Wir blicken auf den Champions-League-Dienstag zurück und betrachten drei Spiele näher für euch. FC Sevilla – Juventus Turin (1-3) Sevilla begann mit einem interessanten,... CL-Round up: Torfestival in Dortmund
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Borussia Dortmund - Logo, Wappen_abseits.atWir blicken auf den Champions-League-Dienstag zurück und betrachten drei Spiele näher für euch.

FC Sevilla – Juventus Turin (1-3)

Sevilla begann mit einem interessanten, sehr mannorientierten 4-3-3-Mittelfeldpressing und versuchte jeglichen Aufbau von Juventus Turin zu stören. Dies gelang sehr gut, auch weil Mandzukic in der Spitze für wenig Mobilität sorgte und man so selten Anspielstationen nach vorne fand. Einzig Cuadrado und Dani Alves sorgten mit klugen Freilaufbewegungen und Dribblings für Probleme in der Hintermannschaft der Gastgeber. Im Ballbesitz verhielten sich die Spanier sehr flexibel und fanden immer wieder Räume, in Halbzeit eins konnte man sich zwei, drei gute Chancen erspielen. Eine davon nach einem Corner, eine Flanke verwertete Pareja bereits in der neunten Minute zum 1:0 für die Hausherren.

Nach einer knappen halben Stunde kam ein entscheidender Punkt in der Partie: Vazquez erhielt die Gelb-Rote Karte, was Trainer Jorge Sampaoli sehr erzürnte. Seine Wut fand später in der zweiten Halbzeit seine Spitze, weshalb er wegen zu ausschweifendem Protestes auf die Tribüne verwiesen wurde. Das Pressing der Sevillaner konnte nun leichter ausgehebelt werden, da es immer einen freien Mann im Spiel der Italiener gab. Kurz vor der Halbzeit konnten die Gäste per Elfmeter ausgleichen, Marchisio blieb eiskalt vom Punkt.

In der zweiten Hälfte übernahmen dann die Turiner das Kommando und konnten sich eine gewisse Dominanz erspielen. Staffelungsprobleme der Sevillaner konnte man jedoch zunächst nicht in Zählbares ummünzen, weshalb es lange Zeit beim 1:1 blieb. In Minute 84 konnte Bonucci jedoch mit einem Schuss aus 18 Metern nach einer abgewehrten Flanke die erstmalige Führung erzielen, Mandzukic legte in der 92. Minute noch einen drauf und schoss das entscheidende 3:1.

Borussia Dortmund – Legia Warschau (8-4)

Aufgrund der bereits geschafften Achtelfinalqualifikation entschied sich Thomas Tuchel für Rotation, einzig Ginter und Bartra hatten am Wochenende auch schon gespielt. Der Plan der Polen war deutlich, man stand recht tief im 4-4-1-1 und wollte Dortmund nach vor rücken lassen, um dann nach Ballgewinn zu kontern. Bereits in der zehnten Minute trug dieser Plan Früchte und die Gäste gingen durch Prijovic in Führung. Der sehr aktive Dembélé sorgte nach einem Dribbling und einer Flanke aus halbrechter Position für die Vorarbeit für das Kopfballtor von Kagawa, der in der 17. Minute ausglich. Eine Minute später tauschten die beiden Rollen, Dembélé vollzog Kagawas Vorlage zur erstmaligen Führung der Borussen. Nach einer Freistoßflanke von Reus faustete Legia Torwart Cierzniak den Ball an Sahins Brust, weshalb die Dortmunder in der 20. Minute bereits 3:1 führten.

Nur wenige Minuten später erzielte jedoch erneut Prijovic den Anschlusstreffer für die Polen, die sich nicht aufgegeben hatten. Wenig später hatte der Torschütze erneut eine Großchance, traf jedoch nur die Latte. Im direkten Gegenzug traf Dembéle nach Vorlage von Reus zum 3:2. Jener erzielte in der 32. Minute auch das 5:2, was auch der Halbzeitstand war.

Die Dortmunder schnürten die Gäste aus Polen mit ihrem Ballbesitz nun ein und waren drückend überlegen, sodass in der 52. Minute wieder Reus zum 6:2 für die Gastgeber traf. Nur wenige Minuten später kamen die Polen aber wieder heran, Kucharczyk überwand Weidenfeller aus kurzer Distanz. Unüblich für diese Partie dauerte es nun 25 Minuten, bis wieder ein Tor fiel. Passlack traf dann jedoch in der 81. Minute zum 7:3, die Warschauer erzielten jedoch quasi im Gegenzug ihr viertes Tor. Reus schnürte in der 93. Minute seinen Dreierpack, als er durch die Beine von Cierzniak zum 8:4 Endstand traf.

ZSKA Moskau – Bayer Leverkusen (1-1)

Jedvaj, Volland und Chicharito kamen im Gegensatz zum Wochenende in die Startelf, ihnen mussten Wendell, Baumgartlinger und Mehmedi weichen. Bei hartem Rasen und -7° hatten die Leverkusener ihre Schwierigkeiten. Die Ballzirkulation war mehr als müßig, weshalb man einige Male das Spielgerät verlor und Konter nicht effektiv stoppen konnte, weshalb Golovin bereits in Minute vier zur ersten Torchance kam. Wenig später hatte er nochmal die Chance zur Führung, Leno bleib in beiden Fällen jedoch der Sieger des Duells. Dennoch waren es die Gäste, die in der 16. Minute in Führung gingen, Kevin Volland erzielte sein erstes Champions-League-Tor. Mit 1:0 ging man dann auch in die Pause.

Die vorher angesprochenen Ballverluste setzten sich dann vor allem in der zweiten Halbzeit fort und verstärkten sich, während die Russen durch Schnellangriffe immer mehr Druck aufbauten konnten. Durch ein gewisses Maß an Unordnung im offensiven Umschalten war man verwundbar, was sich nach diversen Ballverlusten immer wieder zeigte. In der 75. Minute mussten die Gäste einen Elfmeter hinnehmen, Bibras Natcho ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf zum entscheidenden 1:1. Dennoch  hätten die Leverkusener die Chance auf das 2:1 gehabt, Volland setzte in Minute 80 den Ball jedoch an die Stange.

David Goigitzer, abseits.at

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