Wie jede Woche blicken wir auf die Leistungen unserer Legionäre in der Deutschen Bundesliga. Wer darf mit dem vergangenen Spieltag zufrieden sein, wer wird... Deutschland: Alessandro Schöpf gibt Startelf-Comeback

Wie jede Woche blicken wir auf die Leistungen unserer Legionäre in der Deutschen Bundesliga. Wer darf mit dem vergangenen Spieltag zufrieden sein, wer wird sich steigern müssen?

FC Augsburg 3:3 SC Freiburg

Durch zwei Tore in der Nachspielzeit holt der FC Augsburg tatsächlich noch einen Punkt gegen den SC Freiburg. In einer mitreißenden Partie ging der FCA früh durch Alfred Finnbogason in Führung (1.). Auch danach waren die Fuggerstädter die bessere Mannschaft. Etwas überraschend folgte der Ausgleich – Christian Günther war der Torschütze (20.). Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, wobei Freiburg die effizientere Mannschaft war und dank zweier Treffer durch Nils Petersen mit 3:1 in Führung ging. Die Entscheidung schien gefallen; doch die Freiburger schliefen gleichen zweimal kurz hintereinander in der Abwehr, was Finnbogason mit seinen Toren zwei und drei an diesem Nachmittag ausnutzen konnte.

Michael Gregoritsch spielte zwar erneut eine sehr starke Partie, wird sich aber über eine Szene in der 9. Minute ärgern: Er brachte dabei das Kunststück fertig, den Ball aus sechs Metern über das leere Tor zu schießen. Gregoritsch schoss sechsmal auf das Freiburger Tor, wobei er auch zwei Versuche der Kollegen vorbereitete. Im Luftduell war er mal wieder nicht zu bezwingen und gewann sieben Kopfballduelle.

Martin Hinteregger zeigte eine eher durchschnittliche Partie. Zwar hatte er die meisten Ballkontakte seiner Mannschaft, bei seinen Defensivaktionen wirkte er jedoch manchmal etwas hüftsteif. Er hatte eine Zweikampfquote von 52 Prozent und gewann zwei Tacklings. Hinzu kommen drei Balleroberungen.

Kevin Danso stand wegen eines Bänderrisses nicht im Kader. Auch Philipp Lienhart fehlte auf Freiburger Seite wegen einer Verletzung.

 

RB Leipzig 2:3 Hertha BSC

Gleich zu Beginn der Partie überschlugen sich die Ereignisse: Der Ex-Leipziger Davie Selke brachte Hertha früh in Führung (6.). Nur eine Minute später sah Berlins Verteidiger Jordan Torunarigha die Rote Karte wegen Notbremse – eine viel zu harte Entscheidung. Die Unterzahl stellte aber für Berlin offensichtlich keinen großen Makel da – durch Salomon Kalou (31.) und erneut Selke (51.) ging Hertha 3:0 in Führung. RB konnte zwar noch den Anschluss herstellen (Willi Orban und Marcel Halstenberg), am Ende entführten aber die Berliner überraschend drei Punkte aus Leipzig.

Valentino Lazaro scheint angekommen in der Bundesliga. Bereits im letzten Spiel gegen Hannover machte er eine gute Partie, und noch zeigte er auch in Leipzig eine sehr gute Leistung. Lazaro war an vielen Aktionen seiner Mannschaft beteiligt (zwei Torschussvorlagen) und bereitete zwei Treffer direkt vor.

Auch Stefan Ilsanker zeigte trotz der Niederlage eine gute Partie. Mit 111 Ballkontakten hatte er hinter Kollege Diego Demme die zweitmeisten im gesamten Spiel. Zudem kam er auf eine starke Passquote von 91 Prozent. Zusätzlich konnte er gleich fünfmal den Ball erobern.

Konrad Laimer kam nicht zum Einsatz. Genau wie Marcel Sabitzer, der weiterhin an einer Verletzung laboriert.

 

Werder Bremen 2:2 FSV Mainz 05

Es war der Spieltag der Last-Minute-Treffer. Auch Werder Bremen konnte dabei eine 2:0-Führung nicht über die Zeit bringen und musste in der Nachspielzeit den Mainzer Ausgleich durch Fabian Frei hinnehmen. Zuvor brachten zwei Treffer von Philipp Bargfrede (2.) und Ishak Belfodil (17.) die Hanseaten in Front. Danach war Bremen aber viel zu passiv und zeigte das vielleicht schwächste Heimspiel unter Trainer Florian Kohfeldt. Den zwischenzeitlichen Anschluss für die Mainzer erzielte Robin Quaison (70.).

Florian Kainz stand erneut in der Anfangself, und zeigte bis zu seiner Auswechslung in 76. Minute eine ordentliche Leistung – er gab vier Torschüsse ab und bereitete einen weiteren vor. Zlatko Junuzovic fehlte aufgrund von Wadenproblemen. Auch der Mainzer Karim Onisiwo ist weiterhin verletzt.

 

Eintracht Frankfurt 2:2 Schalke 04

Wieder war es der Brasilianer Naldo, der seiner Mannschaft mit einem späten Tor einen Punkt sicherte. In der packenden Schlussphase erzielte erst der eingewechselte Breel Embolo (82.) den Anschlusstreffer, dann traf Naldo Sekunden vor dem Ende (90.+5). Luka Jovic hatte die Eintracht nach nur 61 Sekunden in Führung gebracht, der eingewechselte Sebastien Haller (65.) mit einem Hackentor legte nach.

Guido Burgstaller zeigte – wie eigentlich immer – eine sehr engagierte Partie. Seine Vorlage zum 1:2 war bereits sein zehnter Scorerpunkt in dieser Hinserie. Außerdem gewann er vier Kopfballduelle, hatte zwei klärende Aktionen und schoss zweimal auf das Tor. Alessandro Schöpf gab sein Comeback in der Startelf der Schalker. Die fehlende Spielpraxis war ihm nach seiner langen verletzungsbedingten Abstinenz aber anzumerken. Trotzdem lief er wieder fast zwölf Kilometer, gab einen Torschuss ab und bereitete einen weiteren vor. Schöpf kassierte eine Gelbe Karte und wurde in der 81. Minute ausgewechselt.

Und außerdem:

Eingewechselt: David Alaba wurde beim glanzlosen 1:0-Auswärtserfolg der Bayern bei VfB Stuttgart in der 84. Minute eingewechselt.

Nicht gespielt: Julian Baumgartlinger (im Kader, aber gegen Hannover nicht eingewechselt). Martin Harnik (Magen-Darm-Infekt)