Bereits ein Monat ist seit Barisics Amtsantritt vergangen und die Handschrift wird für Außenstehende immer lesbarer – Engagement, vollster Einsatz, Kommunikation, Spaß und Selbstvertrauen.... Steffen Hofmann wieder im (lockeren) Training – das und vieles mehr passierte beim gestrigen Rapid-Training!

SK Rapid Wien (Logo, Wappen)Bereits ein Monat ist seit Barisics Amtsantritt vergangen und die Handschrift wird für Außenstehende immer lesbarer – Engagement, vollster Einsatz, Kommunikation, Spaß und Selbstvertrauen. In der Zwischenzeit wurde die Qualifikation zur Europa League so gut wie fixiert und die Mannschaft präsentiert sich am Platz und in den Trainingseinheiten als gut gelaunte Einheit. „Zoki“ vermittelt seine Vorstellungen in den Übungseinheiten energisch und verlangt vollste Konzentration, hat bei ansprechender Leistung aber ähnlich seiner Zeit als Aktiver stets unterhaltsame und auflockernde Kommentare für Spieler und Presse parat. Überschattet wurde die bisherige Amtszeit durch die schweren Verletzungen von Deni Alar und Michael Schimpelsberger, dafür trainiert der Kapitän wieder mit dem Ball.

Die Aufwärmphase

Bis auf die beiden Langzeitverletzten, fehlte nur der Brasilianer Gerson, welcher den Verein mit Ende der Saison verlassen und bis dahin auch nicht mehr mit der Mannschaft trainieren wird. Komplettiert wurde der gestrige Trainingskader durch die beiden Amateure Lukas Denner und Maximilian Hofmann, die auch schon als Ersatzspieler bei Meisterschaftsspielen auf der Bank gesessen sind.

Nach einer kurzen Ansprache von Barisic, die mit Applaus des Kaders quittiert wurde, startete wie bereits üblich das Training mit einer ausführlichen Aktivierungs- und Aufwärmphase mit verschiedenen Koordinationsübungen.

Überzahlspiel als Belohnung für Ballbesitz

Im ersten anspruchsvollen Trainingsteil bildeten sich drei Teams, die über das Halbfeld gegeneinander spielten. Ziele der Übung waren die Ballbehauptung, respektive die Balleroberung in Unterzahl – Wie sich Barisic die konkrete Umsetzung vorgestellt hat, könnt ihr im nachfolgenden Video herausfinden.

Eines der Teams agierte als Freigeist (wechselte bei Bedarf auf Barisics Kommando) und diente dem Team im Ballbesitz stets als zusätzliche Anspielstation.

Eine der charakteristischen Ausprägungen unter Barisic kam auch hier wieder zum tragen. Die Spieler wurden dazu aufgefordert, lautstark miteinander zu kommunizieren und selbstbewusst den Ball zu fordern – Fehler sind erlaubt, das nächste Mal einfach besser machen.

Sinnbildlich für die Wichtigkeit im respektvollen Umgang miteinander und in der kontinuierlichen Verbesserung des Teambuildings war die sofortige Aufforderung des Trainerstabs an einen Spieler, seinen Kollegen doch bitte mit dem Vornamen zu rufen.

Gelb: Denner, Heikkinen, Boskovic, M.Hofmann, Burgstaller, Grozurek

Orange: Pichler, Trimmel, Wydra, Boyd, Schrammel, Starkl

Blau: Prager, Kulovits, Sabitzer, Schaub, Sonnleitner, Katzer

Etablierte Herausforderung Blitzturnier

Wie schon vom letzten Training berichtet, gab es auch dieses Mal ein Blitzturnier mit zwei Stationen. Während sich zwei Teams am Platz gegenüberstanden, musste die dritte Mannschaft abseits des Geschehens im Kreis stehend den Ball durch einmaliges Berühren zirkulieren lassen und zwei Spieler in der Mitte versuchen das Spielgerät zu erobern.

Die Teams glichen hierbei den Aufstellungen der bereits vorher absolvierten Übungen und wurden durch die Torhüter Königshofer, Novota und Maric ergänzt. Sämtliche Spieler gingen engagiert zu Werke und hinterließen bei den Trainingsbesuchern einen guten Eindruck. Im Video könnt ihr im Übrigen sehen, wer schlussendlich als Sieger hervorging.

Auffällig war vor allem, dass starkes Pressing am gegnerischen Fünfer praktiziert wurde, wobei das eine oder andere Mal auch der Tormann attackiert wurde und es der unter Druck gesetzten Mannschaft selten gelang, einen überraschenden Konter einzuleiten.

Für Staunen sorgte Markus Heikkinen, der ansatzlos einen Torschuss aus größerer Entfernung abgab und den Ball ohne Abwehrmöglichkeit im Netz versenkte – Der Jubel fiel – ganz wie man es von ihm gewohnt ist – eher finnisch aus.

Schaub präsentierte sich sehr angriffslustig und aktiv. Er konnte unter anderem zwei Tore innerhalb weniger Sekunden verbuchen. Wenn sein Team gefährlich wurde, war zumeist Thomas Prager involviert – gut angetragenene Schüsse, tolle Assists.

Die Akteure präsentierten sich äußerst engagiert und scheuten keine Zweikämpfe, vor allem Harry Pichler wusste durch energische und gute Tacklings zu gefallen. Ähnlich wie sein Verteidiger im orangenen Team, agierte Starkl im Sturm. Der Newcomer präsentierte sich sehr angriffslustig und attackierte kompromisslos. Selbst zwei verlorene und sichtlich schmerzhafte Zweikämpfe hinderten ihn nicht daran, beim darauf folgenden Zweikampf wieder die gleiche Intensität zu zeigen.

Novota und Boskovic waren gute Beispiele für vorhandenes und nicht-vorhandenes Selbstvertrauen. Während der eine tolle und sichere Paraden zeigte, gelang dem Anderen trotz großer Bemühungen im Abschluss recht wenig. Wobei die Ballbehandlung immer noch herausragend war und mit entsprechender Sommervorbereitung wohl auch beim Montenegriner wieder die Selbstverständlichkeit und Sicherheit zurückkehrt. Vor allem darf er in absehbarer Zeit wieder mit seinem kongenialen Partner aus erfolgreichen Zeiten rechnen.

Hofmann wieder am Ball

Während die Teamkollegen weniger Meter entfernt um den Turniersieg kämpften, arbeitete der verletzte Kapitän gemeinsam mit Athletiktrainer Steinbichler engagiert und konzentriert am Comeback. Einer Reihe von Stabilisierungsübungen und Belastungsproben, folgten entspannte Pässe in Bewegung. Nachdem die Mannschaft das fordernde Training mit ein paar lockeren Laufrunden um das Trainingsgelände ausklingen ließ, fungierte Jancker als Flankengeber und Empfänger für Hofmann.

Im folgenden Video könnt ihr nun das Training im Schnelldurchlauf sehen – mit Zokis Erwartungen an seine Mannschaft, dem Kapitän am Weg zurück und den (überraschenden?) Turniersieger

Daniel Walter, abseits.at

Daniel Walter

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