Die Vorarlberger Nachrichten berichten von starkem Interesse des SC Rheindorf Altach an Rapids Rechtsverteidiger Manuel Thurnwald. Ein naheliegendes Gerücht. Vor wenigen Tagen feierte Manuel... In Rapids 3-5-2 praktisch chancenlos: Altach will Thurnwald

Die Vorarlberger Nachrichten berichten von starkem Interesse des SC Rheindorf Altach an Rapids Rechtsverteidiger Manuel Thurnwald. Ein naheliegendes Gerücht.

Vor wenigen Tagen feierte Manuel Thurnwald seinen 21.Geburtstag. Sein Debüt für die Kampfmannschaft des SK Rapid feierte er im November 2016, damals 18-jährig, in der Europa League Gruppenphase auswärts bei Sassuolo. Thurnwald stellte sich gut an, zählte fortan zum Kader der Kampfmannschaft, rutschte nur sporadisch wieder in die Regionalliga Ost.

Technisch stark, körperlich Aufholbedarf

Vollständig durchsetzen konnte sich der ehemalige Nachwuchsteamspieler aber nie. Für Rapid gelangen ihm in 34 Partien ein Tor und drei Assists, wobei er sowohl als Rechtsverteidiger, als auch auf der offensiveren Rechtsaußenposition eingesetzt wurde. Seine technischen Vorzüge sprachen für ihn, körperlich und im defensiven Stellungsspiel gibt es aber noch deutlichen Aufholbedarf.

Für Rapids „alleinigen Flügelverteidiger“ reicht’s nicht

Thurnwald wird einer der Verlierer von Kühbauers Systemumstellung sein, zumal er für die „alleinige Flügelposition“ in einem 3-5-2 nicht die nötige Physis mitbringt. Bei Rapid spielte er mit zwei Ausnahmen immer rechts, half nur sporadisch links aus, wo aber nach der Verpflichtung von Ullmann ohnehin kein Platz mehr ist. Aber auch auf der rechten Seite wurde Thurnwalds Lage nach der Verpflichtung von Thorsten Schick nicht einfacher.

Ausreichend Backups in Hütteldorf

Auch die Reservistenpositionen scheinen fix besetzt: Marvin Potzmann kann auf beiden Seiten aushelfen, Mert Müldür ist stets eine Option für die rechte Außenbahn, falls Schick ausfällt oder Ullmann fehlt und Schick nach links rücken muss. Auch Stephan Auer ist noch hier: Der verlässliche Allrounder ist eine Alternative, wenn Rapid defensiver auftreten bzw. zumachen muss. Unterm Strich holte Rapid also eine Stammgarnitur für die Flügelverteidigerpositionen, die offensiv durch die Bank stärker ist als Thurnwald, während die zweite Reihe defensive Vorteile gegenüber dem 21-Jährigen hat.

„Mehrfach-Backup“ in Altach?

Zoran Barisic erklärte bereits, dass man für Thurnwald eine neue Herausforderung suche. Diese könnte der Rapid-Eigenbauspieler nun im Ländle finden. Altach-Trainer Alex Pastoor wird auf der Rechtsverteidigerposition auf den ebenfalls 21-jährigen Brasilianer Anderson dos Santos setzen, der fix von Gremio Osasco Audax verpflichtet wurde. Die Position ist allerdings eine der wenigen im Altacher Kader, die noch nicht doppelt besetzt ist. In defensiveren Varianten könnte Thurnwald zudem ein Backup für die offensiveren Außenspieler Gebauer und Meilinger sein. Altach kommt seinem Wunschkader jedenfalls mit einer recht wahrscheinlichen Thurnwald-Verpflichtung einen Schritt näher – und bei Rapid geht der Umbau ebenfalls in die nächste Runde.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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