Wie jede Woche blicken wir auf die Leistungen unserer Legionäre in der deutschen Bundesliga. Wer darf mit dem vergangenen Spieltag zufrieden sein, wer wird... Deutsche Bundesliga: Burgstaller und Baumgartlinger als Glücksbringer

Wie jede Woche blicken wir auf die Leistungen unserer Legionäre in der deutschen Bundesliga. Wer darf mit dem vergangenen Spieltag zufrieden sein, wer wird sich steigern müssen?

Schalke 04 3:2 FC Augsburg

Der vermeintliche Fehleinkauf Franco Di Santo mit einem Hackentrick (44.) kurz vor und Torjäger Guido Burgstaller mit seinem 20. Pflichtspieltreffer des Jahres (47.) kurz nach der Pause, sowie Daniel Caligiuri (83., Foulelfmeter) sicherten den Schalkern nach drei Remis wieder einen Dreier. Caiuby gelang das Anschlusstor (64.), per Foulelfmeter nach Videobeweis glich Michael Gregoritsch (79.) – er wurde zuvor von Bastian Oczipka gefoult -sogar zwischenzeitlich aus. Die erst zweite Niederlage in den letzten sieben Spielen warf die bisherige Überraschungsmannschaft Augsburg auf den neunten Rang zurück.

Mit dem Erfolg behielt auch eine besondere Serie Gültigkeit: Wenn Burgstaller trifft, verliert Schalke nicht (zehn Siege und drei Remis). Burgstaller präsentierte sich in dieser Partie zudem sehr effektiv – sein einziger Torschuss fand den Weg ins Tor. Kurz vor Schluss wurde er dann ausgewechselt. In der 59. Minute holte er sich überdies eine Gelbe Karte ab.

Sein Gegenüber Gregoritsch bestätigte seine bislang tolle Hinrunde auch gegen Schalke. Nicht nur aufgrund seines Treffers war er wiedermal einer der besten Augsburger. Gregoritsch gab drei Schüsse ab, die allesamt den Weg auf das Tor fanden. Eine Passquote von 82 Prozent ist obendrein sehr gut.

In der Augsburger Defensive durfte dieses Mal auch wieder Kevin Danso von Beginn an ran, spielte aber eine eher durchschnittliche Partie. Immerhin gelangen ihm alle seine Tacklings und zudem drei Balleroberungen. Er sah dabei aber auch eine Gelbe Karte. Abwehrkollege Martin Hinteregger hatte gleich sieben erfolgreiche Tacklings – die meisten aller Akteure auf dem Platz – und vier Balleroberungen. Sonderlich souverän wirkte aber die ganze Augsburger Defensive in diesem Spiel nicht.

Alessandro Schöpf fehlt den Schalkern derzeit aufgrund einer Kapselverletzung.

VfL Wolfsburg 1:1 RB Leipzig

Vizemeister RB Leipzig bekommt seine Auswärtsschwäche nicht in den Griff. Trotz klarer Überlegenheit, insbesondere in der ersten Halbzeit, kamen die Sachsen im 50. Bundesligaspiel ihrer Clubgeschichte beim VfL Wolfsburg über ein 1:1 (0:1) nicht hinaus und blieben damit im vierten Bundesliga-Gastspiel in Serie sieglos. Der Führungstreffer für die Platzherren fiel nach einer Viertelstunde per Foulelfmeter. Nachdem VfL-Torjäger Mario Gomez im Strafraum von den Beinen geholt worden war, verwandelte Rechtsverteidiger Paul Verhaegh sicher. Für den verdienten Ausgleich sorgte Jung-Nationalspieler Marcel Halstenberg mit seinem ersten Bundesligator sieben Minuten nach Wiederbeginn. In der Nachspielzeit sah RB-Innenverteidiger Dayot Upamecano (90.+2/wiederholtes Foulspiel) Gelb-Rot.

Stefan Ilsanker agierte dabei um einiges besser und stabiler als in der letzten Partie gegen Mainz. Zwar sah er erneut eine Gelbe Karte, hatte mit sechs erfolgreichen Tacklings aber auch die meisten aller Spieler auf dem Platz. Das gilt auch in Sachen Ballkontakte, wo Ilsanker ebenfalls ganz oben steht. Auch eine Passquote von 90 Prozent ist ganz stark. Konrad Laimer wurde erst in der 82. Minute eingewechselt. Marcel Sabitzer fehlt weiterhin verletzt.

Bayer Leverkusen 1:0 Werder Bremen

Bayer Leverkusen hat seine imponierende Erfolgsserie fortgesetzt und sich in der Spitzengruppe der Bundesliga etabliert. Die Werkself feierte in ihrem letzten Heimspiel des Jahres einen hochverdienten 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den Tabellenvorletzten Werder Bremen. Bayer blieb damit zum elften Mal in Folge und zudem in der gesamten Hinrunde vor eigenem Publikum ungeschlagen. Durch den siebten Saisonsieg kletterte das Team von Trainer Heiko Herrlich auf einen Champions-League-Rang. Die Bremer mussten ihrerseits nach zuvor zwei Siegen hintereinander die zweite Niederlage unter ihrem neuen Coach Florian Kohfeldt hinnehmen und stecken weiter tief im Tabellenkeller fest. Lucas Alario (11.) machte frühzeitig Erfolg der Leverkusener perfekt. Für den Argentinier war es der dritte Saisontreffer.

Julian Baumgartlinger durfte von Beginn an im defensiven Mittelfeld ran und konnte dort überzeugen. Er ist für Bayer zudem so etwas wie ein Glücksbringer: fünfmal stand er in den bisherigen 16 Spielen in der Startelf – Bilanz: vier Siege und ein Remis. Baumgartlinger gab zwei Torschüsse ab, bereitete einen vor, gewann 57 Prozent seiner Zweikämpfe und lief zwölf Kilometer. Hinzu kommt eine mehr als passable Passquote von 86 Prozent.

Nachdem Werder-Star Fin Bartels bis Ende der Saison wegen einer Verletzung an der Achillessehne ausfallen wird, rückt Florian Kainz als dessen Ersatz nun in den Fokus. Im Spiel gegen Bayer konnte er jedoch nicht nachweisen, dass er Bartels adäquat ersetzen kann: Er gab keinen Torschuss ab und kam auf eine miserable Passquote von 56 Prozent. Kainz wurde dann in der 70. Minute ausgwechselt. Immerhin hatte er gleich vier erfolgreiche Dribblings. Zlatko Junuzovic ging angeschlagen in die Partie und wurde daher erst in der 61. Minute eingewechselt. Danach gab er noch zwei Torschüsse ab, die aber allesamt nicht den Weg auf das Tor fanden.

Hertha BSC 3:1 Hannover 96

In einer über weite Phasen spannenden, unterhaltsamen und intensiven Partie erkämpft sich Hertha BSC einen wichtigen 3:1-Heimsieg gegen Hannover 96. Nach dem Anschlusstreffer von Bebou (65.) überstand Hertha eine lange Druckphase der Gäste, in der sich vor allem Berlins Schussmann Jarstein Bestnoten verdiente. Torunarigha (83.) machte kurz vor Schluss schließlich den Sack zu, mit einem Doppelpack brachte Kalou (18./45.) seine Hertha auf die Siegesstraße.

Valentino Lazaro bekam dabei von Berlins Trainer Pal Dardai von Beginn an das Vertrauen ausgesprochen. Der Ex-Salzburger startete in der Zehnerrolle, wobei er aber vor allem in einer Defensivstatistik zu glänzen wusste: Mit fünf erfolgreichen Tacklings hatte er die meisten auf dem Platz. Er gab dabei zudem einen Torschuss ab und bereitete zwei weitere vor. Eine Passquote von 76 ist okay. Insgesamt ein sehr ordentlicher Auftritt.

Das kann man eigentlich – trotz des Ergebnisses – auch über die Leistung von Martin Harnik sagen, der ebenfalls in der Startelf stand. Er gewann die drittmeisten Kopfballduelle und 60 Prozent seiner Zweikämpfe. Obendrein gab er zwei Torschüsse ab und bereitete drei vor. Eins Passquote von 89 Prozent ist für ihn ungewohnt stark.

Bayern München 1:0 1. FC Köln

Der FC Bayern München hat sein Heimspiel gegen den 1. FC Köln knapp aber verdient mit 1:0 (0:0) gewonnen. Torjäger Robert Lewandowski knackte das Kölner Bollwerk (66.) und sicherte seiner Mannschaft damit drei Punkte für eine dominante, aber phasenweise nicht konsequente Vorstellung. 75.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena sahen eine einseitige Begegnung, in der sich die Bayern Chance um Chance erspielten.

David Alaba stand dabei wieder in der Startelf und zeigte eine gute Partie. Er gab zwei Torschüsse ab und bereitete zwei weitere vor. Er schlug gleich sechs Flanken und hatte am Ende eine überragende Passquote von 96 Prozent. Hinzu kommen zwei erfolgreiche Tacklings sowie 106 Ballkontakte.

TSG 1899 Hoffenheim 1:0 VfB Stuttgart

Nachdem der VfB in der Anfangsphase die bessere Mannschaft war und auch die besseren Möglichkeiten besaß, kam die TSG immer besser in die Partie und bestimmte gerade in der zweiten Hälfte die Partie – ohne sich aber die ganz großen Chancen herauszuspielen. So ist der Heimsieg durchaus verdient, wobei der VfB mit ein wenig Glück auch einen Zähler aus dem Kraichgau hätte entführen können. Das Tor für die TSG erzielte Mark Uth kurz vor Schluss.

Stefan Posch kehrte in die Abwehrformation der Hoffenheimer zurück. Warum er sich dort festgespielt hat, zeigte er in dieser Partie:  Er gewann die zweitmeisten Kopfballduelle aller Akteure, eroberte sechsmal den Ball und hatte zwei klärende Aktionen. Zudem hatte er mit 91 die drittmeisten Ballkontakte im Spiel und eine Passquote von 89 Prozent. Er lief über zwölf Kilometer und kam auf eine Zweikampfquote von 65 Prozent. Alles in allem ein ganz starker Aufttitt.

Florian Grillitsch wurde in der 61. Minute eingewechselt, konnte danach bis auf eine Torschussvorbereitung aber keine Akzente mehr setzen.