In dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren,... Abseits.at-Leistungscheck  – Jimmy Hoffer trifft alle 125,8 Minuten

In dieser Serie betrachten wir die Leistungen und Statistiken der österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga, wobei wir in erster Linie jene Spieler analysieren, die beim österreichischen Teamchef Marcel Koller gute Karten haben. Nachdem wir uns bis jetzt mit den österreichischen Kickern in der ersten deutschen Bundesliga beschäftigten, werfen wir nun einen Blick auf die zweithöchste Spielklasse, in der Erwin “Jimmy“ Hoffer bei Eintracht Frankfurt um einen Stammplatz kämpft.

Nach 17 Spieltagen liegt Eintracht Frankfurt auf Aufstiegskurs, denn die Mannschaft von Trainer Armin Veh steht mit 38 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Fortuna Düsseldorf ist momentan mit drei Zählern Vorsprung Tabellenführer, die SpVgg Greuther Fürth und der SC Paderborn 07 liegen mit 36 Punkten auf den Plätzen drei und vier.

Der Kampf ums Stammleiberl

Jimmy Hoffer stand in der aktuellen Saison 629 Minuten am Platz, wobei er in 17 Runden sieben Mal von Beginn an auflief und acht Mal als Joker in die Partie kam. Während er in den ersten neun Spieltagen ohne Torerfolg blieb, traf er zwischen der 10. und 15. Runde gleich fünf Mal, wobei er im Heimspiel gegen den MSV Duisburg einen Doppelpack erzielen konnte. Seine Konkurrenten um einen Patz im Sturm sind:

Mohammodou Idrissou: Die Neuverpflichtung von Borussia Mönchengladbach schoss in neun Einsätzen sieben Treffer und gilt als absolute Top-Verpflichtung. Zuletzt war der 31-Jährige immer wieder krank, oder hatte Probleme mit seinem Knöchel, weshalb in der 17. Runde Hoffer zum ersten Mal mit Gekas begann, wobei die beiden nicht gut miteinander harmonierten.

Theofanis Gekas: An ihm scheiden sich nach wie vor die Geister. Er ist zwar wie immer ein Torgarant, macht aber nichts für den Spielaufbau und bewegt sich kaum. In 12 Einsätzen erzielte der griechische Nationalspieler, so wie Idrissou, sieben Treffer.

Rob Friend: Der Stürmer aus Kanada absolvierte nur fünf Einsätze, weil er sich eine Kapselverletzung am Sprunggelenk und eine Knieverletzung zuzog.

Karim Matmour: Der Algerier stand zwei Mal in der Startelf und kam 13 Mal als Joker ins Spiel. Der 29-fache Nationalspieler erzielte bis dato zwei Treffer.

Nach der Systemumstellung mit zwei Stürmern

In den ersten beiden Spielen begann der Österreicher als Solospitze und bekam beide Male die Note 5 vom Kicker. Eintracht Frankfurt spielte ein 4-1-4-1-Sytem, in dem Pirmin Schwegler als defensiver Mann vor der Viererkette und hinter den zentralen Mittelfeldspielern Sebastian Rode und Matthias Lehmann agierte. Rechts im Mittelfeld begann der Brasilianer Caio, auf der gegenüberliegenden Seite Alexander Meier, der in dieser Saison bereits acht Treffer erzielte.

Nach den schwachen Leistungen in den ersten beiden Runden verlor Hoffer seinen Platz an Gekas und Armin Veh stellte auf ein 4-2-3-1-System um. Richtig gut lief es für Frankfurt aber erst, als der Trainer am neunten Spieltag auf ein 4-4-2-System mit Raute umstellte. Zwischen der neunten und achtzehnten Runde holte Eintracht Frankfurt 22 von 27 möglichen Punkten. Hoffer kam diese Umstellung extrem entgegen, denn einerseits wurde ein zweiter Stürmerplatz frei, andererseits spielt Hoffer seine besten Partien, wenn er einen zweiten Stürmer neben sich hat. Mit Mohammodou Idrissou verstand sich der quirlige Hoffer schon sehr gut.

Fakten, Fakten, Fakten

Insgesamt feuerte Hoffer 24 Schüsse auf das gegnerische Tor ab, was bedeutet, dass er im Schnitt etwa alle 26 Minuten einmal den Torhüter testen wollte. Hoffer kommt somit auf 3,46 Schüsse pro 90 Minuten. Die meisten Versuche hatte er gegen Erzgebirge Aue als er sieben Mal das gegnerische Tor ins Visier nahm. Von den 24 Schüssen landeten sieben im Tor, was bedeutet, dass Hoffer im Schnitt etwa 3,43 Versuche benötigte, um ein Tor zu erzielen. Der Stürmer durfte sich alle 125,8 Minuten über einen Treffer freuen. In der fünften und der elften Runde konnte er zudem jeweils einen Assist beisteuern.

Sehen wir uns an aus welcher Distanz Hoffer seine Treffer erzielen konnte:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zweikampfwerte sprechen leider nicht für den ehemaligen Rapid-Spieler, denn von 159 Duellen konnte er nur 32,7% für sich entscheiden, was auch für einen Stürmer kein berauschender Wert ist. Während er am Boden 61,5% seiner Zweikämpfe verlor, waren es in der Luft gleich 78,2%, was angesichts seiner Größe allerdings auch keine Überraschung ist. Hoffer beging in den 629 Minuten neun Fouls und wurde selbst auch nur zehn Mal gefoult. Sein Kicker-Notenschnitt liegt bei 3,57, wobei er insgesamt nur sieben Mal lange genug zum Einsatz kam, um eine Benotung zu bekommen. Gegen den MSV Duisburg erhielt er nach seiner Galavorstellung mit den beiden Treffern eine glatte 1, während er in den ersten beiden Runden gegen die die SpVgg Greuther Fürth und den SC Paderborn 07 mit der Note 5 seine schlechteste Bewertung bekam.

Stefan Karger, www.abseits.at


Stefan Karger