Für gewöhnlich liefern wir euch regelmäßig ein Transferupdate aus internationalen Ligen. Da aber auch die österreichischen Klubs in den letzten Tagen nicht untätig waren,... tipp3 Bundesliga Transferupdate: Wir erklären die vielen „kleinen“ Transfers der heimischen Bundesligaklubs!

Rubin Okotie (SK Sturm Graz)Für gewöhnlich liefern wir euch regelmäßig ein Transferupdate aus internationalen Ligen. Da aber auch die österreichischen Klubs in den letzten Tagen nicht untätig waren, dürfen wir euch einige Neuverpflichtungen vorstellen, die in der kommenden Saison in der tipp3 Bundesliga spielen werden. Viele von ihnen *wieder*.

Wilfried Domoraud – > Admira Wacker Mödling

In den letzten beiden Saisonen spielte der linke Mittelfeldspieler Wilfried Domoraud in Mattersburg keine große Rolle mehr. Nun wechselt der 24-jährige Franzose mit ivorischen Wurzeln zu Toni Polsters Admira. Die Südstädter hatten auf dieser Position logischen Handlungsbedarf, weil der Tscheche Patrik Jezek seine Karriere beendete und auch der Spanier Tito freigestellt wurde und den Verein verlassen darf. Der bullige Domoraud spielt seit Anfang 2010 in Österreich und kickte davor im englischen Unterhaus bei Woking und Yeovil, sowie im „Non-League“-Bereich bei Weymouth und Weston-super-Mare.

Rubin Okotie – > FK Austria Wien

Dass Rubin Okotie nicht in Graz blieb, war wohl primär eine finanzielle Entscheidung. Dass zur richtigen Zeit ein Angebot seines Herzensklubs Austria Wien eintrudelte, ist für den 26-jährigen Offensivspieler natürlich ideal. Okotie erzielte zwischen 2007 und 2010 21 Ligatore für die Austria und konnte sich stets mit den Wiener Violetten identifizieren. Der Stürmer erhielt einen Vertrag bis Sommer 2015, was wiederum ein Indiz dafür sein könnte, dass Okotie Philipp Hosiner ersetzen wird, der den Meister voraussichtlich bald in Richtung Ausland verlassen wird.

Oliver Kragl – > SV Ried

Der bullige Deutsche Oliver Kragl wechselt für zwei Jahre ins Innviertel. Zuvor kickte der 23-Jährige in der 3.Liga für den SV Babelsberg 03 und war dort Stammspieler im linken Mittelfeld. Allerdings kann Kragl auch als linker Verteidiger eingesetzt werden, womit die SV Ried zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. In der vergangenen Saison bereiteten unter anderem die Leistungen von Linksverteidiger Andreas Schicker den Fans Kopfzerbrechen. Eine Variante mit Kragl als linker Verteidiger im eigenwilligen Rieder System ist auch aufgrund seiner guten Physis und der Tatsache, dass er kein besonders torgefährlicher Spieler ist, eine Option. Würde der Linksfuß tatsächlich auf einer offensiveren Position spielen, müsste er Marco Meilinger ersetzen – allerdings ist der gebürtige Wolfsburger ein völlig anderer Spielertyp.

Marco Djuricin – > SK Sturm Graz

Der 20-jährige Marco Djuricin, Sohn des Ex-Profis Goran Djuricin, durchlief unter anderem die Nachwuchsabteilungen von Rapid, Austria und Hertha BSC. In Berlin erzielte der junge Angreifer bereits in seinem ersten Spiel in der zweiten Bundesliga zwei Tore. Weitere gelangen ihm aber nicht und so musste der starke Techniker oft mit der Amateurmannschaft vorlieb nehmen. Auch in der Saison 2012/13 wurde Djuricin nicht wirklich glücklich: Er war an den Jahn Regensburg ausgeliehen und stieg von der 2. deutschen Bundesliga in die 3.Liga ab. Djuricin wurde mehreren österreichischen Vereinen angeboten, entschied sich aber für einen Wechsel bis Sommer 2015 zum SK Sturm. Bei den Grazern soll er am ehesten die Rolle des zu Bochum abwandernden Richard Sukuta-Pasu einnehmen.

Bernhard Janeczek – > SV Ried

Innenverteidiger Bernhard Janeczek gilt als Jungprofi mit guter Einstellung und war etwa einst im österreichischen U17-Nationalteam Kapitän. Das war er auch in der B-Elf von Borussia Mönchengladbach, wohin er 2008 aus dem Rapid-Nachwuchs wechselte. Der beidbeinige Abwehrspieler hatte jedoch keine Chance sich in der Kampfmannschaft der Gladbacher zu etablieren, auch wenn er des Öfteren mit den „Großen“ mittrainierte und auch in Tests zum Einsatz kam. Daher entschied sich Janeczek für „First-Team-Football“ und die SV Ried, wo er einen Vertrag bis 2015 mit vereinsseitiger Option auf ein Jahr Verlängerung unterschrieb.

Sandro Wieser – > SV Ried (leihweise)

Im Jänner 2012 knallte die TSG 1899 Hoffenheim eine Million Euro auf den Tisch um den damals 18-jährigen Sandro Wieser aus dem Basel-Nachwuchs loszueisen. In Hoffenheim hat Wieser nun einen Vertrag bis 2016, wird aber bis 2014 an die SV Ried verliehen, wo er Spielpraxis sammeln soll. Heute ist Wieser 20 Jahre alt und aktueller Nationalspieler Liechtensteins. Sein großer Trumpf ist seine Flexibilität, die ihn auch in den letzten beiden Jahren in der Amateurmannschaft Hoffenheims auszeichnete: Wieser kann im Mittelfeld auf mehreren Positionen spielen, vorzugsweise als Sechser und Achter, aber auch im linken Mittelfeld und als linker Verteidiger. In Ried dürfte das Nachwuchstalent die Rolle von Anel Hadzic einnehmen.

Stipe Vucur – > FC Wacker Innsbruck

Bereits seit vielen Monaten gilt der 21-jährige Stipe Vucur als heiß umworbene Aktie. Er war womöglich der Spieler der Heute-für-Morgen-Erste-Liga, der am meisten Interessenten auf sich zog. Der torgefährliche Innenverteidiger entschied sich für einen Transfer nach Innsbruck, wo er wohl die Rolle des scheidenden Martin Svejnoha einnehmen wird. Vucur erzielte in der vergangenen Saison als Innenverteidiger acht Pflichtspieltore für den FC Lustenau – davon sieben per Kopf. Der in Salzburg geborene Austro-Kroate unterschrieb einen Vertrag bis 2015.

Kristijan Dobras – > SC Wiener Neustadt

Bei Rapid war für den technisch guten Achter Kristijan Dobras kein Platz mehr – also probiert er sein Glück in Wiener Neustadt. Der 20-Jährige gilt als sehr umsichtiger und kampfkräftiger Mittelfeldspieler, der eigentlich schon kurz vor dem Sprung in die Rapid-Kampfmannschaft stand. Da jedoch der noch stärkere Dominik Wydra im Weg war, wurde Dobras Opfer zu weniger Kaderplätze und war im vergangenen Frühjahr nach Grödig verliehen worden. In Grödig machte er – auch verletzungsbedingt – nur vier Spiele mit und Rapid stellte ihm frei zu gehen. Dobras unterschrieb in Wiener Neustadt für ein Jahr, der Klub besitzt eine Option auf ein weiteres Jahr.

David Witteveen – > SC Wiener Neustadt

Nach dem Abgang von Routinier Günter Friesenbichler nach Hartberg, brauchte der SC Wiener Neustadt einen neuen bulligen Stürmer. Man fand diesen im Ex-Schottland-Legionär David Witteveen, der in der vergangenen Saison mit dem SV Grödig den Meistertitel feiern konnte. In der Spielzeit 2012/13 erzielte Witteveen 17 Ligatore für Grödig und hatte damit maßgeblichen Anteil am überraschenden Aufstieg. Der Grund warum Witteveen bis dato nie in der tipp3 Bundesliga spielte, ist sein statischer Stil und Probleme auf hohem Tempo. Der 28-jährige 190cm-Mann, der einen Einjahresvertrag unterschrieb, ist wie Friesenbichler ein typischer Brecherstürmer.

Cican Stankovic – > SV Grödig

Cican Stankovic wurde in Bosnien geboren, hat die serbische Staatsbürgerschaft und wechselt im Sommer von Horn nach Grödig. Der 20-jährige Torhüter hatte sogar das Interesse von Hajduk Split auf sich gezogen, zog den Wechsel zu einem erstklassigen Klub, bei dem er die realistische Chance auf Spiele hat jedoch vor. Stankovic spielte 2012/13 eine sensationelle Saison für den SV Horn, erzielte gegen den FC Lustenau in der Schlussphase sogar einen Treffer. In Grödig läuft nun alles auf einen Zweikampf zwischen Kevin Fend und Cican Stankovic um den Posten des „Einsers“ hinaus.

Philipp Huspek – > SV Grödig

Lange Zeit galt der heute 22-jährige Philipp Huspek als eines der großen Talente des österreichischen Fußballs. Für die SV Ried debütierte er bereits im März 2009 in der Bundesliga. Aber im Innviertel konnte er sich nicht durchsetzen und es brauchte eine Abstiegssaison, damit Huspek seine Qualitäten unter Beweis stellen konnte. Im Frühling stieg der schnelle, linke Mittelfeldspieler mit Blau-Weiß Linz ab und erzielte über die gesamte Spielzeit sechs Tore, steuerte sechs Assists bei. Die neue Saison bestreitet Huspek in der tipp3 Bundesliga beim SV Grödig.

Dieter Elsneg – > SV Grödig (leihweise)

Der flexible Offensivspieler Dieter Elsneg verlässt den Kapfenberger SV nach drei Jahren – zumindest vorübergehend. Der 23-Jährige wechselt leihweise für ein Jahr zum SV Grödig, wo der ehemalige Italien-Legionär voraussichtlich im offensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen wird. In der vergangenen Erste-Liga-Saison erzielte Elsneg sieben Tore und bereitete zehn vor. In den letzten Jahren wurde er unter anderem mit Sturm Graz und dem SK Rapid in Verbindung gebracht. Allerdings schien der ehemalige U21-Teamspieler in seiner Entwicklung stecken geblieben zu sein.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen