Die Champions-League-Gruppenphase wird diese Woche abgeschlossen. Wir blicken für euch auf den Dienstagsspieltag der Champions League zurück und betrachten einige Spiele etwas näher. FC... CL-Roundup, 6.Runde: Interessante Partien am Königsklassen-Dienstag

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Die Champions-League-Gruppenphase wird diese Woche abgeschlossen. Wir blicken für euch auf den Dienstagsspieltag der Champions League zurück und betrachten einige Spiele etwas näher.

FC Bayern München – Atlético Madrid (1-0)

Die Bayern starteten von Beginn an dominant und hatten den Großteil des Ballbesitzes inne. Atléticos bekannt defensivfokussierte Taktik half natürlich dabei, dass die Hausherren vor allem in den ersten Phasen des Aufbaus kaum gestört wurden. Die Gäste konzentrierten sich darauf das Zentrum zuzustellen und die Bayern auf die Flügel zu zwingen, was auch hervorragend gelang. Die Münchner generierten kaum Durchschlagskraft und konnten den Ball nur um die gegnerische Formation herumzirkulieren lassen, man fand die Zwischenlinienräume kaum. Trotz der Dominanz waren es auch die Spanier die die ersten zwei guten Chancen vorfanden und man hätte hier mit etwas Glück durchaus in Führung gehen können – es wäre ein typisches Atlético-Spiel geworden. Da Carrasco jedoch beide Möglichkeiten ausließ blieb es beim 0:0.

Nach knapp einer halben Stunde gingen die Bayern trotz eigener Durchbruchsarmut in Führung, Lewandowski erzielte das 1:0 aus 18 Metern per Freistoß. Atlético ließ sich davon jedoch nur bedingt aus der Ruhe bringen, behielt die bisherige Taktik bei und ließ keine Chancen zu, konnte selbst jedoch auch selbst keine generieren. So ging man mit dem Stand von 1:0 für die Bayern auch in die Pause.

Beide Mannschaften veränderten zur Halbzeit nichts, die Bayern übernahmen wieder den Ballbesitz, Atlético versuchte weiterhin so gut wie möglich den Ball primär vom eigenen Tor weg zu halten. Die eigene Offensive litt unter diesem Vorhaben stark, weshalb Diego Simeone nach einiger Zeit Correa und Gameiro als neue Doppelspitze brachte und sich so mehr Durchschlagskraft erhoffte. Man konnte situativ auch etwas vielversprechendere Angriffe starten, diese waren aber nicht immer gut abgesichert, weshalb die Bayern sehr gut kontern konnten und durchaus ein zweites Tor erzielen hätten können. Jedoch schafften es weder die Bayern noch die Madrilenen in den restlichen 45 Minuten ein Tor zu erzielen – die Bayern revanchierten sich für die Niederlage in Madrid und siegten mit 1:0.

FC Barcelona – Borussia Mönchengladbach (4-0)

Luis Enrique wechselte in der Startformation ordentlich durch: Cillessen, Vidal, Denis Suárez, Iniesta, Alcacer und Turan bekamen Minuten, die sie in letzter Zeit nicht bekommen hatten. Auch Gladbach-Trainer André Schubert wechselte auf vier Positionen, Jantschke, Schulz, Vestergaard und Hahn kamen für Stindl, Raffael, Kramer und Wendt. Von Beginn an nahm Barca das Heft in die Hand und hatte die Kontrolle über das Spiel. Man schnürte die Gäste in der eigenen Hälfte ein. Im 5-4-1 verteidigten die Gladbacher recht tief, hatten aber auch kaum eine andere Möglichkeit. Nach  16 Minuten fiel das erste Tor, Messi erzielte nach Vorlage von Arda Turan das 1:0. Die Katalanen waren drückend überlegen, Gladbach kam in der Offensive kaum zur Geltung. Dennoch erarbeitete sich Barcelona nicht mehr allzu viel Chancen heraus, weshalb beide Mannschaften beim Stand von 1:0 in die Pause gingen.

Gladbach schien nach der Halbzeit mutiger sein zu wollen, man versuchte mehr Druck auszuüben und kam auch zu zwei Eckbällen, feuerte immerhin Schüsse aufs gegnerische Tor ab. Jedoch dauerte es nur fünf Minuten, bis die Hausherren ihre Führung ausbauten. Nach Flanke von Denis Suárez erzielte Turan per Kopf das 2:0. Nur drei Minuten später war es erneut der Türke, der Yann Sommer bezwang. Aus elf Metern schoss Arda mit rechts das 3:0 Nach etwas mehr als einer Stunde setzte Turan noch eins drauf, erzielte das 4:0 und machte seinen Hattrick somit perfekt. Die Gladbacher hatten auch in der zweiten Hälfte wenig zu melden. Sportdirektor Eberl kritisierte nach dem Spiel, dass man vermutlich zu viel Ehrfurcht gehabt hätte.

Manchester City – Celtic Glasgow (1-1)

City trat fast komplett mit einer B-Elf an und formierte sich gegen Celtic, die im 4-3-3 spielten, im 3-1-4-2. Recht hoch attackierten die Citizens den Aufbau der schottischen Gäste, die sich unter Brendan Rodgers vor allem in Sachen Ballzirkulation verbessert haben. Dennoch gingen die Hoops recht früh in Führung, bereits in Minute vier erzielte Roberts das 1:0. Nachdem Caballero einen hohen Ball auf Sané gespielt hatte, der niemanden zum Kombinieren fand, gewann Celtic den Ball und aus dem Konter konnte der Jungspund der Schotten die Führung erzielen. Wenige Minuten später konnten die Citizens jedoch ausgleichen. Sehr „Guardiola-esk“ baute man über Caballero über mehrere Stationen, mit prävalenter Rolle Gündogans, übers Zentrum auf. Iheanacho vollendete einen Lochpass zum 1:1. Mit Läufen von der Acht in die Tiefe von Zabaleta konnte City in Ansätzen immer wieder gefährlich werden, trotz B-Elf zeigte man sich stark in der Ballzirkulation und bereitete den Schotten Probleme. Jene agierten jedoch ebenfalls mutig und in einigen Situationen sehr sauber im Kurzpassspiel, wenngleich in der Entscheidungsfindung teilweise immer noch zu brachial und simpel.

Auch in der zweiten Halbzeit schaffte es City nicht, komplette Kontrolle über das Spiel zu erhalten. Celtics situativ sehr hohes 4-1-4-1-Pressing griff immer wieder recht gut und verhinderte zumindest effektiven Ballvortrag. Der australische Achter bei Celtic, Tom Rogic, zeigte sich immer wieder als Fixpunkt in Kombinationen und Angriffen, über den rechten Halbraum strukturierte er Celtics Angriffsbemühungen im letzten Drittel. Die Mancunians kamen jedoch auch zu ihren Chancen, fanden immer wieder den Zwischenlinienraum durch Rhythmuswechsel im Passspiel, konnten aber ebenfalls keine Tore mehr erzielen. Ein sehr interessantes Spiel endete somit mit 1:1.

David Goigitzer, abseits.at

David Goigitzer

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