Auch unterhalb der zwei österreichischen Topligen tut sich einiges im dreigleisigen, heimischen Regionalfußball. Abseits.at wirft wieder einmal einen Blick von Osten nach Westen und... Zwei Runden vor der Winterpause – ein Blick in die heimischen Regionalligen

Auch unterhalb der zwei österreichischen Topligen tut sich einiges im dreigleisigen, heimischen Regionalfußball. Abseits.at wirft wieder einmal einen Blick von Osten nach Westen und auf den Kampf um Profifußball und Landesligen.

Zunächst ein erfreulicher Blick aber auf die Besucherstatistiken: Die Regionalliga Mitte boomt bei den Zuschauern. Der GAK hat einen Zuschauerschnitt von knapp 3.600 Besuchern, gefolgt von Steyr mit etwas mehr als 2.000. So gut wie gleichauf liegen die Drittplatzierten: Die Salzburger Austria verbucht einen Schnitt von 1.220 Zuschauern, der Wiener Sportklub mit 1.250 etwas mehr. Ganz gut liegen auch noch der SV Horn mit knapp 1.000 Matchbesuchern sowie der Villacher SV, UVB Vöcklamarkt und SKU Amstetten mit um die 850 Zusehern. Nur zum Vergleich: Wiener Neustadt und der KSV 1919 haben als Erstligavereine einen deutlich niedrigeren Zuschauerschnitt als der GAK.

Überraschungen im Osten

An der Spitze steht mehr oder weniger plangemäß der SV Horn. Die meisten Tore geschossen, die wenigsten bekommen und vor dem Winter noch zwei Runden zu spielen. Zwei Punkte dahinter lauert das Überraschungsteam aus Schwechat, dann folgt der Wiener Sportklub. Während die Schwechater mit Simmering beim stärksten Heimteam zu Gast sind, möchte sich der Sportklub gegen die Rapid-Amateure auswärts für die bittere Heimniederlage gegen den 1. SSC rehabilitieren. Meisterschaftsfavorit Parndorf muss bei den Amateuren des SV Mattersburg punkten, um weiterhin an dem größten Titelkonkurrent aus dem Waldviertel dran zu bleiben. Unten gibt es mit Columbia und dem Floridsdorfer AC gleich zwei Teams aus dem 21. Bezirk, die am Tabellenende stehen. Während beim FAC davon ausgegangen werden kann, dass im Winter nachgelegt wird, marschiert die Columbia mit großen Schritten in Richtung Wiener Liga. Weiterhin überraschend stark präsentiert sich der 1. FC Sollenau. Der Club aus dem kleinen Ort südlich von Wien liegt nur vier Punkte hinter der Spitze, während der Neusiedler SC auf dem enttäuschenden 13. Rang liegt. Die nächsten zwei Runden haben es also in sich und könnten am Bild der Tabelle einiges ändern. Ganz vorne und ganz hinten scheint die Sache aber aufgrund der Auslosung relativ sicher auf Horn und die Columbia hinzudeuten.

GAK legt Grundstein für Profifußball

Der Grazer AK hat bereits in der Hinrunde den Grundstein für die Rückkehr in den Profifußball gelegt. Bereits neun Punkte trennen die Athletiker von Verfolger Villacher SV. Beeindruckend ist jedenfalls die Auswärtsstatistik der Rotjacken: Sieben Siege, 22:3 Tore. Zur Illustration der Dominanz hilft ein Blick auf das zweitbeste Auswärtsteam, die Klagenfurter Austria. Die Veilchen holten satte zehn Punkte weniger als der GAK. Nicht zu erwarten war auch die starke Performance des SAK. Die Slowenen liegen auf Platz drei, wussten in den letzten Wochen zu überzeugen. Am Tabellenende befinden sich die LASK Juniors, die einige Spieler nach oben abgeben mussten. Mit vielen Jungen spielen auch die Paschinger. Aufsteiger Vorwärts Steyr tut sich auch noch sehr schwer, sich in der Regionalliga zu akklimatisieren, einige Vorkommnisse – Stadion, Online-Pöbeleien – brachten Unruhe in den Verein und vereinfachten die Rückkehr in den überregionalen Fußball nicht unbedingt. Grundsätzlich spricht oben also recht wenig gegen einen Aufstieg des GAK, unten sind neben den erwähnten Teams auch noch die Sturm Amateure und der FC Wels in akuter Abstiegsgefahr. Ein Detail am Rande: Union St. Florian, ein Verein, bei dem die Jugendarbeit ganz groß geschrieben wird, rangiert auf dem sensationellen vierten Rang.

Wieder Wattens im Westen

Das Bild im Westen präsentiert sich so gut wie erwartet. An der Spitze stehen mit Wattens und Anif zwei Teams, die so dort zu erwarten waren, Dornbirn ist erster Verfolger. Dahinter rangieren Wacker II und die Red Bull Juniors, die vor einigen Wochen noch weiter hinten in der Tabelle zu finden waren. Der WSG der Swarovski-Werke spielt die Auswärtsstärke in die Karten, aber auch daheim rangiert man im Spitzenfeld. Ganz weit abgeschlagen ist Aufsteiger SV Hall, die nur drei Pünktchen sammeln konnten und bereits acht Punkte Rückstand auf den Vorletzten Union Innsbruck haben. Um den dritten Abstiegsplatz gibt es aus heutiger Sicht ein großes Bewerberfeld. Vom 15. aus Seekirchen bis zum 6. aus St. Johann liegen lediglich sieben Punkte. Unerwartet weit hinten ist die Salzburger Austria zu finden, die in der Fremde nur vier Punkte holen konnte, nachdem sie doch vor der Saison ein bisschen vom Meistertitel träumte. Zu erwarten ist, dass sich Wattens und Anif den Titel weiterhin ausspielen werden, eventuell kann Dornbirn noch dazwischenfunken. Unten ist alles so weit klar.

In allen drei Ligen finden noch jeweils zwei Runden statt, diese kollidieren größtenteils nicht mit den Partien aus den Profiligen. Wer also seine Fußballakkus vor der Winterpause noch zusätzlich mit Liveerlebnissen aufladen will, sollte sich noch die eine oder andere Partie ansehen!

Georg Sander, abseits.at

Georg Sander

  • Peter Budaker

    4.November.2011 #1 Author

    „Aufsteiger Vorwärts Steyr tut sich auch noch sehr schwer, sich in der Regionalliga zu akklimatisieren, einige Vorkommnisse – Stadion, Online-Pöbeleien – brachten Unruhe in den Verein und vereinfachten die Rückkehr in den überregionalen Fußball nicht unbedingt.“
    Eigentlich befinden wir uns momentan mitten im Abstiegskampf!

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  • Keine

    5.November.2011 #2 Author

    bin mir ziemlich sicher, dass der WSK einen höheren Zuschauerschnitt als den im Artikel genannten hat: http://www.ostliga.at/gscr.php?u2l=0102108111046112104112063115101108101099116111114061055038116121112061049

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