Die richtig großen Transfers wird’s wohl erst nach der Europameisterschaft geben, aber schon jetzt gibt es Tag für Tag interessante Übertritte, die die Weichen... Transferupdate: Hulk, Mané, Doumbia und Co. – der völlig verrückte Transferdienstag!

Hulk_abseits.atDie richtig großen Transfers wird’s wohl erst nach der Europameisterschaft geben, aber schon jetzt gibt es Tag für Tag interessante Übertritte, die die Weichen für die neue Saison stellen. Diese Transfers  gingen in den letzten Tagen über die Bühne.

Breel Embolo

ST, 19, SUI/CMR | FC Basel – > FC Schalke 04

Breel Donald Embolo, seit Februar gerademal 19 Jahre alt, entschied sich gegen die englische Premier League und für Gelsenkirchen. Der Angreifer des FC Basel wird seinen nächsten Schritt auf Schalke machen und unterzeichnete beim Fünften der abgelaufenen Bundesligasaison einen Fünfjahresvertrag. Schalke legte für den 13-fachen Saisontorschützen 27 Millionen Euro auf den Tisch. Nach Naldo und Leipertz ist Embolo der dritte Neue bei den Königsblauen. Der 19-Jährige ist hiermit nach Granit Xhaka, der wenige Wochen zuvor um 45 Millionen Euro zu Arsenal wechselte, der zweitteuerste Schweizer Fußballer der Geschichte und deutlich teurer als beispielsweise Gökhan Inler, Stephan Lichtsteiner oder Xherdan Shaqiri.

Jeffrey Bruma

IV, 24, NED | PSV Eindhoven – > VfL Wolfsburg

Einen ebenfalls teuren Transfer vermeldet der VfL Wolfsburg. Die Wölfe verpflichten den niederländischen Teamverteidiger Jeffrey Bruma um 11,5 Millionen Euro für fünf Jahre. Bruma war zuletzt drei Jahre lang Stammspieler bei PSV Eindhoven, spielte aber bereits in jungen Jahren in der deutschen Bundesliga. Beim Hamburger SV kickte der 24-Jährige zwei Jahre lang auf Leihbasis. Wolfsburg gab damit bereits 38 Millionen Euro für neue Kicker aus. Bisher kamen neben Bruma auch noch Gerhardt, Brekalo, Osimhen und Didavi – zudem wurde Guilavogui fix an den Verein gebunden.

Seydou Doumbia

ST, 28, CIV | AS Roma – > FC Basel (leihweise)

Auf der Suche nach einem Ersatzmann für den nach Deutschland abgewanderten Breel Embolo wurde der FC Basel in Rom fündig. Der 28-jährige Ivorer Seydou Doumbia, ehemals Schweizer Schützenkönig für die Young Boys Bern, wird von der AS Roma nun bereits zum dritten Mal verliehen. Bei der Roma setzte sich Doumbia nicht durch, danach spielte er ein gutes Halbjahr bei ZSKA Moskau und schließlich ein katastrophales bei Newcastle United – Abstieg inklusive! Der 34-fache Nationalspieler wird nun zumindest eine Saison beim FC Basel verbringen, der vorerst 1,5 Millionen Euro Leihgebühr für Doumbia bezahlte, aber auch eine Kaufoption besitzt.

Philipp Hosiner

ST, 27, AUT | Stade Rennes – > Union Berlin

Auch ein ehemaliger österreichischer Schützenkönig hat einen neuen Verein: Philipp Hosiner, zuletzt an Peter Stögers 1.FC Köln ausgeliehen, wechselt nun fix nach Berlin. Beim Zweitligisten Union Berlin erhielt „Hosi“ einen Dreijahresvertrag. Für Stade Rennes war er nur in 13 Spielen zum Einsatz gekommen und hatte lediglich ein Tor erzielt. Beim Kultverein aus Köpenick ist Hosiner der fünfte Neue und soll hauptsächlich den Abgang des Torjägers Bobby Wood vergessen machen. Der 23-jährige US-Boy unterschrieb vor wenigen Wochen beim HSV.

Sadio Mané

LA, 24, SEN | FC Southampton – > FC Liverpool

Der zweitspektakulärsten Transfers des gestrigen Dienstags betrifft den Ex-Salzburger Sadio Mané. Der 24-jährige Senegalese kehrt Southampton nach nicht ganz zwei Jahren, 75 Spiele, 25 Toren und 14 Assists den Rücken und wechselt zu Jürgen Klopps FC Liverpool. Die Saints erhalten 41 Millionen Euro für den senegalesischen Teamspieler, müssen allerdings knapp acht Millionen an Salzburg weiterzahlen. Natürlich unterschrieb Mané, der nun der teuerste Spieler ist, der je in der österreichischen Bundesliga kickte, einen Vertrag bis 2021 – also die höchstmögliche Vertragsdauer.

Hulk

RA, 29, BRA | Zenit St.Petersburg – > Shanghai SIPG

Und wenn man glaubt es geht nicht mehr (teurer), kommen von irgendwo Chinesen her! Der Shanghai SIPG FC bezahlte unglaubliche 58 Millionen Euro und verpflichtete den Brasilianer Hulk, der damit zum zweiten Mal in seiner Karriere in Asien spielt. Beim vom Schweden Sven-Göran Eriksson trainierten Klub spielen bereits internationale Teamspieler wie etwa Asamoah Gyan, allerdings blieb das große Stareinkaufen bei SIPG im vergangenen Winter aus. Aktuell liegt der Klub ohne echte Titelchancen auf dem vierten Platz der chinesischen Super League. Hulk ist nicht nur der Spieler mit der höchsten Ablösesumme in der chinesischen Super-League-Geschichte, sondern auch der Bestverdiener im Reich der Mitte. Die Zahlen variieren, aber sicher ist, dass Hulk pro Jahr zwischen 15 und 20 Millionen Euro verdienen wird.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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