Nach dem 2:1-Auswärtssieg in Pasching gegen den LASK ist der SK Rapid nun bereits seit 12 Pflichtspielen unbesiegt. Wir haben die Spieler beider Mannschaften... Strebinger als Rapids Matchwinner, Berisha mit bisher bester Partie

Nach dem 2:1-Auswärtssieg in Pasching gegen den LASK ist der SK Rapid nun bereits seit 12 Pflichtspielen unbesiegt. Wir haben die Spieler beider Mannschaften im Detail bewertet.

Notenschlüssel:
1 = sehr schwach
10 = sehr stark
0 = zu kurz eingesetzt

LASK

Pavao Pervan 3

Zwei Bälle kamen auf sein Tor, beide waren drin. Zu halten gab es für den sonst so sicheren LASK-Goalie demnach nichts, aber zusätzlich sorgte er im Zuge seiner teils übermotivierten Ausflüge, die mehrfach fast ins Auge gegangen wären, für Gänsehaut bei den Zuschauern.

Reinhold Ranftl 6

Der Rechtsverteidiger war einer derer, die nach und nach besser in die Partie kamen. Gute Zweikampfwerte, kämpferisch in Ordnung, aber in der gegnerischen Hälfte zu ungenau.

Gernot Trauner 4

Fehleranfällig bei hohen Bällen, zudem nicht ideal mit Emanuel Pogatetz abgestimmt. Immer wieder unterliefen dem 25-Jährigen Stellungsfehler.

Emanuel Pogatetz 4

Stark im Zweikampf, zudem einmal in der Offensive gefährlich, dafür sehr schwache Passwerte und einige Stellungsfehler bzw. Indisponiertheiten.

Maximilian Ullmann 6

Wie Ranftl präsentierte sich auch der 21-jährige Ullmann sehr zweikampfstark und vor allem in der zweiten Halbzeit klar verbessert, aber auch bei ihm lässt die Passgenauigkeit noch zu wünschen übrig.

Philipp Wiesinger 5

Sehr umtriebig im zentralen Mittelfeld, spulte einen großen Aktionsradius ab, hatte dafür spielerisch eine sehr schwierige Partie und gewann nur 30% seiner Zweikämpfe.

Peter Michorl 5

Genau wie Wiesinger musste auch Michorl weite Wege gehen, hatte es aber aufgrund der größeren Zweikampfintensität noch schwerer. Seine Abschlüsse waren diesmal nicht gerade vom Glück begünstigt.

Thomas Goiginger 4

Umtriebig und mit mehreren Torschussvorlagen, allerdings auch sehr passunsicher und zweikampfschwach. Hatte per Kopf die große Chance auf den Ausgleich, aber wie mehrmals im Spiel ging es ihm zu schnell.

Bruno 2

Ganz schwache Partie des Linksaußen. Für den jungen Brasilianer lief die Partie einfach zu flott dahin, kaum Spielverständnis, kein vorausschauendes Spiel. Sehr viele Abspielfehler und nur 21% seiner Duelle gewonnen.

René Gartler 2

Auch vom Ex-Rapidler auf Seiten der Linzer kam einfach deutlich zu wenig. Vergab einen Sitzer und fiel ansonsten eher mit unnötigen Härteeinlagen und Kritik auf.

Mergim Berisha 5

Deutlich der gefährlichste Linzer, Torschütze zum 1:2 und auch sonst mit einigen Chancen. Einzig an seiner Zweikampfführung muss er noch intensiv arbeiten – bei statischen Duellen wirkt er manchmal nicht genau genug, tut sich hingegen leichter, wenn er mit dem Ball am Fuß läuft.

Alexander Riemann 6

Brachte viel frischen Wind und bereitete alle zehn Minuten eine Torchance für den LASK vor. Sehr konkret und schnörkellos in seinem Spiel und deutlich stärker als Bruno.

Dominik Reiter, Christian Ramsebner 0

Zu kurz eingesetzt, allerdings zeigte Reiter ebenfalls gute Ansätze.

 

SK Rapid

Richard Strebinger 8

Am Gegentor schuldlos, souverän bei Flanken, zudem reagierte er einmal gegen Gartler perfekt. Ein Garant für den grün-weißen Erfolg in Pasching.

Stephan Auer 5

Wechselhafte Partie für den Rapid-Rechtsverteidiger. Hatte in der ersten Halbzeit Bruno gut im Griff, dafür in der zweiten Halbzeit Probleme mit Riemann. Zweikampfführung und Stellungsspiel waren OK, dafür war die Passquote von nur 58% deutlich ausbaufähig.

Maximilian Hofmann 7

Starke Leistung des Rapid-Eigenbauspielers, der 12 seiner 13 Duelle gewann und immer wieder in höchster Not ausputzen konnte. Beim Gegentor sah er nicht ideal aus, insgesamt spielte er aber eine gute Partie.

Lucas Galvao 7

Nicht so passsicher wie gewohnt, dafür aber wieder mit guten Zweikampfwerten und sehr wichtig im Spielaufbau. Rettete in der Schlussphase per Kopf auf der Linie und sicherte Rapid damit den Sieg.

Boli Bolingoli 6

Äußerst aktiv und zweikampfstark, vor allem in der ersten Halbzeit mit einer Top-Leistung. In der zweiten Halbzeit wurde Bolingoli schwächer, nicht mehr konkret genug. Das Zusammenspiel auf Rapids linker Seite passte allgemein nicht mehr.

Stefan Schwab 7

Im Spiel manchmal nicht hundertprozentig sicher in seiner Entscheidungsfindung, dazu einige unnötige verlorene Zweikämpfe. Dafür erzielte er aber einen Treffer und einen Assist und bestätigte damit seinen Ruf als „Effizienzmonster“.

Thanos Petsos 6

Gewann die meisten seiner Zweikämpfe, machte eher die Defensive zu und sicherte gut ab. Er war der Grund dafür, warum Schwab sich mehrmals frei durch das zweite Drittel bewegen konnte. In der gegnerischen Hälfte muss die Präzision noch höher werden. Dennoch insgesamt ein gutes BL-Startelf-Comeback für den Griechen.

Eren Keles 4

Ambitioniert und immer wieder mit dem Versuch für einen Überraschungsmoment zu sorgen, allerdings etwas glücklos in seinen Aktionen. Spielte in der ersten Halbzeit gut, tauchte in der zweiten Spielhälfte aber komplett ab.

Thomas Murg 4

Enorm schwache Passwerte und zudem eine deutlich negative Zweikampfquote. An ihm lief das Spiel weitgehend vorbei und in 77 Minuten brachte er nur 19 Pässe zustande, von denen nur 9 an den Mann kamen. Allerdings erzielte er das 1:0 für Rapid – seine mit Abstand beste Aktion im Spiel.

Veton Berisha 7

Der Norweger absolvierte seine bisher beste Partie für Rapid und zeigte, was ihn wertvoll machen könnte. Der flinke Offensivspieler war als Linksaußen, aber auch immer wieder in der Zentrale eine gefährliche Waffe im Konterspiel und leitete das zweite Tor perfekt mit ein. In der zweiten Halbzeit hatte er dann Probleme, weil er einfach Schwächen im Eins-gegen-Eins hat und das Passspiel Rapids allgemein inkonsequenter wurde.

Giorgi Kvilitaia 2

Verlor alle seine Duelle, spielte in 70 Minuten nur 13 Pässe und kam zu keiner einzigen wirklichen Torchance. Beim 2:0 behinderte er Keeper Pervan ein wenig und womöglich sogar entscheidend, weshalb ihm die niedrigste Note erspart bleibt. Zu allem Überfluss musste er auch noch verletzungsbedingt runter.

Dejan Ljubicic, Philipp Schobesberger, Joelinton 0

Jeweils zu kurz eingesetzt. Für den meisten Wirbel sorgte natürlich Schobesberger, der beinahe im Konter alles klar gemacht hätte, vor dem Tor aber nicht kalt genug war. Joelinton hatte zudem einen sehr intensiven Kurzeinsatz: In seinen 20 Minuten plus Nachspielzeit bestritt der Brasilianer ganze elf Duelle.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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