Wer schafft den Einzug in das Playoff zur Champions League und ist damit nur mehr einen Schritt von der Gruppenphase der Königsklasse entfernt? Abseits.at... Vorschau zur 3. Runde der Champions-League-Qualifikation – Die Rückspiele

Champions LeagueWer schafft den Einzug in das Playoff zur Champions League und ist damit nur mehr einen Schritt von der Gruppenphase der Königsklasse entfernt? Abseits.at stellt drei spannende Rückspiele vor.

Panathinaikos – Standard Lüttich

Hinspiel 0:0

Da weder Standard noch Panathinaikos im Hinspiel zumindest eine der zahlreichen guten Chancen nutzen konnten, trennten sich der belgische und griechische Vizemeister torlos. Wem dieses Ergebnis nun in die Karten spielt, sei dahingestellt. Einerseits gelang es Standard die Griechen davon abzuhalten, einen Auswärtstreffer zu erzielen, andererseits sollte Panathinaikos mit den Fans im Rücken im engen Stadion Apostolos Nikolaidis einen atmosphärischen Vorteil haben. Beide Vereine wären im Playoff ungesetzt, doch während Panathinaikos durchaus als Stammgast in der Champions League bezeichnet werden kann, wäre es für Standard nach 2009/10 erst die zweite Teilnahme an der Gruppenphase.

Glamouröse Spieler wie Djibril Cissé sucht man im Kader der Griechen mittlerweile vergeblich. Diese Zeiten sind spätestens seit dem Beginn der Wirtschaftskrise vorbei, in der Vorsaison wurde Panathinaikos von der UEFA sogar die Lizenz für internationale Spiele verweigert. Bestens bekannt sind in Österreich allerdings Abwehrchef Gordon Schildenfeld und Mittelfeldmann David Mendes da Silva und auch der Sturm mit Mladen Petric und Marcus Berg kann sich durchaus sehen lassen. Standard hatte in der Sommerpause einige schmerzhafte Abgänge zu verkraften, denn so verließen unter anderem Michy Batshuayi, William Vainqueur und Imoh Ezekiel den Verein, was aber immerhin rund 20 Millionen Euro in die Kassen spülte. Auf teure Neuzugänge wurde dennoch verzichtet.

Zenit St. Petersburg – AEL Limassol

Hinspiel 0:1

Einen äußerst missglückten Saisonstart setzte es für Zenit St. Petersburg. Im ersten Bewerbsspiel 2014/15 unterlagen die Russen bei Zyperns Vizemeister AEL Limassol 0:1 und schlossen damit an die durchgehend schwachen internationalen Leistungen der Vorsaison an. Der Pole Lukasz Gikiewicz brachte die Gastgeber nach rund einer Stunde und Führung und nicht zuletzt weil wenige Minuten später Axel Witsel ausgeschlossen wurde, blieb es beim Sieg für Limassol. Zenit-Trainer André Villas-Boas bot alle Stars auf, darunter auch Hulk, und muss nun hoffen, dass seine Mannschaft die Scharte im Petrowski Stadion ausmerzt, ansonsten könnte es für den Portugiesen, der erst seit dem Frühjahr im Amt ist, äußerst ungemütlich werden. Immerhin gelang am Wochenende zum Meisterschaftsstart ein klarer 4:0-Erfolg bei Aufsteiger Arsenal Tula.

Dass AEL Limassol nur zypriotischer Vizemeister ist und nicht den Titel gewann, war einem Spielabbruch im entscheidenden Meisterschaftsspiel gegen APOEL Nikosia durch die Zuschauer geschuldet. Die Partie musste wiederholt werden und da APOEL gewann, versucht AEL nun, sich über den Non-Champions-Weg für die Gruppenphase zu qualifizieren. Wie bei zypriotischen Vereinen üblich, stellen heimische Spieler im Kader die absolute Ausnahme dar und Legionäre aus aller Herren Ländern dominieren, wobei es den Vereinsverantwortlichen vor allem Akteure aus Brasilien, Spanien und Portugal angetan haben dürften. Der größte internationale Erfolg des Vereins war der Einzug in die Gruppenphase der Europa League vor zwei Jahren, die größten internationalen Spiele liegen aber schon etwas weiter zurück. 1968 traf AEL in der ersten Runde des Meistercups auf Real Madrid, ging allerdings zwei Mal mit 0:6 unter.

Celtic – Legia Warschau

Hinspiel 1:4

Ein böses Déjà-Vu erlebten die Celtic-Fans in Warschau. Wie vor neun Jahren kam ihr Verein in der Champions-League-Qualifikation gegen einen osteuropäischen Verein böse unter die Räder. Damals verloren die Schotten beim slowakischen Meister Artmedia Bratislava mit 0:5 und mussten ihre internationalen Ambitionen bereits im Hochsommer begraben. Soweit wird es diesmal zwar definitiv nicht kommen, weil immer noch der Trostpreis Europa-League-Playoff bliebe, sollte tatsächlich das Aus kommen, doch der Traum von der dritten Champions-League-Teilnahme in Folge wäre für die Schotten ausgeträumt.

Dabei ging Celtic in Warschau durch Callum McGregor sogar in Führung, doch was danach folgte, war Arbeitsverweigerung in Reinkultur. Legia erzielte durch Miroslav Radović, Michał Żyro und Jakub Kosecki nicht nur vier Tore, sondern vergab zahlreiche weitere hochklassige Chancen, darunter auch zwei Elfmeter. Zudem sah Efe Ambrose die rote Karte und wird nun seiner Mannschaft im Rückspiel fehlen. Viel spricht nicht mehr für die Truppe des norwegischen Neo-Trainers Ronny Deila, lediglich der Blick in die Geschichte macht ein wenig Mut. Vor neun Jahren wurde das Rückspiel gegen Artmedia mit 4:0 gewonnen, was damals zwar nicht reichte, diesmal würde dieses Resultat aber das Weiterkommen bedeuten. Allerdings findet das Spiel nicht im stimmungsvollen Celtic Park statt, der für die momentan stattfindenden Commonwealth Games genutzt wird, sondern im Murray Field zu Edinburgh.

OoK_PS, abseits.at

Keine Kommentare bisher.

Sei der/die Erste mit einem Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.