Wir sind maximal acht Jahre zurückgegangen und haben uns angesehen, was die Ex-Kicker der Bundesligisten – vorwiegend die Legionäre – heute machen. In einem... Leonardo, Zárate & Co. – das machen die Ex-Salzburg-Kicker heute! (3)

Wir sind maximal acht Jahre zurückgegangen und haben uns angesehen, was die Ex-Kicker der Bundesligisten – vorwiegend die Legionäre – heute machen. In einem Dreiteiler widmen wir uns Red Bull Salzburg, bei denen naturgemäß eine höhere Fluktuation im Kader vorherrscht. Die heutigen Stars, wie etwa Mané oder Keita, lassen wir außen vor – stattdessen widmen wir uns den Spielern, die nach ihrer Salzburg-Zeit ein wenig vom Radar verschwanden. Wir kommen heute zum dritten Teil unserer Serie.

Dusan Svento

Fünf Jahre lang kickte Dusan Svento für die Roten Bullen – dabei erzielte der verlässliche Slowake 22 Tore und 33 Assists in 183 Partien. Später wechselte er zum 1.FC Köln, wo er noch zwei Jahre spielte und schließlich nach Tschechien zu seinem Ex-Klub Slavia Prag, wo er in zwei weiteren Saisonen kein Stammspieler mehr war. Im Jänner 2018 beendete der heute 33-jährige Svento seine Karriere und heuerte in weiterer Folge wieder in Salzburg an. Aktuell ist er Nachwuchstrainer im Klub.

Douglas da Silva

In Salzburg hatte der brasilianische Innenverteidiger Douglas da Silva aufgrund von Verletzungen einen schweren Stand. Ein Kreuzbandriss setzte ihn neun Monate außer Gefecht und gegen Ende seiner Salzburg-Zeit erlitt er einen weiteren Kreuzbandriss. Nach zwei Jahren in Salzburg wechselte er zurück nach Brasilien, wo er für Figueirense, Vasco da Gama, Joinville und Bragantino, ehe er noch einmal nach Europa zurückkehrte und ein Jahr beim tschechischen Erstligisten Mlada Boleslav verbrachte. Im Jänner 2018 wechselte er zum brasilianischen Regionalligisten Brusque, wo der 35-Jährige auch heute noch spielt.

Joaquin Boghossian

Der uruguayische Stürmer Joaquin Boghossian war einer der größten Transferirrtümer in der Red-Bull-Ära. Der heute 31-Jährige kam im Sommer 2010 um drei Millionen Euro von Cerro, erzielte aber nur zwei Tore in 27 Partien für die Bullen. Danach kickte er wieder in Montevideo für Nacional, dann in Belgien bei Cercle Brügge und ab 2013 dauerhaft in Südamerika. In Argentinien spielte er für Arsenal Sarandi, Quilmes und Sarmiento, in Uruguay für Cerro und Defensor, sowie in Peru für Sport Huancayo. Richtig überzeugen konnte der 197cm-Mann aber nirgendwo. Die laufende Kalenderjahrsaison 2019 verbringt er wieder in seiner uruguayischen Heimat, wo er bei Plaza Colonia unterkam, aber erst einen Treffer in elf Partien erzielte.

David Mendes da Silva

Bereits vor zwei Jahren beendete der siebenfache niederländische Teamspieler David Mendes da Silva seine Karriere. In Salzburg zeigte er zwar immer wieder tolle Ansätze, wurde aber von zahlreichen Verletzungen schwer mitgenommen. Nach seiner Salzburg-Zeit spielte er zunächst knappe 2 ½ Jahre für Panathinaikos, dann ein weiteres Jahr für seinen Stammverein Sparta Rotterdam. Zwischenzeitlich war er auch noch zusätzlich Co-Trainer beim griechischen Traditionsverein.

Rasmus Lindgren

Der einstige Salzburg-Flop Rasmus Lindgren ist heute noch immer aktiv. Der mittlerweile 34-jährige Sechser spielt seit drei Jahren für den schwedischen Klub BK Häcken, wo er weiterhin Stammspieler ist. Unmittelbar nach seiner für ihn persönlich äußerst erfolglosen Salzburg-Zeit spielte der Schwede knapp drei Jahre für den FC Groningen und war auch dort auf Anhieb Stammspieler.

Gonzalo Zárate

Auch der phasenweise in Salzburg sehr starke Argentinier Gonzalo Zárate ist noch aktiv. Der Offensivspieler wechselte nach seinem Engagement in der Mozartstadt zurück in die Schweiz und kickte für die Young Boys Bern, den FC Thun, Vaduz und Lausanne. Im Sommer 2018 unterzeichnete er einen Zweijahresvertrag in Zypern. Für Enosis Neon Paralimni bestritt Zárate 23 Partien und erzielte einen Treffer. Sein Team schaffte den Klassenerhalt äußerst knapp und nur dank der besseren Tordifferenz im Vergleich zur Konkurrenz.

Leonardo de Vitor

Der Brasilianer Leonardo war wohl eines der größten Enfant teribles der Red-Bull-Ära. Vom offensiven Mittelfeldspieler konnte man geniale Partien, ebenso wie lustloses Gekicke haben und seine zehn Tore und elf Assists in 49 Partien für die Bullen entsprachen seinem eigentlichen Potential nicht. Nach seiner Salzburg-Zeit spielte Leonardo für Ferencvaros – übrigens wieder unter Trainer Ricardo Muniz –  1860 München, die Newcastle Jets in Australien und am Ende seiner Karriere für den FC Eindhoven. Nirgendwo mit durchschlagendem Erfolg. Vor zwei Jahren beendete er seine aktive Karriere.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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