Der griechische Traditionsklub befindet sich offensichtlich in großen Schwierigkeiten. Bereist seit Längerem ist bekannt, dass sich der griechische Ligafußball in einer ausgewachsenen Krise befindet.... Chaos bei Panathinaikos Athen

_Panathinaikos Athen Wappen

Der griechische Traditionsklub befindet sich offensichtlich in großen Schwierigkeiten.

Bereist seit Längerem ist bekannt, dass sich der griechische Ligafußball in einer ausgewachsenen Krise befindet. Das liegt nicht nur an der finanziellen Lage des gesamten Landes, sondern auch an Misswirtschaft, Gewalt unter den Fans oder Spielmanipulationen innerhalb der Super League. Hierbei sind nicht nur kleine oder Mittelklasseklubs betroffen. Bis auf Serienmeister Olympiakos Piräus steht so geht wie jedem Verein der Super League in finanzieller Hinsicht das Wasser bis zum Hals. Bereits vor zwei Jahren berichtete die deutsche Tageszeitung Taz, der Transfermarkt in Griechenland sei praktisch tot. Dies gilt bis heute: Außer Piräus kann kein Verein noch die entsprechenden Ablösesummen für neue Spieler zahlen. Gehälter werden viel zu spät oder gar nicht mehr überwiesen.

Das betrifft mittlerweile auch Panathinaikos Athen. Viele Fans sind aufgrund der letzten Entwicklungen – u.a. dem Abgang von Toptorjäger Marcus Berg, der auf einen Wechsel pochte, da der Klub ihm angeblich noch Geld schuldete – sehr besorgt. Besitzer Ioannis Alafouzos hat bereits vor der neuen Saison angekündigt, den eh schon schmalen Etat um weitere 35 Prozent senken zu müssen. Weitere Spieler müssen verkauft werden, wie beispielweise Leistungsträger Rodrigo Moledo, der für 1,5 Millionen Euro zu Besiktas Istanbul wechselt. Auch Niklas Hult und Mubarak Wakaso wollen den Klub scheinbar unbedingt verlassen. In beiden Fällen geht es um finanzielle Ausstände.

Oder Ist es einfach die Angst, sich auf einem sinkenden Schiff zu befinden? Zumindest scheinen bei Panathinaikos derart chaotische Umstände zu herrschen, dass auch der Technische Direktor Nikolaos Lyberopoulos sich nicht mehr anders zu helfen wusste, als von seinem Amt zurückzutreten. Trainer Marinos Ouzounidis gilt als der nächste Kandidat, der die Brocken hinschmeißen könnte. Besitzer Alafouzos weigert sich derweil, weiteres Geld in den Klub zu stecken. Gerüchte um eine mögliche Insolvenz machen bereits die Runde. Mit das Schlimmste: Die Fans werden wohl aus Protest zu einem großen Teil dem Stadion in der nächsten Saison fernbleiben. Immer mehr unterstützen ausschließlich nur noch die erfolgreiche Basketball-Abteilung.

Eine Hoffnung bleibt allerdings: Bereits nach dem schwachen Start in die vergangene Saison leitete man einen Umbruch ein. Weg von zweitklassigen und überbezahlten Legionären, hin zu talentierten Nachwuchsspielern. Ein Konzept, das auch nächste Saison greifen muss. Zuletzt konnte sich Panathinaikos immerhin für die Europa League qualifizieren und erreichte das Pokalfinale. Die damals zarte Zuversicht der Fans wird aktuell aber auf eine harte Probe gestellt.

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