Am 22.Juli beginnt die neue Saison in der österreichischen Bundesliga. Wir wagen einen Ausblick für jeden der zehn teilnehmenden Vereine. Der SV Mattersburg verstärkte... Saisonvorschau 2017/18: Mattersburg stark genug für den Klassenerhalt

_SV Mattersburg Wappen Stripes

Am 22.Juli beginnt die neue Saison in der österreichischen Bundesliga. Wir wagen einen Ausblick für jeden der zehn teilnehmenden Vereine.

Der SV Mattersburg verstärkte sich letzten Winter sehr gezielt und spielte dann ein tolles Frühjahr, wodurch der Abstiegskampf schon früh vermieden wurde. Am Ende schaute Platz 7 heraus.

Zugänge: Renner (Blau-Weiß Linz), Sittsam (Wiener Neustadt), Gruber (Sturm Graz), Hart (SV Ried), Okugawa, Prevljak (Liefering)
Abgänge: Farkas (RB Salzburg), Röcher (Sturm Graz), Atanga (zurück zu RB Salzburg), Maksimenko (Termalica), Sprangler (Hartberg), Lovric (Austria Lustenau), Templ (Blau-Weiß Linz), Ibser (Ebreichsdorf), Doleschal, Rosenstingl

Torhüter

Markus Kuster gehört zu den besten Torhütern der österreichischen Bundesliga und wird wohl seine letzte Saison in Mattersburg spielen. Schon mehrmals wollten größere Klubs den 23-Jährigen verpflichten. Sein Backup Markus Böcskör wird keine Spiele bekommen, sofern Kuster gesund bleibt und auch für die Mattersburger wäre es eine klare Schwächung, wenn der Zweier ran müsste.

7

Verteidigung

Fast alles beim Alten in Mattersburg: Patrick Farkas verlässt die Burgenländer in Richtung Salzburg, für ihn kommt mit Florian Hart ein gleichwertiger, wenn nicht sogar stärkerer Ersatzmann. Maksimenko verlässt die Mattersburger ebenfalls. Die Schwächen des SVM liegen hier vor allem links und auf der Position innen neben Kapitän Malic. Letzte Saison war die Defensive aber aufgrund ihrer Kampfkraft recht stabil und daran wird sich auch kommende Saison nichts ändern – auch wenn die spielerischen Defizite weiterhin gegeben sind.

5

Zentrales Mittelfeld

Taktgeber ist auch kommende Saison Jano, unterstützt von Erhardt, Seidl oder Neuverpflichtung Sittsam. Perlak wird keine große Rolle mehr spielen, stattdessen wird wohl eher Ertlthaler einen Schritt nach vorne machen. Insgesamt ist das zentrale Mittelfeld der Mattersburger nicht aufregend und droht ideenlos zu werden, vor allem wenn Jano ausfallen sollte.

4

Flügel

Mit Röcher und Atanga verliert Mattersburg im Sommer zwei absolute Topleute. Diese Abgänge zu kompensieren wird fast unmöglich sein. Gruber kann Röcher nicht ersetzen und auch Okugawa wird wohl ein wenig brauchen, bis er sich an den schnelleren Bundesliga-Fußball gewöhnt. Die rechte Offensivseite ist ohnehin verwaist und könnte – so kein Neuer mehr kommt – eigentlich nur von Höller besetzt werden. Klare Schwächung im Vergleich zur Saison, zu wenig Breite und Variabilität. Am meisten darf man sich über die gesamte Saison wohl noch von Okugawa erwarten.

4

Angriff

Im Sturm verfügt der SVM gleich über mehrere „Maschinen“, die nur schwer in den Griff zu bekommen sind. Der „Major“ Stefan Maierhofer wird auch nächste Saison so manchem Verteidiger Probleme bereiten, gleiches gilt für Patrick Bürger. Barnabas Varga spielte in der Burgenlandliga eine gute Saison und könnte wieder in den erweiterten Kreis der Alternativen aufrücken, Marcus Pink dürfte einen weiteren Schritt zurück machen. Einen guten Leihtransfer tätigte Mattersburg allerdings mit Smail Prevljak, der nach seinem Kreuzbandriss nun wieder voll fit ist und den Angriff des SVM definitiv beleben wird.

6

Kollektiv

Das Zusammenfügen der neuen Mannschaft wird für Trainer Gerald Baumgartner nicht leicht. Beim SVM gab es zwar nicht so viele Transfers wie bei anderen Mannschaften, aber es waren teilweise sehr wichtige Spieler, die die Burgenländer verließen. Das Team wird weiter verjüngt und könnte Anlaufschwierigkeiten haben. So richtig zueinanderfinden wird die Mannschaft des Vorjahressiebten wohl wieder erst im Frühjahr.

5

Gesamtwertung und Ausblick

Normalerweise sollte Mattersburg nicht in den Abstiegsstrudel gelangen. Auch wenn wichtige Spieler gingen: Die Qualität, die vor allem durch die Leihgeschäfte mit Liefering nachkommt, sollte hoch genug sein, um erneut das gesicherte Mittelfeld anzupeilen. Auch die traditionelle Heimstärke spricht für die Burgenländer, die im letzten Jahr allgemein an Spielkultur gewannen und das „Haudrauf-Spiel“ nach und nach abstellten.

5

Endplatzierung: Platz 6 bis 9 – nach oben geht wohl nichts, für ganz unten ist das Team zu gut

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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