Oumar Niasse hatte am letzten Wochenende einen Elfmeter geschunden und schrieb damit unbeabsichtigt Fußball-Geschichte! Oumar Niasse vom FC Everton ist der erste Spieler, der... Premier League: Erster Spieler wegen Schwalbe nachträglich gesperrt

Oumar Niasse hatte am letzten Wochenende einen Elfmeter geschunden und schrieb damit unbeabsichtigt Fußball-Geschichte!

Oumar Niasse vom FC Everton ist der erste Spieler, der in der Premier League aufgrund einer „Schwalbe“ nachträglich gesperrt wird. Der Senegalese wurde von der FA einer „erfolgreichen Täuschung eines Offiziellen“ beschuldigt, so der Wortlaut des englischen Verbandes.

Geschehen ist dies am letzten Wochenende beim 2:2 zwischen Everton und Crystal Palace. Scott Dann soll Niasse bereits in der fünften Minute im Strafraum gefoult haben. Schiedsrichter Anthony Taylor zeigte auf den Punkt; Leighton Baines verwandelte zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Gegenspieler Dann wirft Niasse vor, den Schiedsrichter „reingelegt zu haben“. Niasse traf später noch zum Endstand von 2:2.

Seit Saisonbeginn können im englischen Fußball Profis, die bewusst den Schiedsrichter oder dessen Assistenten in die Irre führen, ohne dabei während der Partie erwischt zu werden, nachträglich durch TV-Bilder bestraft werden. Die Regel soll Schwalben möglichst eliminieren und damit für mehr Fairness sorgen. Während einer Tagung im Mai beschloss die FA, ihre Kompetenzen in Sachen nachträglichen Sperren auszuweiten.

Der Fall wurde nun einem unabhängigen Ausschuss vorgelegt, der aus einem Ex-Schiedsrichter, Ex-Trainer und Ex-Spieler bestand. Diese schauen sich unabhängig voneinander die entsprechenden Bilder nochmals an und teilen ihr persönliches Urteil mit. Der Ausschuss muss dabei zu einem einstimmigen Urteil kommen. Und die Experten waren sich einig: Niasse hat sich durch eine Täuschung des Unparteiischen einen Vorteil verschafft. Damit wird er in der Premier League nun für zwei Spiele gesperrt.

Niasse selbst bestritt den Schiedsrichter getäuscht und einen Elfmeter geschunden zu haben. Dem Liverpool Echo sagte der 27 – Jährige, zuletzt noch, er wäre „geschockt“, falls er wirklich gesperrt werden würde. Die Berufung wurde aber abgelehnt. Mit seinem offiziellen Statement zum Vorfall tat sich Niasse offenbar auch keinen Gefallen: „Als ich den Kontakt spürte, wusste ich, dass er mich gestoßen hatte. Alles, was meinem Team helfen kann, tue ich. Ich war im Strafraum, und dann, und das ist alles was ich machen muss, gehe ich zu Boden.“

Er ist damit nicht nur der erste Spieler in der Premier League, der aufgrund einer Schwalbe nachträglich gesperrt wurde, denn zum ersten Mal wurde auch eine Tatsachenentscheidung im Nachhinein korrigiert. Bisher wurden mit Shaun Miller und Bailey Wright nur zwei Spieler von unterklassigen Klubs nachträglich gesperrt.

Die FA setzt damit ein echtes Statement, das – hoffentlich – auch bald in anderen Ländern Schule macht.

Ral, abseits.at

Keine Kommentare bisher.

Sei der/die Erste mit einem Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.