Die Wiener Austria kann heute Abend zum 24.Mal Meister werden. Schon ein Remis gegen den SV Mattersburg genügt. Einzig bei einer Niederlage gegen die... Violettes Meisterstück gegen Mattersburg? Vorschau auf die 35.Runde der tipp3 Bundesliga

BundesligaDie Wiener Austria kann heute Abend zum 24.Mal Meister werden. Schon ein Remis gegen den SV Mattersburg genügt. Einzig bei einer Niederlage gegen die Burgenländer und einem gleichzeitigen Sieg von Red Bull Salzburg bei der SV Ried könnte es am Wochenende zu einem Meisterschafts-Showdown in Wals-Siezenheim kommen. Aber daran glaubt mittlerweile kaum noch jemand und in Wien-Favoriten ist der Sekt bereits eingekühlt.

Definitiv kein „Gijon“

Das leicht Pikante am heutigen Abendspiel: Der Austria reicht ein Punkt um Meister zu werden, dem SV Mattersburg ein Punkt für den endgültigen Klassenerhalt. Dass es zu einer gijonesken Absprache zwischen den Teams kommen könnte, ist jedoch mehr als nur unwahrscheinlich. Die Austria möchte ihre Meisterparty feiern, den SVM besiegen und Trainer Peter Stöger kann dabei auf seine gesamte Mannschaft mit Ausnahme des angeschlagenen Dare Vrsic zurückgreifen. Mattersburg-Coach Lederer hat indes defensive Personalprobleme, muss nach Rath, Malic, Novak und Seidl heute auch noch den gesperrten Routinier Adnan Mravac vorgeben. Die drei bisherigen Saisonduelle zwischen der Austria und Mattersburg endeten allesamt klar für die Veilchen – Hosiner erzielte in drei Spielen sechs Tore gegen seine „Landsleute“.

Wacker Innsbruck schon heute Fixabsteiger?

Auch am Tabellenende könnte es bereits heute eine Entscheidung geben. Dafür müssen jedoch mehrere Ereignisse zugleich eintreten: Wenn Wiener Neustadt gegen den Wolfsberger AC siegt, die Admira gegen Rapid punktet und Wacker Innsbruck das Heimspiel gegen Sturm verliert, steigen die Tiroler definitiv ab. Die Innsbrucker können gegen Sturm angreifen was das Zeug hält – bei Punktegleichheit würde die Mannschaft von Roland Kirchler aufgrund eines Becherwurfs im letzten Spiel gegen Sturm automatisch zurückgereiht werden.

Innsbruck heute kein typischer Außenseiter

Die Innsbrucker treffen heute jedoch auf eine Sturm-Elf, die gegen Ried – wenn auch glücklich – eine sieben Spiele andauernde Unserie ohne Sieg beenden konnte. Mit Szabics, Dudic, Schloffer, Kaufmann, Hütter, Säumel und Tobias Kainz fallen auf Seiten der Blackies außerdem sieben Spieler aus. Innsbruck kann beinahe auf den gesamten Kader zurückgreifen, einzig Saurer und Kofler bangen noch um ihre Einsätze. Die „Favoritenverhältnisse“ sind trotz der deutlichen Tabellensituation nicht unbedingt klar verteilt…

Neustädter Lazarett lichtet sich, Wolfsberg will in den Europacup

Wiener Neustadt kann etwas entspannter in das wichtige Heimspiel gegen Wolfsberg gehen. Trainer Heimo Pfeifenberger kann auf zahlreiche Spieler zurückgreifen, die in den letzten Wochen und Monaten verletzt waren, muss nur noch Terzic und Maak vorgeben. Wolfsberg muss siegen, um die Chance auf einen Europacupplatz zu wahren. Diese gäbe es zwar auch noch im Falle dessen, dass gegen Neustadt etwas schief geht und Sturm gegen Wacker Innsbruck nicht voll punktet, allerdings sollte es die Bjelica-Elf nicht auf die letzte Runde ankommen lassen. Für den kleinen Verein aus dem Lavanttal wäre eine Europacup-Teilnahme eine historische Situation.

Salzburg schaut auf sich, Ried will ersatzgeschwächt Mini-Chance wahren

Auch die SV Ried hat noch theoretische Europacupchancen, mit einem Sieg über Red Bull Salzburg und gleichzeitiger Schützenhilfe von Innsbruck und Wiener Neustadt, würden die Innviertler sogar auf den vierten Rang vorstoßen. Angesichts der beeindruckenden Ligaserie von Red Bull Salzburg glaubt daran aber niemand, wodurch die Rieder, die außerdem in der letzten Runde auswärts zu Rapid müssen, nur noch Außenseiterchancen auf Platz vier haben. Hinzu kommt, dass mit den gesperrten Karner und Schicker und den verletzten Baumgartner, Carril, Nacho, Reiter und Trauner sieben Spieler ausfallen. Salzburg vertraut wohl auch auswärts in Ried auf die Stürmerachse Alan-Soriano und seine flinken Einfädler Mané und Kampl.

Versehrtenpartie in der Südstadt

Auch die Admira ist noch nicht vor dem Abstieg gerettet. Das Duell mit Rapid in der Südstadt wird zu einem Lazarett-Match. Bei der Admira fehlen voraussichtlich acht Spieler (Macho, Mikus, Palla, Plassnegger, Windbichler, Toth, Tito, Seebacher), bei Rapid fünf (Alar, Hofmann, Schrammel, Pichler, Schimpelsberger). Admiras Stephan Palla, dessen Einsatz sich erst spät entscheidet, wird in der neuen Saison zum SK Rapid zurückkehren. Rapid-Stürmer Terrence Boyd, dessen Einsatz von Beginn an systembedingt ebenfalls nicht fix ist, wird vom Trainer von Maccabi Haifa beobachtet.

Letzte Runde (Sonntag, 26.Mai)

Red Bull Salzburg – FK Austria Wien
SK Rapid Wien – SV Ried
SK Sturm Graz – SC Wiener Neustadt
Wolfsberger AC – FC Wacker Innsbruck
SV Mattersburg – Admira Wacker Mödling

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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