Die zweite Saison des aktuellen TV-Vertrages, der bis zur Saison 2020/21 gilt, führte wie im Vorjahr zu einem ungefährdeten Titel für die Young Boys.... Anstoßzeitenanalyse zur Schweizer Super League 2018/19

Die zweite Saison des aktuellen TV-Vertrages, der bis zur Saison 2020/21 gilt, führte wie im Vorjahr zu einem ungefährdeten Titel für die Young Boys. In puncto Anzahl der Spiele im Free-TV musste man allerdings Basel den Vortritt lassen.

Derzeit gibt es nur noch zwei verschiedene Anstoßzeiten. Am Samstag um 19 Uhr werden zwei Partien zeitgleich ausgetragen. Dazu kommen am Sonntag um 16 Uhr drei Spiele, wovon eins pro Runde weiterhin auf den Sendern der SRG (SRF zwei, RTS Deux und RSI LA 2) im Free-TV läuft. Alle 180 Spiele sind darüber hinaus im Pay-TV bei Teleclub zu sehen, wo erstmals auch Konferenzen angeboten werden. Vormals sah es wie folgt aus:
– Samstag: je ein Spiel um 17:45 und um 20 Uhr
– Sonntag: zwei Spiele um 13:45 und ein Spiel um 16 Uhr, das live im Free-TV auf den Sendern der SRG gezeigt wird
Auf Wünsche der Klubs und Fans änderte man das jedoch, erhofft man sich doch durch die Neuerung mehr Zuschauer in den Stadien.
Es kam zu vier englischen Wochen (20 Spiele). Dazu fanden in der letzten Runde alle Spiele samstags um 19 Uhr statt. Am Osterwochenende waren zwei Spiele am Karfreitag um 20 Uhr, zwei Spiele am Karsamstag um 19 Uhr und ein Free-TV-Spiel am Ostermontag um 16 Uhr. Damit ergeben sich theoretisch 30 Runden mit den Regelanspielzeiten. Durch einige wetterbedingte Verschiebungen fielen aber nur 66 Spiele auf Samstag 19 Uhr und 88 Spiele auf Sonntag 16 Uhr stattfanden.
Der FC Zürich kam bis in das Sechzehntelfinale der Europa League, hatte also sechs acht sichere Spiele nach EL-Spielen am Sonntag.
Ohnehin sind die Transparenz und die Vorausplanung der Super League vorbildlich. Es gibt klare und offen einsehbare Termine, die man hier unter dem Punkt „gut zu wissen“ einsehen kann.


Die beiden Zürcher Klubs sind zu beiden Anstoßzeiten oben und unten zu finden. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass Teleclub die beiden bei nur noch zwei Anstoßzeiten natürlich möglichst aufgeteilt haben möchte, um an beiden Tagen hohe Einschaltquoten zu erzielen. Außerdem fällt diese Gesetzmäßigkeit auch bei den beiden Klubs aus dem französischen Sprachraum, Neuchâtel Xamax FCS und FC Sion, in einem etwas geringerem Maße auf, um vermeintlich die Kunden in der französischsprachigen Schweiz an beiden Tagen bedienen zu können.



Die beiden sportlich erfolgreichsten Klubs der letzten Jahre stehen natürlich erwartungsgemäß vorne. Bei den Grasshoppers schlägt die sportlich schlechte Saison durch, ansonsten hätten sie wohl mehr Spiele bekommen. Thun und Lugano sind dagegen verständlicherweise mit wenigen Auftritten im Free-TV versehen worden, ziehen sie doch nicht gerade viel Zuschauer an. Auffällig ist, dass YB häufiger (7x) als Gastmannschaft gezeigt wurde, was bei Basel nicht der Fall war.


Interessant ist außerdem, welche Spiele die SRG wie oft übertragen durfte. Hier kommt es natürlich auf die Duelle der vier großen Klubs (FCB, YB, FCZ und GC) an:


Dass drei von vier Spiele zwischen Meister und Vize gezeigt wurden, denn es gibt bekanntlich vier Spiele gegen jeden Gegner pro Saison, erstaunt doch sehr. Dafür gab es allerdings kein Zürcher Derby zu sehen und den Klassiker FCB – FCZ nur einmal.

Christoph Trompeter, abseits.at

Christoph Trompeter

Keine Kommentare bisher.

Sei der/die Erste mit einem Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.