Zwanzig Mannschaften klopfen an der Tür zur Millionenliga, aber nur die Hälfte von ihnen wird Einlass finden. Abseits.at präsentiert die Paarungen des Playoffs der... Vorschau zum Champions-League-Playoff – Teil 2

Zwanzig Mannschaften klopfen an der Tür zur Millionenliga, aber nur die Hälfte von ihnen wird Einlass finden. Abseits.at präsentiert die Paarungen des Playoffs der Champions League.

BATE Borisow – Ironi Kiryat Shmona

Bisher keine direkten Duelle

Vor wenigen Jahren noch völlig undenkbar, mittlerweile aber Realität: BATE Borisow schaffte es seit der Saison 2008/09 stets in eine UEFA-Gruppenphase, zweimal davon bereits in die Champions League. Damit steht man als weißrussischer  Ligakrösus jedoch alleine auf weiter Flur dar, denn die nationalen Kontrahenten konnten sich im Europacup bisher gar nicht in Szene setzen. Nach knappen Aufstiegen gegen Vardar Skopje und Debrecen trennt BATE nun also nur mehr eine Hürde vor dem abermaligen Einzug in die Königskasse – um diesen zu erreichen steht auch wieder der eingebürgerte Brasilianer Renen Bressan zur Verfügung, der zuletzt mit der Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen engagiert war.

Ironi Kiryat Shmona war einer der Überraschungsmeister der vergangenen Saison und schlug sich auch im Europacup bisher mehr als stattlich, wo der slowakische und aserbaidschanische Meister eliminiert wurden. Von den Zuschauern wurden diese Leistungen jedoch wenig honoriert, da die internationalen Heimspiele aufgrund mangelhafter Infrastruktur nicht in der Ortschaft im Norden Israels, sondern im Eliezer-Stadion zu Haifa ausgetragen werden mussten, das stets äußerst schütter besucht war. Im Playoff geht es nun nach Tel-Aviv in die Nationalarena Ramat-Gan.

Limassol – Anderlecht

Bisher keine direkten Duelle

Auch mit Limassol war vor der Saison nicht unbedingt als zypriotischer Meister zu rechnen, doch die mit Legionären gespickte Mannschaft setzte sich gegen die Konkurrenz aus Nikosia durch und schaltete in der Champions-League-Qualifikation zuletzt Partizan Belgrad aus. Das Hinspiel wird jedoch nicht mehr in Limassol, sondern im GSP-Stadion von Nikosia über die Bühne gehen, wo zypriotische Vereine zumeist spielen, wenn der Wettbewerb etwas weiter vorangeschritten ist.

Bereits sechs Jahre ist es her, dass Belgiens Paradeclub zuletzt in der Champions League stand, seither waren zwei Achtelfinalteilnahmen in UEFA-Cup bzw. Europa League das Höchste der Gefühle. Prominente Transfers blieben bei den Brüsselern, die sich mit 5:0 und 6:0 gegen Litauens Meister Ekranas durchsetzten, bisher aus, es wurden vor allem hoffnungsvolle Nachwuchsakteure verpflichtet. Für große Aufregung sorgte zuletzt der geplatzte Transfer von Matias Suarez zu CSKA Moskau, der rund elf Millionen Euro in die Kassen hätte spülen sollen, der Argentinier fiel jedoch beim Medizin-Check durch.

Dinamo Zagreb – Maribor

Letztes direktes Duell: 2:1 und 1:1 (Champions-League-Qualifikation 2003/04)

Dinamo Zagreb stand bereits in der zweiten Qualifikationsrunde so gut wie vor dem Aus, doch ein Last-Minute-Treffer rettete den kroatischen Serienmeister gegen Ludogorets Razgrad. In der dritten Runde hatte man mit Angstgegner Sheriff Tiraspol hingegen keine Probleme, sodass nun nur mehr Maribor als Hürde vor dem zweiten Champions-League-Einzug in Folge wartet. Im Vorjahr bekleckerte sich Dinamo in der Gruppenphase jedoch alles andere als mit Ruhm und kassierte mehrere hohe Niederlagen, womit man nun als das schlechteste Team der Champions-League-Historie dasteht.

Für Darko Milanic‘ Maribor wäre das Erreichen der Champions League der nächste logische Schritt in der Entwicklung des Vereins, auch wenn man dort bereits noch vor der Jahrtausendwende bereits einmal stand. Im Vorjahr gelang gegen die Rangers aus Glasgow der erstmalige Einzug in die Europa League, wo man wichtige Erfahrung sammeln konnte, was aufgrund der drückenden Überlegenheit in der slowenischen Meisterschaft nicht möglich ist. Herz der Mannschaft ist Kapitän Tavares, der einst von APOEL Nikosia kam und in der vergangenen Saison für insgesamt 25 Scorerpunkte verantwortlich zeichnete. Verkauft wurde hingegen Stürmer Etien Velikonja, er ging nach Wales zu Cardiff City.

Sporting Braga – Udinese Calcio

Bisher keine direkten Duelle

Braga gelang es in der Vorsaison, mit Sporting aus Lissabon einen der drei großen Vereine Portugals hinter sich zu lassen, weshalb man vom zweiten Einzug in die Champions League träumen darf. Verlassen hat den Club einer der bekanntesten Spieler der letzten Jahre im portugiesischen Fußball, der mittlerweile 36-Jährige Nuno Gomes wechselte in die Championship zu Blackburn. Bragas prominentester Neuzugang ist Rúben Micael, der von Atlético Madrid ausgeliehen wurde.

Wie Braga, belegten auch die Norditaliener in der vergangenen Saison den dritten Tabellenplatz und planen bei ihrer erst zehnten Europacupteilnahme den zweiten Sprung in die Meisterliga. Dazu beitragen soll einmal mehr Stürmerstar Antonio di Natale, der auch in der vergangenen Saison in der Serie A 23-Mal ins Schwarze traf. Auf der Liste der Neuzugänge findet sich unter anderem der Brasilianer Maicosuel von Botafogo, während Kwadawo Asamoah und Mauricio Isla an Juventus Turin veräußert wurden.

Malaga – Panathinaikos

Bisher keine direkten Duelle

„Muss die EU nun auch den spanischen Fußball retten?“, fragte die Zeitung El Pais aufgrund der massiven Schulden der iberischen Clubs zuletzt. Nicht weniger als 3,5 Milliarden Euro an Verbindlichkeiten haben die Vereine der Primera Division mittlerweile angehäuft und auch Malaga stellt hier keine Ausnahme dar. Dabei war der Verein erst 2010 von einem katarischen Scheich übernommen worden, der Stars wie Ruud van Nistelrooy und Santi Cazorla anlockte, doch dieser hat mittlerweile wieder das Interesse verloren, sodass die prominenten Akteure wieder veräußerst werden müssen, zumal sie auch noch auf ihre Gehälter warten.

Von der Schuldenkrise kann auch Griechenland ein Lied singen und auch Panathinaikos erhielt die Lizenz erst im zweiten Anlauf, während Lokalrivale AEK sogar aus dem Europacup ausgeschlossen wurde. Umso wichtiger wären die Millionen, die es für den Einzug in die Champions League gibt, auch wenn der Kader mittlerweile bei weitem nicht mehr so teuer noch vor wenigen Jahren ist. Ein internationales Debakel wie im Vorjahr können sich die Athener daher wohl kaum leisten, als es nicht einmal zum Einzug in die Europa League reichte.

OoK_PS, abseits.at

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