Bei der 14. Runde der zweithöchsten Spielklasse in Deutschland gab es dieses Wochenende Tore ohne Ende zu sehen. Insgesamt 34 Treffer gab es zu... 2. Deutsche Liga: Drei Comebacks, zwei Treffer und ein Befreiungsschlag

Bei der 14. Runde der zweithöchsten Spielklasse in Deutschland gab es dieses Wochenende Tore ohne Ende zu sehen. Insgesamt 34 Treffer gab es zu bestaunen, wobei sich auch zwei unserer Legionäre in die Schützenlisten eintragen konnten. Leider konnten sich nur wenige, heimische Kicker an diesem Spieltag ins Rampenlicht spielen. Dennoch gab es einen wichtigen Befreiungsschlag für zwei unserer Kicker und insgesamt drei Comebacks von Defensivspezialisten.

Last Minute Ausgleich und ein obligatorischer Knochenbruch

Am Freitag empfing Darmstadt Sandhausen, wobei sich die Auswärtsmannschaft mit 2:1 durchsetzen konnte. Beim SVS startete der wiedergenese Kapitän Kulovits im zentralen Mittelfeld und war von der ersten Minute an sehr präsent. Sein Spiel war zwar recht unauffällig, aber er ging beinhart in jeden Zweikampf und erkämpfte viele Bälle im Mittelfeld. Nach knapp einer Stunde musste er verletzt raus, da er nach einem Luftduell unglücklich landete und sich den Unterarm brach. Dies ist sein mittlerweile dreizehnter Knochenbruch und das Fußballjahr ist für den Sandhäuser Leitwolf somit gelaufen.

Das Spiel zwischen Bielefeld und Braunschweig brachte keinen Sieger hervor und endete mit einem 2:2-Unentschieden, wobei der Bielefelder Ausgleichstreffer erst sehr spät fiel. Prietl durfte bei der Arminia das ganze Spiel über mitwirken; Kerschbaumer saß nur auf der Bank. Der Österreicher zeigte dabei nicht seine beste Performance, hatte nur wenige Ballaktionen und auch im Zweikampf offenbarte er ungewohnte Defizite. Obwohl er etwas offensiver agierte als sonst und zwei Torschüsse abgab, konnte er nicht vollends überzeugen und wurde von seinem Nebenmann Schütz klar in den Schatten gestellt.

Comeback und Torfestival am Samstag

Bochum kam im Heimspiel gegen den Nachzügler als Fürth nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus und dümpelt somit weiter im Tabellenkeller herum. Stöger fehlte aufgrund einer Rot-Sperre und Hinterseer begann im Sturmzentrum und erzielte nach einem Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf den Ausgleichstreffer für den VfL. Ansonsten ging dem Offensivmann recht wenig auf. Das Spiel, welches auf äußerst dürftigen Niveau war, war geprägt von vielen Duellen, wobei Hinterseer bei der Hintermannschaft der Franken einen schweren Stand hatte. Erfreulich hingegen war, dass Gugganig bereits zur Halbzeit eingewechselt wurde und eine solide Vorstellung in der Innenverteidigung zeigte. Obwohl ihm einige Fehler im Aufbauspiel unterliefen, stand die Abwehr meist sattelfest und vielleicht konnte er sich für einen Startelfeinsatz empfehlen. Derflinger wurde erneut nicht für den Kader der Fürther berücksichtigt.

Das Spitzenspiel in Nürnberg gegen Kiel endete mit einem 2:2-Unentschieden. Bei den Störchen saß Hoheneder nur auf der Bank. Beim FCN schaffte es Jäger nicht in den Kader, dafür stand Margreitter nach längerer Pause wieder in der Startelf und wusste auf Anhieb zu überzeugen. Als Abwehrchef ließ er sich auf nichts ein und war nach Standards immer gefährlich. Einzig anzukreiden ist ihm, dass er sich, wie auch seine gesamten Verteidigungskollegen, bei den beiden späten Gegentreffern überrumpeln ließ und die ganze Hintermannschaft nicht sonderlich gut aussah. Dennoch, ein mehr als solides Comeback von Margreitter.

Im trefferreichsten Spiel des Wochenendes gewann Heidenheim zu Hause gegen Union Berlin mit 4:3. Bei der Union standen Gspurning und Trimmel (Gelbsperre) nicht im Kader, Schösswendter saß nur auf der Bank und Hosiner wurde gut 20 Minuten vor Spielende eingewechselt, bewirkte aber nichts mehr. Bei Heidenheim saß Dovedan ebenfalls auf der Bank, bekam dann schlussendlich 15 Minuten Spielzeit, in der er aber keine Aktionen mehr verzeichnen konnte.

Ingolstädter Aufholjagd geht weiter

Am Sonntag trennten sich der FC St. Pauli und der Jahn aus Regensburg mit einem 2:2-Unentschieden.

Weiters gelang Ingolstadt der nächste Sieg, da sie zu Hause Fortuna Düsseldorf mit 1:0 besiegen konnten. Nach dem schwachen Saisonstart manifestieren die Ingolstädter schön langsam ihre Aufstiegsansprüche und setzen sich im obersten Tabellendrittel fest. Knaller saß bei den Siegern wie gewohnt nur auf der Bank.

Der einzige Österreicher, der am Sonntag im Einsatz war, konnte leider keinen Sieg verbuchen. Wydra verlor mit seinen Auern auswärts in Duisburg mit 0:3. Der Österreicher, der abermals eine fantastische Passquote erzielen konnte, zeigte bei den Gegentreffern ungewohnte Schwächen, da der gesamte Abwehrverbund gegen die griffigen Duisburger nicht in die Zweikämpfe kam. Insgesamt eine verdiente Niederlage für die Mannen aus dem Erzgebirge.

Überraschungssieg und Fazit

Totgeglaubte leben länger. Dieser Spruch bewahrheitete sich am Montag in Dresden, als chancenlose Gäste aus Kaiserslautern nach frühen 1:0-Rückstand das Spiel binnen drei Minuten drehten und mit drei Punkten im Gepäck die Heimreise antraten. Bei Dresden startete Möschl als Rechtsaußen und zeigte eine ambitionierte Leistung. Eine Top-Chance ließ er zwar liegen, aber er glänzte mit seiner Technik und seinem starken Antritt. Oft war er nur durch ein Foul zu stoppen. Horvath saß auf der Bank und kam nicht ins Spiel. Auf Seiten der Roten Teufel starteten Vucur und Mwene auf ihren gewohnten Positionen, wobei Ersterer nach einem Freistoß per Kopf den Ausgleich erzielen konnte. Vucur zeigte in der Defensive eine hervorragende Leistung, gewann die meisten seiner Zweikämpfe und agierte fast fehlerfrei im Aufbauspiel. Auch Mwene wusste zu überzeugen, obwohl das Spiel allgemein recht dürftig war. Er konzentrierte sich meist auf die Defensive (auch aufgrund der Systemumstellung zur Halbzeit) und gewann die meisten seiner Zweikämpfe.

Wirklich überzeugen konnten an diesem Wochenende nur die Abwehrspieler, denn Vucur und Margreitter legten die besten Performances an den Tag. Auch Mwene zeigte eine couragierte Leistung. Der leider wieder verletzte Kulovits spielte bis zu seiner Auswechslung ebenfalls grundsolide und wird seinen Mitstreitern bestimmt abgehen in den nächsten Wochen. Prietl, Wydra und Gugganig hatte nicht ihren besten Tag erwischt und zeigten allesamt Probleme im Abwehrverhalten. Der engagierte Möschl versuchte zwar viel, blieb aber glücklos. Obwohl Hinterseer einen Treffer erzielen konnte, war es nicht sein bester Tag und blieb den Fans einiges schuldig. Hosiner und Dovedan wurden eingewechselt, hatten aber keine Aktionen zu verzeichnen. Hoheneder, Schösswendter, Kerschbaumer, Knaller und Horvath saßen nur auf der Bank. Stöger, Jäger, Trimmel, Derflinger und Gspurning standen aus unterschiedlichen Gründen nicht im Kader ihrer Teams.

Thomas Schützenhöfer, abseits.at

Thomas Schützenhöfer

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