Es ist vollbracht, Österreich beendet die Saison definitiv auf dem elften Platz der UEFA-Fünfjahreswertung. abseits.at analysiert, wie sich die Konkurrenten geschlagen haben und was... Das bedeutet der fixe 11.Platz in der Fünfjahreswertung für Österreich!

Es ist vollbracht, Österreich beendet die Saison definitiv auf dem elften Platz der UEFA-Fünfjahreswertung. abseits.at analysiert, wie sich die Konkurrenten geschlagen haben und was der Erfolg für die Bundesliga bedeutet.

  1. Türkei – 35,800

Erwartungsgemäß gab es für Beşiktaş im Champions-League-Achtelfinalduell gegen Bayern München nichts zu holen. Nach einer 0:5-Pleite im Hinspiel verloren die Türken auch zuhause mit 1:3. Dennoch bleibt für Beşiktaş unter dem Strich eine historische Saison, schließlich schaffte man zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Sprung in die KO-Runde der Königsklasse.

Ausgeschieden:

Beşiktaş (CLAF), Konyaspor (ELGS), Istanbul Basaksehir (ELGS), Fenerbahçe (ELQ4), Galatasaray (ELQ2)

  1. Österreich – 31,600

Der Salzburger Erfolgslauf geht unaufhaltsam weiter. Ein torloses Remis im Rückspiel genügte den Mozartstädtern, um Borussia Dortmund im Achtelfinale der Europa League zu eliminieren. Mit diesem Ergebnis waren die deutschen Gäste bestens bedient, der Gesamtscore von 2:1 spiegelte die Salzburger Überlegenheit in diesem Duell nicht annähernd wieder.

Nächste Runde

EL: Salzburg – Lazio Rom

Ausgeschieden:

Austria Wien (ELGS), Altach (ELQ4), Sturm Graz (ELQ3)

  1. Schweiz – 30,200

Ausgeschieden:

Basel (CLAF), Young Boys Bern (ELGS), Lugano (ELGS), Sion (ELQ3), Luzern (ELQ2)

  1. Tschechien – 30,175

Viktoria Plzeň mühte sich redlich, unter dem Strich war es jedoch zu wenig. Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel zwangen die Tschechen Sporting Lissabon im Rückspiel in die Verlängerung, in der dann aber die Portugiesen die Oberhand behielten und das entscheidende Auswärtstor erzielten. Bitter: Am Ende fehlen Tschechien 0,25 Punkte auf die Schweiz und damit einen Fixplatz für den Cupsieger in der Europa League.

Ausgeschieden:

Viktoria Plzeň (ELAF), Slavia Prag (ELGS), Zlin (ELGS), Sparta Prag (ELQ3), Mladá Boleslav (ELQ3)

  1. Niederlande – 29,749

Ausgeschieden:

Feyenoord Rotterdam (CLGS), Vitesse Arnheim (ELGS), Ajax Amsterdam (ELQ4), Utrecht (ELQ4), PSV Eindhoven (ELQ3)

  1. Griechenland – 28,600

Ausgeschieden:

AEK Athen (ELSF), Olympiakos Piräus (CLGS), Panathinaikos (ELQ4), PAOK Saloniki (ELQ4), Panionios (ELQ3)

  1. Kroatien – 26,000

Ausgeschieden:

Rijeka (ELGS), Dinamo Zagreb (ELQ4), Hajduk Split (ELQ4), Osijek (ELQ4)

  1. Dänemark – 25,950

Ausgeschieden:

Midtjylland (ELQ4), Brøndby (ELQ3), Lyngby (ELQ3)

Aktuelle UEFA-Fünfjahres-Wertung (Punktgewinne seit Saisonbeginn inklusive Bonuspunkten in Klammern):

  1. Türkei (0/5): 35,800 (6,800)
  2. Österreich (1/4): 31,600 (8,500)
  3. Schweiz (0/5): 30,200 (6,500)
  4. Tschechien (0/5): 30,175 (5,500)
  5. Niederlande (0/5): 29,749 (2,900)
  6. Griechenland (0/5): 28,600 (5,100)
  7. Kroatien (0/4): 26,000 (5,125)
  8. Dänemark (0/4): 25,950 (5,250)
  9. Israel (0/4): 21,750 (5,625)
  10. Zypern (0/4): 21,550 (7,000)
  11. Rumänien (0/4): 20,450 (2,900)

Fazit zur aktuellen Runde:

Es war ein langer und intensiver Kampf, doch nun ist es endlich fix: Österreich beendet die Saison auf Platz 11 der UEFA-Fünfjahreswertung und schafft damit durchaus Historisches. Letztmalig war die heimische Bundesliga 1996/97 besser platziert. Damals, als die Uhren im internationalen Fußball doch noch etwas anders tickten, stand der zehnte Rang zu Buche.

Was bringt der elfte Platz konkret?

– Qualifiziert sich der Champions-League-Sieger 2018/19 über seine nationale Meisterschaft für die Königsklasse, steht der österreichische Meister fix in der Champions League 2019/20.

– Wird der Titelverteidigerplatz beansprucht, startet der österreichische Meister im Champions-League-Playoff. Scheitert er dort, spielt er fix in der Europa-League-Gruppenphase.

– Qualifiziert sich der Europa-League-Sieger über seine nationale Meisterschaft für die Champions League, startet der österreichische Vizemeister in der dritten Qualifikationsrunde. Scheitert er dort, spielt er fix in der Europa-League-Gruppenphase.

– Der österreichische Cupsieger startet fix in der Europa-League-Gruppenphase.

Somit steht bereits jetzt fest, dass Österreich 2019/20 mindestens zwei Vereine in der Europa-League-Gruppenphase stellen wird. Viel wahrscheinlicher ist freilich, dass der Meister an der Champions League teilnimmt, denn damit, dass der Titelverteidigerplatz tatsächlich benötigt wird, ist nicht wirklich zu rechnen.

Dies war in der Vergangenheit nur ausgesprochen selten der Fall und wird in Zukunft durch die UEFA-Reform, die den Top-4-Nationen vier direkte Startplätze beschert, noch unwahrscheinlicher. Es bedarf schon einer ausgesprochenen nationalen Seuchensaison, damit der CL-Sieger in seiner Meisterschaft die Spitzenränge verpasst.

Der einzige potenzielle CL-Sieger, der aus keiner Top-4-Liga kommt, ist vermutlich Paris Saint-Germain. Dass die Pariser in der Ligue 1 einen Champions-League-Platz verpassen, ist allerdings höchst unwahrscheinlich. Am ehesten könnte der Titelverteidigerplatz benötigt werden, wenn Arsenal in dieser Saison die Europa League gewinnt, sich damit für die Champions League qualifiziert, diese ebenfalls gewinnt, aber in der Premier League nicht unter die besten Vier kommt. Ein ziemlich theoretisches Szenario.

Es sieht also ziemlich gut aus. Das freut nicht zuletzt die Bundesliga, die pünktlich zur Ligareform den Jackpot knackt. Zwei (oder drei) direkte Gruppenphasen-Plätze werten die Meisterschaft ungemein auf und sollten gerade im Meisterplayoff dafür sorgen, dass besonders viele Zuschauer in die Stadien strömen. Auch für den ÖFB-Cup, bisweilen ein Stiefkind des heimischen Fußballs, kommt der EL-Fixplatz wie gerufen.

Zurück aus der Zukunft in die Gegenwart. Salzburg trifft im Europa-League-Viertelfinale nun auf Lazio  Rom. Ein starker, aber wohl nicht übermächtiger Gegner. Weitere Punkte für Österreich sind im Bereich des Möglichen, was in Anbetracht der nächsten Saison auch nötig wäre, denn es geht unglaublich knapp zu. So geht es nach aktuellem Stand in die Spielzeit 2018/19:

  1. Türkei (5/5): 29,100
  2. Niederlande (5/5): 23,833
  3. Österreich (5/5): 23,800
  4. Schweiz (5/5): 23,000
  5. Griechenland (5/5): 22,500
  6. Tschechien (5/5): 22,175
  7. Dänemark (4/4): 22,150
  8. Kroatien (4/4): 21,625
  9. Zypern (4/4): 18,800

Der Grat zwischen einem Fixplatz in der Champions League und nur vier Europacup-Teilnehmern ist also ein ausgesprochen schmaler, lediglich 1,683 Punkte trennt die elfplatzierten Niederlande von Dänemark auf Rang 16. Da kann schon eine ungünstige Auslosung reichen, um das Geschehen in die falschen Bahnen zu lenken.

Umso wichtiger wäre es, dass Salzburg gegen Lazio punktet. Dann würde man sich weiter Luft nach hinten verschaffen und die Niederlande zumindest vorerst überholen. Mehr als Platz elf wird nächste Saison nicht drinnen sein, dafür ist die Türkei wohl zu weit entfernt. Das gilt übrigens auch für die aktuelle Spielzeit: Selbst wenn Salzburg die Europa League gewinnen und dabei alle ausstehenden Spiele für sich entscheiden sollte, würde Österreich die zehntplatzierten Türken nicht mehr abfangen.

OoK_PS, abseits.at