Der Europacup-Auftakt für Österreich ist gelungen. Der WAC schaltete Soligorsk aus, womit die Bundesliga weiterhin mit fünf Vereinen im internationalen Geschäft vertreten ist. Einige... Update zur Fünfjahreswertung: Verluste bei der Konkurrenz
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UEFA Logo_abseits.atDer Europacup-Auftakt für Österreich ist gelungen. Der WAC schaltete Soligorsk aus, womit die Bundesliga weiterhin mit fünf Vereinen im internationalen Geschäft vertreten ist. Einige Konkurrenten mussten hingegen bereits teils schmerzvolle Verluste hinnehmen. abseits.at liefert das aktuelle Update zur UEFA-Fünfjahreswertung.

  1. Tschechien

Mit Mlada Boleslav hat sich der erste tschechische Verein verabschiedet. Ein 1:0-Sieg bei Strömsgodset war zu wenig, nachdem es zuvor eine 1:2-Heimniederlage gegen die Norweger gesetzt hatte.

Nächste Runde:

Viktoria Plzeň – Maccabi Tel-Aviv (ISR) – CLQ3

Sparta Prag – CSKA Moskau (RUS) – CLQ3

Jablonec – Kopenhagen (DEN) – ELQ3

Slovan Liberec – Hapoel Kyriat Shmona (ISR) – ELQ3

Ausgeschieden:

Mlada Boleslav (ELQ2)

  1. Griechenland

PAOK Saloniki wankte zwar, fiel aber nicht. Im Hinspiel unterlagen die Griechen bei Lokomotiva Zagreb mit 1:2, im Rückspiel hielt man sich mit einem 6:0-Erfolg jedoch schadlos und erreichte die nächste Runde.

Nächste Runde:

Panathinaikos – Club Brügge (BEL) – CLQ3

Atromitos Athen – AIK Solna (SWE) – ELQ3

PAOK Saloniki – Spartak Trnava (SVK) – ELQ3

Späterer Einstieg:

Olympiakos Piräus (CL), Asteras Tripolis (EL)

  1. Rumänien

Beinahe hätte Steaua Bukarest in der Champions-League-Qualifikation die Segel streichen müssen, obwohl nach dem 2:0-Hinspielerfolg bei Trencin bereits alles klar schien. Doch die Slowaken gingen in Bukarest schnell mit 2:0 in Führung, der 3:2-Sieg war schlussendlich aber zu wenig, um das Duell für sich zu entscheiden. In der Europa League schaltete Astra Giurgiu den schottischen Vertreter Inverness aus, während Botosani gegen Legia Warschau mit zwei Niederlagen ausschied.

Nächste Runde:

Steaua Bukarest – Partizan Belgrad (SRB) – CLQ3

Astra Giurgiu – West Ham (ENG) – ELQ3

Tirgu Mures – St. Etienne (FRA) – ELQ3

Ausgeschieden:

Botosani (ELQ2)

  1. Österreich

Der WAC nutzte die Gunst des guten Loses und schaltete Shaktyor Soligorsk mit zwei Siegen aus – und das, obwohl die Weißrussen als gesetzter Verein in das Duell gegangen waren.

Nächste Runde:

Salzburg – Malmö (SWE) – CLQ3

Rapid Wien – Ajax Amsterdam (NED) – CL3

Wolfsberg – Borussia Dortmund (GER) – ELQ3

Sturm Graz – Rubin Kazan (RUS) – ELQ3

Altach – Vitoria Guimaraes (POR) – ELQ3

  1. Kroatien

Während Dinamo Zagreb und Hajduk Split die schlechten Hinspielergebnisse gegen Fola Esch beziehungsweise Koper drehen konnten, schieden Lokomotiva Zagreb und Rijeka gegen PAOK Saloniki respektive Aberdeen aus. Vor allem das Aus von Rijeka ist für Kroatien ausgesprochen schmerzvoll, war der aufstrebende Verein von der Adriaküste in den letzten Jahren doch ein wichtiger Punktelieferant.

Nächste Runde:

Dinamo Zagreb – Molde (NOR) – CLQ3

Hajduk Split – Strömsgodset (NOR) – ELQ3

Ausgeschieden:

Lokomotiva Zagreb (ELQ2), Rijeka (ELQ2)

  1. Zypern

Zypern ist noch mit allen vier Vereinen vertreten. In der Champions-League-Qualifikation zitterte sich APOEL Nikosia gegen Vardar Skopje dank der Auswärtstorregel mit einem 1:1 in die nächste Runde, und in der Europa League behielten Omonia Nikosia gegen den polnischen Vertreter Jagiellonia Bialystok und Apollon Limassol gegen Trakai aus Litauen die Oberhand.

Nächste Runde:

APOEL Nikosia – Midtjylland (DEN) – CLQ3

Omonia Nikosia – Bröndby (DEN) – ELQ3

Apollon Limassol – Qabala (AZE) – ELQ3

Larnaka – Girondins Bordeaux (FRA) – ELQ3

  1. Polen

Zwei von vier polnische Vereine mussten bereits die Segel streichen. Während Slask Wroclaw gegen IFK Göteborg ausschied, zog Jagiellonia Bialystok gegen Omonia Nikosia den Kürzeren. Den Sprung in die nächste Runde schaffte in der Europa League lediglich Legia Warschau gegen Botosani, zudem behielt in der Champions League Lech Posen gegenüber Sarajevo die Oberhand.

Nächste Runde:

Lech Posen – Basel (SUI) – CLQ3

Legia Warschau – Kukesi (ALB) – ELQ3

Ausgeschieden:

Slask Wroclaw (ELQ2), Jagiellonia Bialystok (ELQ2)

  1. Schweden

Der Umstand, dass noch vier schwedische Vereine im Wettbewerb sind, führt dazu, dass sich die Skandinavier an Israel vorbei auf den 20. Platz geschoben haben. In der Champions League setzte sich Malmö knapp gegen Zalgiris Vilnius durch, und in der Europa League kamen IFK Göteborg (gegen Slask Wroclaw), Elfsborg (gegen Randers) und AIK Solna (gegen Shirak) weiter.

Nächste Runde:

Malmö – Salzburg (SWE) – CLQ3

IFK Göteborg – Belenenses (POR) – ELQ3

Elfsborg – Odds (NOR) – ELQ3

AIK Solna – Atromitos Athen – ELQ3

  1. Israel

Israel droht die zweite schwache Saison in Folge. Beitar Jerusalem und Hapoel Beer Shewa verabschiedeten sich in der Europa League gegen Charleroi respektive Thun. In der Champions League gelang es Maccabi Tel-Aviv immerhin, die peinliche Hinspielniederlage auf Malta wettzumachen und die nächste Runde zu erreichen.

Nächste Runde:

Maccabi Tel-Aviv – Viktoria Plzeň (CZE) – CLQ3

Hapoel Kyriat Shmona – Slovan Liberec (CZE) – ELQ3

Ausgeschieden:

Beitar Jerusalem (ELQ2), Hapoel Beer Schewa (ELQ2)

Aktuelle UEFA-Fünfjahres-Wertung (Punktgewinne seit Saisonbeginn inklusive Bonuspunkten in Klammern):

  1. Tschechien (4/5): 25,825 (0,200)
  2. Griechenland (5/5): 25,300 (1,000)
  3. Rumänien (3/4): 24,133 (1,000)
  4. Österreich (5/5): 21,700 (0,400)
  5. Kroatien (2/4): 21,125 (1,750)
  6. Zypern (4/4): 20,925 (1,750)
  7. Polen (2/4): 19,250 (2,250)
  8. Schweden (4/4): 17,500 (2,375)
  9. Israel (2/4): 17,125 (0,750)

Fazit der aktuellen Runde

Österreichs Lage hat sich auf den ersten Blick kaum verbessert. Der Rückstand auf Rumänien ist weiterhin recht groß, allerdings haben Astra Giurgiu und Targu Mures mit West Ham beziehungsweise St. Etienne zumindest auf dem Papier schwierige Gegner erhalten, sodass ein Ausscheiden keineswegs überraschend käme. Zudem ist Kroatien nur mehr mit zwei Vereinen vertreten und hat vor allen Dingen Rijeka verloren, von dem wohl noch einige Erfolge zu erwarten gewesen wären.

Leider meinte es die Losfee mit den fünf österreichischen Vertretern nicht allzu gut, sodass durchaus die Möglichkeit besteht, dass sämtliche bevorstehende Duelle verloren werden. Salzburg und Rapid würden dann immerhin in das Europa-League-Playoff übersiedeln, wo die Mozartstädter gesetzt wären, Rapids etwaiger Status ist hingegen noch unklar. Es wird wohl mindestens zwei heimischer Vertreter in einer Gruppenphase bedürfen, um den Rückstand auf Rumänien wettzumachen und gleichzeitig die von hinten lauernde Konkurrenz in Schach zu halten.

Neben Kroatien gilt es auch ein Auge auf Zypern zu werfen, das bereits fleißig gepunktet und nicht die schwierigsten Lose gezogen hat. Selbiges gilt mit Perspektive der nächsten Jahre für Schweden, während sich Israel mit der zweiten schwachen Saison in Folge längerfristig aus den Top-20 verabschieden dürfte. Polen punktete bisher auch gut, der Verlust von zwei Vereinen dürfte jedoch zu schwer wiegen, als dass Gefahr für Österreich droht.

OoK_PS, abseits.at

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