Walter Pengelbew ist der Torhüter der mikronesischen Fußballnationalmannschaft – und gut geschlafen hat der gute Herr gestern mit Sicherheit nicht. In Port Moresby, der...

TormannWalter Pengelbew ist der Torhüter der mikronesischen Fußballnationalmannschaft – und gut geschlafen hat der gute Herr gestern mit Sicherheit nicht. In Port Moresby, der Hauptstadt von Papua-Neuguinea, fand gestern ein Spiel der 15.Pazifikspiele statt, das zugleich als Ozeanien-Qualifikation für Olympia benutzt wird. Mikronesien traf auf die Fiji-Inseln.

In diesem Spiel wurden gleich zwei Rekorde gebrochen: Es war der höchste Sieg der fidschianischen Fußballnationalmannschaft und zugleich die höchste Niederlage für die mikronesische. Obwohl bei Fiji der einzige Legionär in der australischen A-League, Roy Krishna fehlte, besiegte der Favorit Mikronesien mit 38:0.

Schon in der ersten Minute sorgte Chris Wasawala für das 1:0 für die Fiji-Inseln. Nach nur zwölf Minuten stand es 7:0. Bei der ersten Trinkpause nach einer halben Stunde hieß es 14:0 – und nach der Trinkpause konnte sich Mikronesien immerhin sechs Minuten schadlos halten, ehe Wasasala auf 15:0 stellte. Zur Pause stand es bereits 21:0 für Fiji und in den letzten zehn Minuten plus Nachspielzeit erzielte Fiji, das in der zweiten Halbzeit sogar einen Gang runter schaltete, noch sechs Treffer.

Die Mikronesier verloren vor zwölf Jahren einmal mit 0:18 gegen Neukaledonien und mit 0:17 gegen Tahiti. Den einzigen Sieg feierte man 1999, ein 7:0 gegen die Nördlichen Marianen. Mikronesien ist kein Vollmitglied des ozeanischen Verbands und nimmt daher nur an kleineren regionalen Turnieren teil. Das 0:38 gegen die Fiji-Inseln war demnach das erste Länderspiel nach sehr langer Zeit.

Die Fiji-Inseln konnten ihren höchsten Erfolg hingegen überbieten: Im August 1979 gewannen die Inselkicker gegen Kiribati mit 24:0. Ob der Kantersieg gegen Mikronesien allerdings als offiziell höchster Sieg der Fijianer gewertet werden wird, ist aufgrund des Status des mikronesischen Verbands (kein Voll- oder assoziiertes Mitglied im OFC) unsicher.

Einige der fijianischen Amateurkicker durften sich jedenfalls über schöne Trefferquoten freuen. So erzielte etwa Christopher Wasawala einen lupenreinen Hattrick in nur sieben Minuten und durfte sich insgesamt über neun Treffer freuen. Zehn Treffer steuerte Atonio Tuivuna bei. Die je fünf Tore von Napolioni Qasevakatini und Iosefo Verevou, sowie der Viererpack von Garish Prasad sind da nur noch Randnotizen…

Fiji – Mikronesien 38:0 (21:0)

Tore: 1:0 (1.) Wasawala, 2:0 (4.) Tuivuna, 3:0 (6.) Wasawala, 4:0 (8.) Verevou, 5:0 (9.) Tuivuna, 6:0 (10.) Qasevakatini, 7:0 (12.) Qasevakatini, 8:0 (22.) Prasad, 9:0 (24.) Qasevakatini, 10:0 (26.) Verevou, 11:0 (27.) Wasawala, 12:0 (28.) Tuivuna, 13:0 (29.) Wasawala, 14:0 (30.) Wasawala, 15:0 (36.) Wasawala, 16:0 (40.) Verevou, 17:0 (43.) Tuivuna, 18:0 (45.) Tuivuna, 19:0 (45.) Verevou, 20:0 (45.) Verevou, 21:0 (45.) Tuivuna, 22:0 (47.) Waranaivalu, 23:0 (53.) Wasawala, 24:0 (56.) Wasawala, 25:0 (59.) Qasevakatini, 26:0 (63.) Prasad, 27:0 (65.) Prasad, 28:0 (66.) Wasawala, 29:0 (67.) Qasevakatini, 30:0 (70.) Tuivuna, 31:0 (76.) Prasad, 32:0 (78.) Nawakula, 33:0 (80.) Nawakula, 34:0 (85.) Tuivuna, 35:0 (88.) Nawakula, 36:0 (93.) Tuivuna, 37:0 (96.) Nakalevu, 38:0 (96.) Tuivuna.

fiji_mikronesien

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen