Der italienische Meister steht in der Champions League schon mächtig unter Druck und muss heute wohl einen Sieg einfahren, um nicht wieder das Schicksal... Für Juve geht´s um alles oder nichts, Atletico vor Pflichtsieg gegen Malmö

Juventus Turin - Logo, WappenDer italienische Meister steht in der Champions League schon mächtig unter Druck und muss heute wohl einen Sieg einfahren, um nicht wieder das Schicksal aus der Vorsaison zu erleiden. Nach Startschwierigkeiten läuft es für den spanischen Titelträger hingegen nach Plan, sechs Punkte aus drei Spielen sind mit der Tabellenführung gleichzusetzen. Spannende Vorzeichen in Gruppe A, abseits.at mit einem kurzen Ausblick auf Spieltag vier.

Juventus Turin – Olympiakos Piräus

Bisherige Duelle:
0:1 CL-Gruppenphase 2014/15, 7:0 bzw. 2:1 CL-Gruppenphase 2003/04

Juve in der Meisterschaft wieder auf Siegerstraße zurück

Juventus startete perfekt in die Saison, legte mit sechs vollen Erfolgen en suite einen wahren Traumstart in die Serie A hin. Die Allegri-Elf zieht aber an der Tabellenspitze dennoch nicht einsam ihre Kreise, da die Turiner gegen den Abstiegskandidaten Sassuolo trotz drückender Überlegenheit nicht über ein 1:1 hinaus kamen. Die Partie gegen Palermo verlief wieder plangemäß, ehe die „Alte Dame“ gegen den FC Genoa mit 0:1 den Kürzeren zog, zahlreiche hochkarätige Chancen blieben ungenützt. Am vergangenen Wochenende stellte Aufsteiger Empoli keine wirkliche Hürde dar, ohne zu glänzen siegten die Schwarz-Weißen mit 2:0. Nutznießer der Punktverluste des Meisters ist dessen schärfster Verfolger, die AS Roma. Totti und Co unterlagen allerdings dem sich zuletzt wieder etwas im Aufschwung befindlichen SSC Neapel. So verhalfen die Süditaliener Juventus Turin zu einer Führung von drei Punkten – ungeachtet der in letzter Zeit wechselhaften Ergebnisse des Champions.

Situation in der Champions League konträr – Juventus unter Zugzwang

Von welch großer Bedeutung die Begegnung gegen Olympiakos Piräus für die Mannen von Massimilano Allegri ist, verdeutlicht nicht nur die schwierige tabellarische Ausgangssituation. Gegen Empoli wurden mit Llorente, Tevez und Pogba einige Spieler geschont, um Kräfte für das absolute Schlüsselspiel gegen den griechischen Titelträger zu sparen.

Die Rekonvaleszenten Cáceres und Evra stehen ebenso nicht zur Verfügung, wie der an der Ferse verletzte Barzagli. Bei Ogbonna und Asamoah entscheiden ausstehende Fitnesstests über einen Einsatz. Zumindest aus Sicht der Italiener kommt diesem Match ein echter Endspielcharakter zu – bei einer Niederlage droht zum zweiten Mal in Folge das ungeliebte Trostpflaster Europa League. Geht man vom zu erwartenden Sieg Atleticos aus, würden in dieser Konstellation sowohl Olympiakos als auch die Spanier bei neun Punkten halten, Juve hätte zwei Spieltage vor Ende der Gruppenphase lediglich drei Zähler am Konto und zum Abschluss wartet die sehr schwere Aufgabe Atletico. Ein echtes Horrorszenario, an das wohl keiner in Turin so recht denken möchte. Vielleicht richtet es aber wieder einmal ein Genieblitz von Altmeister Pirlo, der Taktgeber im Mittelfeld wird sein hundertstes CL-Spiel bestreiten.

Olympiakos voll auf Kurs, ließ aber große Chance aus

Dass Olympiakos in der Champions League zumeist eine gute Rolle spielt und vor allem zu Hause, im heimischen Stadio Georgios Karaiskakis, auch die ganz großen Klubs zu Fall bringen kann, ist nichts Neues. Die Arena verwandelte sich bei beiden bisherigen Heimspielen mit jeweils über 31.000 Zusehern in einen wahren Hexenkessel. Die Fans peitschten ihr Team zu durchaus nicht unverdienten aber dennoch überraschenden Heimsiegen über die beiden großen Gruppenfavoriten Atletico und Juventus. In der Auswärtspartie in Malmö bot sich nun die große Chance das Schiff endgültig frühzeitig in Richtung Achtelfinale zu lenken, doch die Griechen ließen die Big Points aus. Trotz der beiden Triumphe über die Spitzenteams liegen die Hafenstädter „nur“ im, statt über dem Plansoll.

In der Liga schwächeln die Griechen in dieser Spielzeit jedoch merklich, vorerst zeichnet sich kein überlegener Gewinn des Meistertitels ab. Nach acht Runden fehlen bereits fünf Zähler auf den bislang noch ungeschlagenen Spitzenreiter PAOK Saloniki. Lediglich einmal ging Olympiakos in dieser Saison als Verlierer vom Platz, die relativ hohe Anzahl an Remis ist allerdings dafür verantwortlich, dass die Elf aus Piräus nicht an der Spitze thront. Die Saison ist noch jung, dennoch wird die Entwicklung in Griechenland interessant zu beobachten sein, der Spannung wäre ein echtes Rittern um die Meisterschaft zweier Teams mit Sicherheit zuträglich.

Malmö FF vs. Atletico Madrid

Bisherige Duelle:
0:5 CL-Gruppenphase 2014/15, 1;3 bzw. 0:2 1. Runde 1996/97

Schwedischer Meister fällt in CL wohl durch den Rost

Seit knapp einem Monat steht Malmö FF als schwedischer Champion fest und konnte damit seinen Titel erfolgreich verteidigen. So ließen die kampfbetont agierenden Schützlinge von Age Hareide die Zügel zuletzt etwas schleifen, gegen IF Elfsborg und zum Saisonausklang gegen Atvidabergs FF kassierten die Nordlichter eine Niederlage. Ein Umstand, der bei noch immer sechs Punkten Vorsprung in der Endabrechnung durchaus leicht zu verkraften ist. In der Königsklasse hingegen hat Malmö ob der Hammergruppe, wie erwartet, so seine Schwierigkeiten. Etwas überraschend konnte zumindest Olympiakos vor heimischer Kulisse in die Knie gezwungen werden, der gewohnt einfach strukturierte Spielstil trug Früchte.

Atletico zeigt Grenzen auf und mischt auch in La Liga erneut oben mit

Beim überaus deutlichen 5:0-Erfolg der Simeone-Elf in Malmö wurde mehr als nur ein Klassenunterschied zwischen diesen beiden Mannschaften augenscheinlich. In der Liga liegt Atletico mit 23 Punkten erneut im Spitzenfeld, zuletzt konnten Mandzukic, Godin und Co. drei Siege in Serie einfahren. Espanyol, Getafe und Cordoba wurden nicht zum Stolperstein. In der Königsklasse des europäischen Klubfußballs führen die Spanier die Gruppe A an, es spricht einiges dafür, dass dies auch nach einem neuerlich überlegen Sieg gegen Malmö so bleibt.

David Kühhas, www.abseits.at

David Kühhas

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