Wenn ein Fußballspieler von einem der großen Teams wechselt, raschelt es zumeist nicht nur im Blätterwald, sondern auch vor dem Mikrofon – außer, sie... Abseitsverdächtig | Keine „depperte Frage“

Wenn ein Fußballspieler von einem der großen Teams wechselt, raschelt es zumeist nicht nur im Blätterwald, sondern auch vor dem Mikrofon – außer, sie schauen ORF.

Am vergangenen Freitag war im Kurier Folgendes zu lesen: „Mit dem Management von Florian Klein müssen nur noch letzte Vertragsdetails geklärt werden. Der zehnfache Teamspieler kann die Austria im Sommer ablösefrei verlassen.“ Am Sonntag hörte sich das Ganze bei Sky so an: „Ich kann den Wechsel nach Salzburg nicht bestätigen. Es ist nicht so, dass ich kurz vor einer Unterschrift stehe. Mit solchen Dingen muss man aufpassen.“ Am Montag war nach einem Anruf beim Manager des Nationalspielers, Max Hagmayr, zu hören, dass die Öffentlichkeit erst dann informiert werden würde, so es etwas Konkretes zu vermelden gebe.

Staatsfunkignoranz

Passenderweise hatte, nach dem Kurier-Artikel des über Red Bull Salzburg gemeinhin wohl informierten Stephan Blumenschein, Florian Klein in 76. Minute im Derby auch noch eine Riesenchance, eine der wenigen in dem Match. Vermutlich hätte er dasselbe wie auf Sky gesagt oder ein Statement, wie es Hagmayr gegenüber abseits.at gab. Nichts ist fix und so weiter und sofort. Aber gar nicht zu fragen?

Ein Blick über die Grenzen

Als im März von Werder Bremen umgehend dementierte Gerüchte auftauchten, dass Stürmer-Star Claudio Pizarro bereits einen Zweijahresvertrag bei den großen Bayern zur Unterschrift vorliegen hat, war die Aufregung groß. Sport1, Focus, Bild, der Doppelpass und sonstige Medien berichteten über den möglichen Wechsel des Spielers, dessen Vertrag im Juni ausläuft – wie jener von Klein. Bayern ist Meisterschaftsfavorit – wie Red Bull Salzburg. Werder ist Europacup-Anwärter – wie die Wiener Austria! Vergleiche hinken im Allgemeinen, dieser passt wie die Faust aufs Auge.

Informationsauftrag

Florian Klein ist „eh nur“ bei einem der erfolgreichsten Klubs des Landes angestellt und wird möglicherweise zur Konkurrenz wechseln, ist darüber hinaus noch aktueller Nationalspieler. Zwar wird die Frage nach seiner Zukunft In einem Flashinterview nach dem Spiel eher nicht zufriedenstellend beantwortet werden, aber Fragen kostet nichts. Der ORF ignoriert schlichtweg das Stiefkind Ligafußball zusehends. Ein Beispiel? Am Montag wurden lieber die letzten sechs, sieben Minuten der Eishockey B-WM gezeigt. Das heimische Nationalteam führte zu dem Zeitpunkt gegen Großbritannien mit 7:3…Das Spiel war entschieden, Großartiges konnte nicht mehr geschehen und ist auch nicht passiert. Die Eingangschoreographien der trotz des Sauwetters anwesenden 6.200 Linzer Fans beim Derby, der aufgrund der Geschichte der letzten 15 Jahre wohl zweitgrößten Stadtrivalität in Österreich, wurden ignoriert.

Fragezeichen hinter der Zukunft des Fußballs im ORF?

Ignoriert der Staatsfunk absichtlich den Fußball? Immerhin ist der Fernsehplatz am Sonntag ein sehr guter (wenn nicht gerade skigefahren wird) und zum Kick gehört eben auch schon lange nicht mehr nur das, was am Rasen dargeboten wird. An die mangelnde taktische Analyse und die Abwesenheit von unangenehmen Fragen hat sich der Zuschauer vor dem TV-Gerät ohnehin schon gewöhnt. Dass aber das gesamte Trara rund um den Fußball nun auch ignoriert wird, mutet komisch an. Vielleicht bereitet sich der ORF auch auf einen baldigen Rückzug aus dem Ligaalltag vor und lässt es einfach schon präventiv sein. Immerhin gibt es mit ATV, Puls4 und ServusTV sowie dem Exklusivrechte-Halter Sky einige Konkurrenten in diesem Geschäft.

„Des is de nächste depperte Frog“

Vor gut sieben Jahren gab Sturm-Spieler Günther Neukirchner bei Premiere sein legendäres Interview. Gerhard Krabath avancierte zum YouTube-Star. Ein Interview kann um die Welt gehen oder schlichtweg dazu dienen, einen Spieler auf seine Zukunft anzusprechen, da es die Aktualität gebietet. Der ORF ist gut beraten, wenigstens ein Minimum an Information zu transportieren und dazu gehört nun einmal auch, dass man wichtige Spieler wichtiger Mannschaften befragt – selbst wenn die Antwort ein „Nix ist fix“ ist.

Georg Sander, abseits.at

Georg Sander

  • Karl

    18.April.2012 #1 Author

    äußerst seltsamer artikel. die orf-fußball problematik ist ja seit langem bekannt und wurde/wird von euch als solches auch sehr oft kritisch aufgegriffen. Aber dieser artikel wird dieser problematik nicht einmal im ansatz gerecht. Leider entspricht dieser Artikel nicht dem sonstigen Niveau Ihres schreibtechnischen Könnens.

    Die Problematik aber bitte weiterhin aufgreifen. Auch die gestrige CL-Übertragung mit einem Dr. Polzer, dem Prohaska Schneck und dem immer mehr zum Frühpensionisten mutierenden Pariasek, war eine Schande für den ORF. Ich meine zu behaupten, dass alle abseits.at-Leser eine bessere Moderation geshaft hätten, als dies Schneck und Pariasek taten.

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  • Alex

    18.April.2012 #2 Author

    Also das ist wirklich einer der schlechtesten Artikel, die ich jemals gelesen habe. Was man damit jeztz genau mitteilen will bleibt unklar. Dazu sind die verwendeten Satzkonstruktionen leider ein Graus.

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  • Abc123

    18.April.2012 #3 Author

    Dass ihr gerne Kritik am ORF übt, habt ihr schon einige Male unter Beweis gestellt, was auch gut ist, da der ORF meiner Meinung nach seit Jahren bei Sportsendungen nicht annehmbar ist. Dieser Artikel ist allerdings schlicht und ergreifend ein Scherz. Was genau möchte uns der Autor mit diesem Artikel sagen? Nach zweimaligen lesen habe ich dies immer noch nicht herauslesen können, den Kommentaren unter mir zu folge, liegt der Fehler wohl nicht auf meiner Seite, was mich dazu veranlasst hat diesen Kommentar zu verfassen. Bitte haltet das gute Niveau eurer Artikel und veröffentlicht nicht alles, was ihr geschickt bekommt.

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    • Gast

      18.April.2012 #4 Author

       Flogende Passage ist besonders verwirrend:

      „Passenderweise hatte, nach dem Kurier-Artikel
      des über Red Bull Salzburg gemeinhin wohl informierten Stephan
      Blumenschein, Florian Klein in 76. Minute im Derby auch noch eine
      Riesenchance, eine der wenigen in dem Match. Vermutlich hätte er
      dasselbe wie auf Sky gesagt oder ein Statement, wie es Hagmayr gegenüber
      abseits.at gab.“

      was will man damit sagen??

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  • Martinsturm

    18.April.2012 #5 Author

    bitte, lieber herr sander, machen sie, was sie wollen, aber lassen sie das internet in frieden!!!!!!

    lieber gott, was habe ich getan, dass ich so einen artikel zu gesicht bekam?

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  • Hagbard

    19.April.2012 #6 Author

    Ich kann die Problematik mit den ORF-Sportübertragungen gut nachvollziehen.
    Aber so viele Themen (Klein, ORF, Analyse, etc.) sind einfach viel zu viel.

    Weiters würde es mich als Eishockeyfan (der ich auch bin) stören, wenn der ORF ein WM-Spiel vorzeitig beendet nur um den Einmarsch zweier Mannschaften eines (zugegebenermaßen ein interessantes) Zweitligaspiel zu senden. 

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