Kurz vor Saisonende gastierte der englische Rekordmeister Manchester United bei West Ham United. Im vorletzten Spiel brauchten beide nicht unbedingt Punkte, da es bei... Schweres Spiel für „Arnie“: West Ham holt Remis gegen Red Devils

Kurz vor Saisonende gastierte der englische Rekordmeister Manchester United bei West Ham United. Im vorletzten Spiel brauchten beide nicht unbedingt Punkte, da es bei West Ham sicher war, dass sie nicht mehr absteigen würden und Manchester brauchte nur ein Unentschieden, um den zweiten Platz zu fixieren.

Wie auch in den letzten Spielen startete West Ham mit einer 3-4-3-Formation. Marko Arnautovic wurde als einzige Sturmspitze aufgestellt. Allerdings variierte er auch die Positionen mit Lanzini und Joao Mario, die neben  ihm als Flügel bzw. auf den Halbpositionen spielten. Durch die defensive Ausrichtung Manchesters hatte West Ham viel Platz für einen flachen Spielaufbau. Ihnen gelang es aber nicht vertikal Pässe zu den Offensivakteuren zu spielen, so wie es in den letzten Partien der Fall war.

So waren die Lösungen eher hohe Bälle nach vorne oder Chipbälle aus der Abwehrreihe in die Spitze. Um diese Chipbälle oft zu bekommen, bewegte sich Arnautovic zwischen den Linien des Mittelfeldes und der Abwehrreihe. Dadurch konnte er wieder seine Stärke im Zweikampf oder im Eins-gegen-Eins zeigen. Die hohen Bälle konnte er mit gutem Abschirmen sichern und falls es möglich war gleich auf einen Mitspieler ablegen. Manchmal versuchte er es auch mit einem Dribbling, um danach auf den Flügel zu spielen.

Bei Ballverlust wurde sofort gegengepresst. Die Abwehr hielt währenddessen ihre momentane Höhe. Im Ballbesitz der Gäste agierte West Ham in einem 5-4-1. Der Österreicher war auch hierbei die einzige Spitze. Erst ab der Höhe der Mittellinie wurde gepresst. Arnautovic nahm sich aus der Defensivarbeit weitgehend heraus und kam nur selten hinter den Ball. Oft versuchte er nur den Passweg zu einem oder zwei Innenverteidigern zu blockieren. Dennoch wurde manchmal von West Ham hoch gepresst, wie zum Beispiel bei ungenauen Pässen der Gegner oder bei Pässen zurück zum Tormann.

Bei Ballgewinn orientierte man sich sofort nach vorne und man suchte den Österreicher, der meistens in die Tiefe startete. Jedoch war die Lösung oft die kurze Variante, weil Manchester United nach Ballverlust schnell umschaltete und die Räume hinter der Abwehr zumachte.

Spielverlauf

Nach den ersten sieben Minuten kam Arnautovic schon zu seiner ersten Chance. Nachdem er sich zwischen den Linien angeboten hat und sich im Eins-gegen-Eins durchsetzen konnte, schloss er ab. Doch der Schuss war zu ungenau. In der 22. Minute gab es eine Doppelchance für Manchester United: Sanchez und Shaw kamen jeweils im Sechzehner zum Abschluss, doch West Hams Torhüter Adrian parierte beide Schüsse. Für die Gäste war der Österreicher in der Nähe des Strafraums meistens gefährlich. Nachdem er sich wieder einmal im Eins-gegen-Eins gegen Smalling auf der Höhe des Sechzehners durchsetzte, spielte er einen Stanglpass in die Mitte, doch dieser wurde gerade noch zur Ecke geklärt.

In der zweiten Halbzeit spielte sich viel im Mittelfeld ab und beide Mannschaften konnten kaum Chancen herausspielen. Lediglich die Gäste kamen zu mehreren Weitschüssen, die jedoch der Tormann hielt. So blieb es bei einem 0:0.

Fazit

Marko Arnautovic bekam in diesem Spiel zumeist nur hohe Bälle. Jedoch konnte er diese durch seine Robustheit und Zweikampfstärke sicher oder für andere Mitspieler gleich ablegen. Auch in seinen Eins-gegen-Eins-Situationen konnte er recht gefährliche Chancen herausdribbeln. Allerdings wurde er in der zweiten Halbzeit zu frustriert, da der Schiedsrichter in den Zweikämpfen sehr viel durchgehen ließ. Zu Ungunsten Arnautovic‘.

Simon Goigitzer