Während weite Teile Fußballeuropas im Winterschlaf liegen und bald die Vorbereitungen auf die Rückrunde beginnen, ist die Saison in einigen Ländern bereits beendet und... Überblick: Die Entscheidungen in den Kalenderjahrligen 2017 – Teil 2

Während weite Teile Fußballeuropas im Winterschlaf liegen und bald die Vorbereitungen auf die Rückrunde beginnen, ist die Saison in einigen Ländern bereits beendet und alle Entscheidungen über Titel und Abstieg sind gefallen. Abseits.at blickt in jene Ligen, die dem Prinzip der Kalendermeisterschaft folgen.

Irland – Premier Division

Cork City krönte sich zum dritten Mal nach 1993 und 2005 zum irischen Meister. Damit entthronte man Titelverteidiger Dundalk, der die Saison mit sieben Punkten weniger auf dem Konto beendete.

Ebenso wie Dundalk, werden 2018 auch die Shamrock Rovers in der Europa-League-Qualifikation antreten, dazu berechtigt der dritte Tabellenplatz. Und weil Cork den FAI-Cup gewann, kommt auch das viertplatzierte Derry City zu internationalen Ehren.

Abgestiegen in die First Division sind Galway United, Finn Harps und Drogheda United. Weil die Premier Division von zwölf auf zehn Vereine reduziert wird, schaffte im Gegenzug nur Waterford  den Aufstieg.

Meister: Cork City
Europa-League-Qualifikation: Dundalk, Shamrock Rovers, Derry City
Cupsieger: Cork City
Absteiger: Galway United, Finn Harps, Drogheda United
Aufsteiger: Waterford
Torschützenkönig: Seán Maguire (20 Tore/Cork City/Irland)

 

 

Litauen – A Lyga

Sūduva Marijampolė schrieb litauische Fußballgeschichte und krönte sich erstmalig zum Meister des baltischen Landes. Dahinter kamen Žalgiris Vilnius und Trakai ins Ziel, die im nächsten Sommer die Europa-League-Qualifikation in Angriff nehmen werden.

Eine turbulente Saison erlebte der FC Stumbras. Weil man in der Achter-Liga nicht über den vorletzten Platz hinauskam, musste man in der Relegation gegen Banga antreten, welche souverän gemeistert wurde. Zudem gewann Stumbras erstmals den litauischen Cup und wird 2018 sein Debüt auf der internationalen Bühne geben.

Somit stieg mit Žalgiris Kaunas nur eine Mannschaft in die I Lyga ab. Den Aufstieg aus ebendieser  schaffte der FK Palanga.

Meister: Sūduva Marijampolė
Europa-League-Qualifikation: Žalgiris Vilnius, Trakai, Stumbras
Cupsieger: Stumbras
Absteiger: Žalgiris Kaunas
Aufsteiger: Palanga
Torschützenkönig: Darvydas Šernas (18 Tore/Žalgiris/Litauen)

 

 

Lettland – Virslīga

Dem erst 2007 gegründeten Spartaks Jūrmala gelang es, den lettischen Meistertitel zu verteidigen. Jeweils neun Punkte nahm Jūrmala dem FK Liepāja und dem FC Riga ab, die im Sommer in der Europa-League-Qualifikation antreten werden. Weil Liepāja den Cup gewann, spielt auch das viertplatzierte Ventspils international.

Einen sportlichen Absteiger aus der Virslīga gab es diesmal nicht. Babīte wurde wegen Spielbetrugs aus der Meisterschaft aufgeschlossen, während sich der Tabellenvorletzte METTA/LU in der Relegation gegen AFA Olaine durchsetzte. Als Meister der zweiten Liga stieg Grobiņas SC ins litauische Fußballoberhaus auf.

Meister: Spartaks Jūrmala
Europa-League-Qualifikation: Liepāja, Riga, Ventspils
Cupsieger: Liepāja
Absteiger: Babīte (Ausschluss)
Aufsteiger: Grobiņas
Torschützenkönig: Yevgeni Kozlov (13 Tore/Jūrmala/Russland)

 

 

Estland – Meistriliiga

Mit 90 Punkten aus 36 Spielen krönte sich Flora Tallinn in souveräner Manier zum elften Mal zum estnischen Meister. Sechs Punkte dahinter beendete Levadia Tallinn die Saison, sechs weitere Zähler fehlten Nõmme Kalju auf den Spitzenreiter.

Jene 36 Punkte, die Sillamäe Kalev erzielte, hätten eigentlich zum Klassenerhalt gereicht, doch aufgrund finanzieller Probleme wurde die Lizenz entzogen, was den Abstieg in die zweiklassige Esiliiga nach sich zieht.

Davon profitierte Vaprus, das nur acht Punkte erzielte und eigentlich direkt absteigen hätte müssen, dank der wirtschaftlichen Probleme der Konkurrenz jedoch auf den Relegationsplatz vorgereiht wurde. Doch damit nicht genug, weil Levadia Tallinn und FCI Tallinn fusionierten, wurde ein Platz in der Meistriliiga frei, sodass die Relegation entfiel.

In der zweitklassigen Esiliiga durften sich mit Maardu Linnameeskond und Tallinna Kalev folglich zwei Mannschaften über den direkten Aufstieg freuen.

Meister: Flora Tallinn
Europa-League-Qualifikation: Levadia Tallinn, Nõmme Kalju
Cupsieger: Viertelfinale im April 2018
Absteiger: Sillamäe Kalev (Lizenz)
Aufsteiger: Maardu Linnameeskond, Tallinna Kalev
Torschützenkönig: Albert Prosa (27 Tore/FCI Tallinn/Estland) und Rauno Sappinen (27 Tore/Flora Tallinn/Estland)

OoK_PS, abseits.at

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