Normalerweise waren die letzten Aufeinandertreffen zwischen Sturm Graz und Wacker Innsbruck keine „High-Scoring-Games“. Das letzte Mal, dass eines der beiden Teams im besagten Duell... tipp3 Bundesliga Vorschau, 8.Runde: SK Sturm Graz – FC Wacker Innsbruck

Normalerweise waren die letzten Aufeinandertreffen zwischen Sturm Graz und Wacker Innsbruck keine „High-Scoring-Games“. Das letzte Mal, dass eines der beiden Teams im besagten Duell mehr als ein Tor erzielte, liegt bereits 16 Monate zurück. Damals gewann der SK Sturm in der UPC-Arena mit 2:1 und sicherte sich so den Meistertitel. Wer ein Spiel zwischen Sturm und Wacker Innsbruck sucht, bei dem eines der beiden Teams mindestens drei Tore erzielte, muss schon fünf Jahre zurückblättern (damals 3:0 für Sturm).

Doch das erste Saisonduell der Spielzeit 2012/13 riecht förmlich nach einem Torfestival. Sturm gilt vor allem zu Hause als zuverlässige Torfabrik, erzielte in den letzten beiden Heimspielen sieben Tore. Wacker Innsbruck steht nach drei Niederlagen in Serie mit dem Rücken zur Wand und muss die Flucht nach vorne suchen. Noch dazu verstärkte sich die Kogler-Elf mit einem durchaus schillernden Akteur, der beim SK Sturm groß wurde.

Wallner als Innsbrucker Rettung?

Mittlerweile ist Roman Wallner 30 Jahre alt. Sturm verließ er im zarten Alter von 17 Jahren, nachdem er zuvor sogar eine Champions-League-Minute geschenkt bekam. Es folgten vier Jahre bei Rapid, was einer Verweildauer bei einem einzelnen Klub entspricht, die Wallner Zeit seiner Karriere nie wieder erreichte. Nach einer schwachen Saison 2003/04 und diversen disziplinären Auffälligkeiten wechselte er nach Hannover. Die Roten aus Niedersachsen sollten seine dritte von mittlerweile insgesamt 13 Stationen in vier Ländern sein. In Österreich hat Wallner außer bei der Admira noch überall getroffen und so darf man auf sein Innsbruck-Gastspiel sehr gespannt sein. Obwohl er erst knapp zwei Wochen mit der Mannschaft trainierte, dürfte er auswärts bei seinem Stammklub gesetzt sein.

Alternativen in der Wacker-Offensive

Hinter Wallner sollen Schütz und Wernitznig die Flügel beackern, während Saurer die besten Chancen auf einen Einsatz als „Zehner“ hat. Dies würde ihm in einem 4-2-3-1 durchaus entgegenkommen, da er mehr Rückendeckung aus dem defensiven Mittelfeld bekommen würde. Noch dazu hat Wacker nun Alternativen auf der Bank: Perstallers Formkurve zeigt leicht nach oben, auch Schreter und Marcelo Fernandes kann man gegebenenfalls in die Schlacht werfen.

Schwache Wacker-Defensive

Dass Wacker in Graz trifft ist angesichts der Vorzeichen und des Drucks recht wahrscheinlich. Aber auch Gegentore dürften unabdingbar sein. Die Innenverteidigung mit Kofler und Svejnoha erwies sich bisher als unsicher. Bergmann und Köfler werden außen zum Einsatz kommen, da Hauser erkrankte. Weiters fehlt Merino, sowie die rekonvaleszenten Schilling und Löffler.

Hölzl und Kainz wieder da

Nach zwei Siegen in Folge könnte man meinen, dass sich das Team des SK Sturm von alleine aufstellt. Aber das ist angesichts einiger Rückkehrer gar nicht so sicher. Im Laufe der Länderspielpause meldeten sich die beiden Flügel Andreas Hölzl und Florian Kainz wieder fit. Gerade ein Heimspiel gegen den Tabellenletzten mutet als ideales Comeback-Spiel für die sonst zumeist gesetzten Akteure an. Ein Einsatz von Neuverpflichtung Tobias Kainz im defensiven Mittelfeld ist hingegen unwahrscheinlich. Die Mittelfeldzentrale ist Sache von Manuel Weber – auch weil Säumel weiterhin verletzt ist.

Viererkette steht, Knipser und „Wingmen“ für die Offensive

Die Viererabwehrkette der Grazer dürfte feststehen: Ehrenreich und Klem außen, Dudic und Vujadinovic innen. Philipp Hütter, zuletzt dreimal von Beginn an dabei und durchaus frech, fällt mit Adduktorenproblemen aus. Außerdem werden Ciftci und Schloffer ausfallen. Auch Okoties Einsatz ist nach seinem Jochbeinbruch kaum denkbar. Für die Tore soll aber ohnehin weiterhin Richard Sukuta-Pasu sorgen, der mittlerweile bei vier Saisontoren hält. Und mit Darko Bodul, Imre Szabics und dem zuletzt besser werdenden Haris Bukva verfügt Trainer Peter Hyballa über einige „Wingmen“ für den kraftvollen deutschen Angreifer.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen