Weiterhin gibt es zahlreiche Gerüchte um Neuzugänge beim SK Rapid. Da die Hütteldorfer noch einige Baustellen zu bearbeiten und Abgänge zu befürchten haben (oder... Rapid zeigt Interesse an Toptorschützen eines portugiesischen Absteigers

Weiterhin gibt es zahlreiche Gerüchte um Neuzugänge beim SK Rapid. Da die Hütteldorfer noch einige Baustellen zu bearbeiten und Abgänge zu befürchten haben (oder diese auch forcieren wollen), gibt’s immer wieder News für zahlreiche unterschiedliche Positionen. Aktuell wurde von internationalen Medien wieder ein möglicher Grüll-Ersatz ins Spiel gebracht.

André Vidigal ist ein 24-jähriger portugiesischer Linksaußen mit angolanischen Wurzeln und spielt aktuell beim Erstligisten CS Marítimo auf Madeira. Der Rechtsfuß stammt aus der kleinen Stadt Elvas nahe der spanischen Grenze und ist der Neffe des Nachwuchskoordinators von Sporting Lissabon.

Seine Karriere führte ihn über Academica Coimbra in die Niederlande, wo er im Alter von 19 Jahren bei Fortuna Sittard in der zweiten Liga eine starke Spielzeit mit zehn Saisontreffern absolvierte, nach dem Aufstieg aber den fixen Sprung in die erste Elf der Eredivisie-Mannschaft nicht schaffte und nach Zypern verliehen wurde. Für APOEL Nikosia kam er nur auf zwei Tore in 27 Spielen, feierte allerdings den zyprischen Meistertitel.

Im Sommer 2020 kehrte Vidigal nach Portugal zurück und spielte in der zweiten Liga für Estoril eine starke Saison mit acht Toren und vier Assists in 39 Pflichtspielen. Bereits ein Jahr später unterschrieb er für drei Jahre beim CS Marítimo, einem portugiesischen Erstligisten. 22-jährig kam Vidigal nun also endlich fest im portugiesischen Oberhaus an.

2021/22 kam er auf ein Tor und drei Assists in 35 Spielen, wobei er vor allem vielseitig eingesetzt wurde. Der 176cm große Dribbler spielte hauptsächlich als Linksaußen, aber auch etwas tiefer, auf der rechten Seite und im Sturmzentrum. In der vergangenen Spielzeit 2022/23 folgte schließlich eine markante Leistungsexplosion mit acht Toren in 32 Ligaspielen. Auch in dieser Saison wurde Vidigal beidseitig auf mehreren Positionen, sowie im Sturmzentrum und als Halbspitze eingesetzt.

In Portugals Juniorenauswahlen spielte Vidigal zwar regelmäßig, aber auch eher eine untergeordnete Rolle. Am erfolgreichsten war er für die U20-Nationalmannschaft, für die er in sechs Spielen zwei Treffer und dabei unter anderem mit Kickern wie Rafael Leao, Pedro Neto oder Diogo Leite zusammenspielte. In der U21 kam er neben Spielern wie Diogo Jota oder Joao Felix nur auf einen Kurzeinsatz im Jahr 2018.

Nun zog der 24-Jährige das Interesse aus dem In- und Ausland auf sich. Aus der portugiesischen Liga sind etwa Famalicao und Vitoria Guimaraes an einem Kauf des Linksaußen interessiert. Die aussichtsreichen Kandidaten auf dem internationalen Parkett sollen Standard Lüttich und Rapid sein.

Der Vertrag des flexiblen Offensivmannes läuft nur noch ein Jahr und nachdem der Klub in der portugiesischen Relegation nach Elfmeterschießen (in dem Vidigal seinen Elfer verwandelte) absteigen muss, wird er den Klub definitiv verlassen. Eine mögliche Ablösesumme soll sich im höheren sechsstelligen Euro-Bereich bewegen. In der Abstiegssaison war Vidigal mit seinen acht Saisontoren der Top-Torschütze seines Teams.

Ein wichtiges Argument ist sicher ein Europacup-Startplatz, den etwa Belgien-Interessent Standard Lüttich verpasste. Vitoria Guimaraes nimmt als Vorjahressechster der Primeira Liga aber teil und trifft in der zweiten Quali-Runde zur Conference League auf den slowenischen Klub Celje.

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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