schembri spielte später in Griechenland für den ASK Olympiakos Volou und Panionios Athen, sowie zwischenzeitlich noch einmal ein halbes Jahr in Deutschland für den FSV Frankfurt. Mit Ausnahme dieses kurzen Zwischenstopps spielt Schembri aber seit Sommer 2012 für Omonia Nikosia auf Zypern und erzielte in 99 Ligaspielen stolze 43 Tore.

Jocelyn Blanchard

Der langjährige Austria-Wien-Legionär Jocelyn Blanchard beendete seine Karriere mit einem Abschlussjahr in Kärnten und kehrte umgehend nach Frankreich zurück. Zuerst arbeitete der heute 42-Jährige als Nachwuchskoordinator beim FC Istres und jetzt als Sportlicher Leiter beim RC Lens, wo er auch als Spieler vier Jahre aktiv war.

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen