In dieser Serie beleuchten wir die größten „Missverständnisse“, in Form von Fehlkäufen von ausgewählten, österreichischen Bundesligaklubs in den letzten zehn Jahren. Welche Legionäre erfüllten... Flop-Legionäre (9): FK Austria Wien, Teil 1 von 4

In dieser Serie beleuchten wir die größten „Missverständnisse“, in Form von Fehlkäufen von ausgewählten, österreichischen Bundesligaklubs in den letzten zehn Jahren. Welche Legionäre erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen nicht? Wer waren die teuren Flops?

In den nächsten Teilen geht es um die Wiener Austria, die in den letzten zehn Jahren zahlreiche Fehlkäufe aus dem Ausland verbuchen musste. Manche davon waren solche, von denen man von Haus aus nicht viel erwarten durfte, andere aber hätten eigentlich echte Königstransfers werden sollen, die aber schlussendlich auch floppten.

Dare Vrsic

Als der Slowene Dare Vrsic im Sommer 2012 von Olimpija Ljubljana zur Wiener Austria wechselte, war er slowenischer Torschützenkönig und galt zudem als der beste Spieler der slowenischen Liga. Für den Freistoßspezialisten legten die Veilchen damals eine halbe Million Euro auf den Tisch. Vrsic sollte nur eineinhalb Jahre Austrianer sein, ehe er ablösefrei zu Maribor wechselte. Der Spielmacher bestritt für die Austria nur 19 Spiele, erzielte keinen einzigen Treffer, bereitete gerade einmal vier vor und floppte somit auf der ganzen Linie. Die Freude am Fußballspielen hat Vrsic damit aber nicht verloren: Später war er über vier Jahre lang Stammspieler in Maribor, kickte zwei Jahre erfolgreich für Koper und spielt seit vergangenem Sommer für den Zweitligisten Triglav Kranj, wo er mit seinen 37 Jahren immer noch Stammspieler ist.

Ivan Kardum

Mit dem Kroaten Ivan Kardum verpflichtete die Austria im Winter 2011 den Stammtorhüter des NK Osijek. 300.000 Euro war den Favoritnern dieser Transfer wert. Kardum brachte es am Ende aber nur auf zwei Einsätze im ÖFB-Cup – einmal gegen Dornbirn und einmal bei der Cup-Schlappe 2013 in Kalsdorf. In diesen beiden Partien kassierte er vier Gegentreffer. Auch wenn immer wieder manche Fans seinen Einsatz forderten, kam Kardum also nicht einmal auf eine einzige Bundesligapartie und verließ die Austria nach zweieinhalb Jahren wieder. Zunächst wechselte er zurück nach Kroatien zu Slaven Belupo und im Frühjahr 2016 schließlich nach Litauen zu Suduva Marijampole, wo er seitdem Stammkeeper ist und 185 Partien bestritt.

Patrizio Stronati

Für den italienisch-stämmigen Tschechen Patrizio Stronati bezahlte die Austria im Jänner 2015 stolze 800.000 Euro an den tschechischen Klub Banik Ostrava. Auf mehr als 26 Spiele in zweieinhalb Saisonen kam der heute 26-Jährige aber nicht. Zwischenzeitlich war er zudem eineinhalb Jahre an Mlada Boleslav verliehen. Im Sommer 2018 verließ der Tscheche die Austria ablösefrei und kehrte zu seinem Stammklub nach Ostrau zurück, wo er drei Jahre lang Stammspieler war. Vor Beginn der neuen Saison verschlug es ihn nach Ungarn, wo er ebenfalls Stammspieler bei der Puskás Akadémia ist.

Ronivaldo

Einer der größten Pechvögel der jüngeren Austria-Vergangenheit ist der spätere, zweifache Zweitligaschützenkönig Ronivaldo, der im Jänner 2015 aus Kapfenberg kam. Zweieinhalb Jahre stand der Brasilianer im Kader der Veilchen, doch zu einem Einsatz reichte es wegen einer Schambeinentzündung, die ihn dauerhaft zum Zusehen zwang, nicht. Im Sommer 2017 wechselte Ronivaldo zu Austria Lustenau und kaum jemand dachte, dass der Stürmer noch einmal zurückkommen könnte. Doch er bewies allen Skeptikern das Gegenteil und traf in 87 Spielen für die Vorarlberger 72-mal. Seit Sommer 2020 kickt Ronivaldo für Wacker Innsbruck und schrieb auch für die Tiroler in 43 Spielen bereits 19-mal an.

Ognjen Vukojevic

Der 54-fache kroatische Teamspieler Ognjen Vukojevic war im Sommer 2015 wohl als Königstransfer der Austria zu bezeichnen. Der defensive Mittelfeldspieler kam von Dynamo Kiev, spielte davor schon erfolgreich für Dinamo Zagreb und Spartak Moskau und sollte eine Bank im Sechserraum der Austria werden. Vukojevic blieb zwei Jahre in Wien, bestritt nur 31 Spiele, war eher ein tempoarmer Unsicherheitsfaktor, als ein Stabilisator und beendete unmittelbar nach Ende seines Austria-Engagements seine Karriere.

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Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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