Entscheidung in der Qualifikationsrunde 2 zur Königsklasse! Für welche Meister ist die Europacupsaison schon wieder vorbei? Abseits.at stellt drei spannende Partien vor, in denen... Vorschau zur 2. Runde der Champions-League-Qualifikation – Teil 1 der Rückspiele

Champions League TrophyEntscheidung in der Qualifikationsrunde 2 zur Königsklasse! Für welche Meister ist die Europacupsaison schon wieder vorbei? Abseits.at stellt drei spannende Partien vor, in denen noch alles offen ist.

 

Zeljeznicar Sarajevo – Viktoria Plzeň

Hinspiel: 3:4

Ein Spiel, das sie so schnell sicherlich nicht vergessen werden, bekamen die zahlreichen Zuschauer im  Stadion městaPlzně zu sehen. In der ersten Hälfte spielte der tschechische Meister die Gäste aus Bosnien an die Wand, blieb jedoch ohne Torerfolg. Zeljeznicar traf hingegen kurz nach Wiederanpfiff mit dem ersten Torschuss der Partie und eröffnete damit den Trefferreigen. Zwar konnte Plzeň die Partie noch drehen, doch es offenbarte sich nicht nur beim Anschlusstreffer der Bosnier zum 3:4, dass die Hintermannschaft alles andere als sicher ist.

Im Olympiastadion zu Sarajevo erwartet die Bierstädter somit ein heißer Tanz, ist Verlieren doch praktisch verboten, will man nicht überraschend früh auf internationaler Ebene die Segel streichen. Auch wenn die Stimmung in der bosnischen Hauptstadt gewiss feurig sein wird, Viktoria bleibt klarer Favorit auf den Aufstieg – nicht nur, weil Zeljeznicar mit Ausrufezeichen auf europäischer Ebene in den letzten Jahren arg geizte und mehrfach unter die Räder kam. Auch verfügen die Tschechen über deutlich mehr Erfahrung und siegten in der Vorsaison unter anderem in Napoli. Ein verfrühtes Ausscheiden wäre daher umso bitterer, sind die Ansprüche in Plzeň mittlerweile doch deutlich gestiegen.

 

FH Hafnarfjörður – Ekranas

Hinspiel: 1:0

Mit besonderem Interesse wird diese Partie in Wien-Favoriten verfolgt werden, trifft der Aufsteiger bekanntlich in der dritten Runde auf die Wiener Austria. Zwar gelten die Gastgeber nach dem Auswärtssieg als Favoriten, aber da Ekranas nahezu drückend überlegen war und rund drei Mal so viele Torschüsse als die Isländer abfeuerten, ist auch den Litauern das Weiterkommen zuzutrauen.

Um das zu realisieren, müsste Ekranas jedoch endlich wieder einmal einen Treffer erzielen, denn auf einen solchen wartet der litauische Meister nun bereits seit fünf Europacupspielen, während man selbst 17 Gegentore hinnehmen musste. In der isländischen Meisterschaft steht FH derzeit an der Spitze des Klassements und gewann am Wochenende bei Keflavik souverän mit 4:0. In Litauen befindet sich die Liga ebenfalls bei Halbzeit, Ekranas ist zurzeit Zweiter.

 

ShakhterKaragandy – BATE Borisow

Hinspiel: 1:0

Kasachstan befindet sich auf dem Vormarsch. Mittlerweile rangiert das neuntgrößte Land der Erde auf dem 36. Platz der UEFA-Fünfjahreswertung, wofür bisher zumeist Erfolge in den heimischen Stadien verantwortlich waren, doch mittlerweile schlagen sich die kasachischen Vertreter auch in der Fremde durchaus beachtlich. Beispielhaft dafür steht der Erfolg von Shakhter Karagandy bei BATE Borisov, der das Tor zur dritten Qualifikationsrunde weit aufgestoßen hat. Gelingt der Aufstieg tatsächlich, wartet entweder Neftchi Baku oder Albaniens Meister Skenderbeu und damit sicherlich keine unüberwindbare Hürde. Es käme also nicht überraschend, würde man Karagandy im Herbst zumindest in der Europa League sehen.

Für BATE Borisow gilt selbiges wie für Viktoria Plzeň: ein dermaßen frühes Scheitern käme einer Katastrophe gleich. Im Vorjahr schlugen die Weißrussen noch Bayern München in der Champions League, doch seit dem Abgang von Denker und Lenker Renan Bressanim Winter zu AlaniaVladikavkazist es zu einem deutlichen Bruch im Spiel der Mannschaft von Viktor Goncharenko gekommen. Das manifestiert sich nicht zuletzt auch in der nationalen Meisterschaft, wo man Tabellenführer ShakhtyorSoligorsk hinterherhechelt und erstmalig seit 2005 den Titel zu verpassen droht.

 

OoK_PS, abseits.at