In der 23. Runde der österreichischen Bundesliga feierte Red Bull Salzburg einen 5:1-Heimsieg gegen die Wiener Austria. Im Folgenden sollen die Spieler der... Spielerbewertung RBS – FAK: Dabbur überstrahlt alle!

 

In der 23. Runde der österreichischen Bundesliga feierte Red Bull Salzburg einen 5:1-Heimsieg gegen die Wiener Austria. Im Folgenden sollen die Spieler der beiden Mannschaften näher betrachtet werden.

Notenschlüssel:
1= sehr schwach
10 = sehr stark
0 = zu kurz eingesetzt

Red Bull Salzburg

Cican Stankovic 3

Der österreichische Nationaltorhüter bekam insgesamt gesehen wenig Gelegenheiten, Schüsse auf das Tor zu parieren und seine Qualitäten zu zeigen, allerdings verursachte er unnötigerweise und viel zu leichtfertig einen Elfmeter, der den zwischenzeitlichen Ausgleich bedeutete. Glück für ihn, dass seine Mannschaftskollegen seinen Fehler ausbessern konnten.

Stefan Lainer 7

In der ersten Halbzeit hatte der Nationalspieler in der Defensive noch so seine Probleme mit dem agilen Prokop, weshalb seine Zweikampfbilanz auch letztlich in dieser Partie negativ ausfiel (37 Prozent). Allerdings war sein Spiel nach vorne dafür wie gewohnt druckvoll, wobei er speziell in der zweiten Halbzeit viel Dynamik nach vorne entfachen konnte. So gehen letztlich drei Schlüsselpässe und die schöne Torvorlage zum 1:0 Führungstreffer auf sein Konto, wobei dazu auch noch zwei erfolgreiche Dribblings kommen.

Andre Ramalho 7

Eine gewohnt aufmerksame Partie des Innenverteidigers, der in der Defensive die meiste Zeit sehr konzentriert agierte und daher nicht nur 75 Prozent seiner Zweikämpfe gewann, sondern auch noch auf acht Ballsicherungen und zwei abgefangene Bälle kam. Im Spiel mit dem Ball gab er die meisten Pässe ab (77), wobei er sich speziell in der ersten Halbzeit schwer tat offene Mitspieler zu finden und ungewöhnlich viele lange Bälle spielte.

Jerome Onguene 5

Der Innenverteidiger kam zwar auf eine perfekte Zweikampfquote, allerdings wirkte er nicht immer sattelfest in seinem Spiel und mit einem Pressball ermöglichte er erst die Elfmetersituation, die zum 1:1 führte. So war es ein Spiel mit Licht und Schatten für ihn, wobei er mit 92 Prozent auch der ballsicherste Spieler seiner Mannschaft war, auch wenn darunter nur wenige anspruchsvolle Zuspiele waren.

Andreas Ulmer 7

Der österreichische Nationalspieler legte eine ordentliche Partie hin und hatte in der Abwehr viel zu tun, da ihn sein Gegenspieler oft in der Defensive drängte und er da sehr aufmerksam agieren musste. Letztlich war seine Zweikampfbilanz ausgeglichen und mit Licht und Schatten versehen, wobei er im Ballbesitz sehr aktiv war und daher auch auf die zweitmeisten Ballkontakte kam (92) und zusätzlich die meisten Pässe in der gegnerischen Hälfte spielte (43), weshalb er auch eine wichtige Rolle im Ballbesitzspiel seiner Mannschaft einnahm.

Diadie Samassekou 8

Eine starke Vorstellung des defensiven Mittelfeldspielers, der seine Hauptaufgabe im Spiel gegen den Ball wie gewohnt sehr gut erfüllte, so auch auf eine positive Zweikampfquote von 62 Prozent kam und zusätzlich sechs Ballsicherungen und je vier erfolgreiche Tacklings und abgefangene Bälle verbuchte. Nicht nur durch seine Stärken in der Balleroberung machte er auf sich aufmerksam, er kam auch auf die meisten Ballaktionen auf dem Spielfeld (94) und bereitete zwei Treffer vor, was normalerweise nicht seine Kernaufgabe ist.

Xaver Schlager 5

Der Nationalspieler war wie gewohnt sehr engagiert und bissig in den Zweikämpfen, weshalb er auch knapp 65 Prozent seiner Duelle für sich entscheiden konnte und darüber hinaus auch noch sieben Ballsicherungen und fünf erfolgreiche Tacklings sammelte. In der Offensive war er nicht so auffällig wie seine Kollegen, allerdings war seine Passquote mit 81 Prozent ordentlich und er lieferte auch noch zwei Schlüsselpässe ab.

Dominik Szoboszlai 7

Der Shootingstar der Salzburger lieferte zum wiederholten Male eine überzeugende Performance ab, indem er immer wieder mit seinen technischen Fertigkeiten und seiner Übersicht zu glänzen wusste und weder aus der Ruhe kam, noch sich leichte Ballverluste leistete. So kam er nicht von ungefähr letztlich mit knapp 90 Prozent auf die zweitbeste Passquote auf dem Feld, aber auch auf einen Key Pass, eine positive Zweikampfbilanz (64 Prozent) und acht Ballsicherungen.

Takumi Minamino 8

Hatte im ersten Abschnitt noch etwas Probleme, die richtige Anbindung an das Spiel zu finden und sammelte daher auch nicht so viele Ballkontakte, wobei er immer wieder seine Gefährlichkeit andeutete und so auch am Führungstreffer beteiligt war, aber auch wichtige Laufwege in die Tiefe machte und versuchte Räume zu öffnen. In der zweiten Halbzeit erzielte er rasch seinen Treffer zum 2:1 und war ab da an voll in der Partie, weshalb er letztlich auch sechs Schüsse abgab und zwei Schlüsselpässe spielte. Ein kleiner Wehrmutstropfen waren seine vier verlorenen Bälle, die er in Zukunft abstellen sollte.

Fredrik Gulbrandsen 7

Wie sein Mitspieler, tat auch er sich im ersten Durchgang noch schwer und fand nicht wirklich Bindung ans Spiel, auch wenn er zu einer guten Gelegenheit kam. In der zweiten Halbzeit wurde auch er besser, kam verstärkt über den rechten Flügel und war dort ein Aktivposten, weshalb er letztlich drei Schlüsselpässe spielte, drei erfolgreiche Dribblings und eine Torvorlage auf sein Konto verbuchen konnte.

Munas Dabbur 10

Die Bestnote vergeben wir nur selten, aber wenn sie ein Spieler verdient hat, dann der israelische Nationalspieler an diesem Tag. Es war zwar nicht alles perfekt und er gewann nur vier seiner sechszehn geführten Zweikämpfe und leistete sich vier Ballverluste, allerdings gab er auf der anderen Seite ganze neun (!) Torschüsse ab, erzielte dabei vier Treffer, wobei er auch noch drei Großchancen ausließ und noch mehr Tore erzielen hätte können. Darüber hinaus war er bestens in das Spiel seiner Mannschaft eingebunden, verbuchte als Stürmer knapp 70 (!) Ballkontakte und war somit das Um und Auf im Spiel der Salzburger.  

FK Austria Wien

Patrick Pentz 8

Der U21-Nationalspieler konnte sich in diesem Spiel trotz der fünf Gegentore nichts vorwerfen, denn einerseits konnte er mit einigen Paraden noch schlimmeres verhindern und andererseits parierte er auch einen Elfmeter, war allerdings beim Nachschuss dann machtlos. Überzeugen konnte er mal wieder spielerisch und konnte da seiner Mannschaft einen Mehrwert verschaffen.

Florian Klein 5

Der Routinier konnte in dieser Partie spielerisch einige Male überzeugen und zeigte sich spielfreudig, weshalb er trotz der aggressiven und pressenden Spielweise des Gegners auf eine Passquote von 79 Prozent kam, was für einen Außenverteidiger durchaus beachtlich ist. Defensiv zeigte er allerdings Licht und Schatten, hatte da eine leicht negative Zweikampfbilanz und wurde drei Mal von einem Gegenspieler ausgedribbelt, was der Höchstwert seiner Mannschaft war.

Michael Madl 7

Der routinierte Abwehrchef der Violetten, weiß in seiner neuen Rolle als Halbverteidiger zu überzeugen und legte mal wieder eine tadellose Performance ab, indem er in der Defensive nicht nur 67 Prozent seiner Zweikämpfe gewann (Bestwert seiner Mannschaft), sondern auch darüber hinaus mit sieben klärenden Aktionen, vier erfolgreichen Tacklings und drei Ballsicherungen auf sich aufmerksam machte.

Christian Schoissengeyr 3

Ein eigenartiges Spiel des großgewachsenen Innenverteidigers, der zwar einerseits immer mal wieder gute Aktionen zeigte und so auf eine Zweikampfquote von 66 Prozent kam und dazu noch elf Ballsicherungen, acht (!) erfolgreiche Tacklings und vier klärende Aktionen verbuchte. Andererseits aber, leistete er sich immer wieder Aussetzer und attackierte zu ungestüm, weshalb er nicht nur de facto zwei Elfmeter hätte verursachen müssen, sondern sich auch im Vorfeld des 2:1 einen Fehler leistete, der fatale Auswirkungen hatte. Der Defensivspieler muss an seiner Konzentration und Handlungsschnelligkeit arbeiten, damit seine schlechten Aktionen in seinem Spiel nicht überwiegen.

Igor 6

Grundsätzlich legte der junge Brasilianer eine ansprechende Vorstellung hin und konnte nicht nur eine gute Zweikampfquote (knapp 60 Prozent) verbuchen, sondern kam auch noch auf 12 (!) Ballsicherungen, je drei klärende Aktionen und erfolgreiche Tacklings und zwei abgefangene Bälle. Vor allem im Spielaufbau wusste der Innenverteidiger mit seiner starken Technik zu überzeugen, weshalb er selbst unter Druck Situationen auflösen konnte und die Ruhe bewahrte. Nur in einer Szene agierte er zu leichtsinnig, als er einen Corner verhindern wollte und so dem Gegner den Ball schenkte.

Christoph Martschinko 5

Der Linksverteidiger zeigte sich nach seinen schwachen Auftritten zu Beginn der Frühjahrsaison wesentlich verbessert, wusste dabei vor allem spielerisch zu überzeugen und löste einige Situationen sehenswert auf, weshalb es langsam so wirkte, als würde er in einen immer besseren Rhythmus kommen. Verbessern muss er sich in der Defensive, wo er nicht immer Zugriff auf den Gegner herstellen konnte und wenige Zweikämpfe führte.

Uros Matic 5

Der Serbe legte vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Vorstellung ab, wo er nicht nur durch seine enorme Laufarbeit auffiel, sondern immer wieder für wichtige Ballgewinne sorgte und so das Zentrum mit seinem Partner zusammenhielt. Auch technisch zeigte er hin und wieder seine Klasse, wobei er darüber hinaus auch noch den Elfmeter herausholte. Mit Fortdauer der zweiten Halbzeit merkte man ihm seine Müdigkeit an, wodurch seine Fehlerquote größer wurde und er die letzten beiden Gegentreffer mit seinen Ballverlusten einleitete.

James Jeggo 6

Startete etwas nervös in diese Partie und agierte im Ballbesitz zu hektisch, weshalb er kaum Ruhe in sein Spiel brachte und oft den Ball herschenkte. Mit Fortdauer der Partie steigerte er sich jedoch merklich, wurde immer sicherer und mutiger im Passspiel und kam so letztlich auf eine ordentliche Passquote von 75 Prozent und sammelte sogar einen Schlüsselpass. Vor allem seine Arbeit gegen den Ball war allerdings für seine Mannschaft von entscheidender Bedeutung, wo er durch seine Laufarbeit viele Räume zustellte, aber auch mit seinen zehn Ballsicherungen und seinen vielen geführten Zweikämpfen (14) ein wichtiger Faktor war.

Maximilian Sax 8

Der Kreativspieler der Austria legte eine tolle Vorstellung ab und war in der Offensive das Um und Auf seiner Mannschaft. Mit seinen Dribblings und Vorstößen, war er ein ständiger Unruheherd für den Gegner, weshalb er nicht nur die meisten Dribblings auf dem Feld gewann (4), sondern auch drei Torschüsse und einen Schlüsselpass ablieferte, aber auch trocken den Elfmeter zum 1:1 Ausgleich verwertete. Mindestens genauso imposant war jedoch sein Einsatzwille, weshalb er mit 21 Zweikämpfen die mit Abstand meisten auf dem Feld führte und viel in der Defensive mithalf. Einziger Wermutstropfen waren seine sechs verlorenen Bälle, die eindeutig zu viel waren.

Dominik Prokop 6

Wie auch viele seiner Mannschaftskollegen, legte auch er eine tolle Vorstellung in der ersten Halbzeit ab und war neben Sax der entscheidende Schüsselspieler, der für die Struktur und Überraschungsmomente im Offensivspiel zuständig war. So gewann er nicht nur die zweitmeisten Dribblings neben Sax (3), sondern spielte auch noch zwei Schlüsselpässe, die beide zu Großchancen führten.  Er verzeichnete sogar eine leicht positive Zweikampfbilanz und zeigte sich auch in der Defensivarbeit verbessert. Umso ärgerlicher, dass er dieses Niveau im zweiten Durchgang nicht halten konnte und deutlich abbaute, da sich bei ihm viele Fehler und Ungenauigkeiten in seinem Spiel einschlichen.

Bright Edomwonyi 5

Der Wandspieler der Violetten, verrichtete wie gewohnt enorm viel Laufarbeit für seine Mannschaft und band oft mehrere Gegner zugleich, wodurch seine Mitspieler im Gegenzug mehr Räume erhielten. Er kam auch zu zwei guten Gelegenheiten und verzeichnete mit 77 Prozent eine der besten Passquoten seiner Mannschaft. Allerdings leistete er sich auch einige technische Fehler und zu leichte Ballverluste, woran er noch arbeiten muss.

Christoph Monschein 0

Zu kurz eingesetzt.

Alon Turgeman 0

Zu kurz eingesetzt.

Dalibor Babic

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