Der FC Wacker Innsbruck erwies sich im Herbst als Remiskönig der heimischen Bundesliga, unterm Strich steht ein leistungsgerechter siebter Tabellenrang nach 19 Runden, der... abseits.at bewertet die Hinrunde des FC Wacker Innsbruck – ein überragender „Sechser“ und rundherum einige Gute!

Der FC Wacker Innsbruck erwies sich im Herbst als Remiskönig der heimischen Bundesliga, unterm Strich steht ein leistungsgerechter siebter Tabellenrang nach 19 Runden, der nach oben hin nicht viel zulässt, aber auch nach unten keine negativen Ausreißer befürchten lässt. Abseits.at bewertet die Leistungen der Innsbrucker Spieler im Herbstdurchgang der Saison 2011/12!

Notenschlüssel: 1 = sehr schwach, 10 = sehr gut

Die Bewertungen erfolgen auf Basis der Möglichkeiten von Spieler und Verein. Am Ende dieser Serie wird es eine Ligagesamtwertung geben, in die auch Einsatzzeit, Punktzahl und sonstige Faktoren mit einfließen.

Szabolcs Safar … 8
Nachdem der Ungar es in der Vorsaison bei der Wiener Austria nur auf drei Ligaspiele brachte und immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, begann auch Safars neue Saison schleppend und nicht immer sicher. Aber der 37-jährige Haudegen fing sich und avancierte einmal mehr zu einem der besten Torhüter der Liga. Großartige Leistungen vor allem im zweiten Saisonviertel!

Iñaki Bea Jauregi … 3
Begann die Saison mit einigen Schnitzern und führte sie unfreiwillig auf der Tribüne weiter. Spielerisch passte nichts zusammen und dann kamen auch noch private Probleme dazu, die den sonst so harten Abwehrchef in die Knie zwangen. Verkorkste Halbsaison, die der Baske schnell aus seinem Kopf streichen sollte.

Tomas Abraham … 9
Der 32-jährige Tscheche ist derzeit wohl der beste und verlässlichste „Sechser“ der gesamten Liga. Der erfahrene Defensivmann ist der Denker und Lenker im Spiel der Innsbrucker, verliert kaum Zweikämpfe und tritt seinen Teamkollegen in den Allerwertesten, wenn sie mannschaftstaktisch nicht spuren. Unheimlich wichtiger Spieler, der wohl auch bei jedem anderen österreichischen Klub ein Stammleiberl hätte.

Georg Harding … 4
Die Bundesliga ist auf Dauer für den beinharten Defensivspieler eine Nummer zu groß. Harding hat im Vergleich zu seinen direkten Konkurrenten um einen Platz in der Mannschaft zu große fußballerische Defizite.

Dario Dakovic … 6
Von der Rolle eines Chefs ist der 24-Jährige zwar weiterhin weit entfernt, dennoch machte er einen deutlichen Schritt nach vorne und überzeugte sowohl in der Innen- als auch in der Außenverteidigung durch beständige Leistungen.

Alex Hauser … 6
Kaum ein Spieler wurde so häufig aussortiert wie Alex Hauser – in Österreich spielte der 27-Jährige bereits bei acht Klubs. Doch in Innsbruck präsentierte er in der laufenden Saison seine Vorzüge: Energisches Offensivspiel, solides Defensivspiel, aktuell spielt Hauser wohl auf dem Zenit seiner Möglichkeiten.

Martin Svejnoha … 5
Musste durch den Ausfall von Iñaki Bea plötzlich als Abwehrchef einspringen und hatte damit anfänglich Probleme. Doch der Tscheche wurde im Laufe der Saison stärker und war gegen Ende des Herbsts bereits ein sicherer Innenverteidiger und zudem ein ruhender Pol in einer sonst eher jungen Viererkette.

Miran Burgic … 6
Der 27-jährige Slowene ist ein Angreifer, der sich nie hängen lässt, unermüdlich für das Team arbeitet und somit für ein modernes Spielsystem ein unheimlich wichtiger Mann ist. Aufgrund dessen kann man schon mal darüber hinwegsehen, dass er in der laufenden Saison erst drei Saisontreffer auf dem Konto hat. Spieler wie ihn braucht man im immer schneller werdenden Fußballgeschäft.

Peter Hackmair … 6
Angesichts seiner Vorgeschichte spielte er einen starken Herbst und zeigte mehrmals, dass er eine Verstärkung für den FC Wacker sein kann. Hält das Mittelfeld zeitweise durch seine gute Laufdosierung und Stellungsspiel zusammen.

Carlos Merino … 8
Der Spanier ist nicht nur der beste Fußballer, sondern auch der beste Torschütze im Team der Innsbrucker. Ein wichtiger Mann, der zudem ein bisschen spielerisches Flair auf den Tivoli zaubert. Manchmal taucht er allerdings unter bzw. ist in seinen Aktionen nicht zwingend genug.

Marcel Schreter … 3
Mag sein, dass der 30-Jährige teamintern immer noch ein wichtiger Spieler ist, aber durch seine starke Saison 2010/11 stieg auch die Erwartungshaltung, unter der Schreter eindeutig blieb. Sehr schwacher Herbst, kaum in einem Spiel gab es Aussicht auf Besserung seiner Formsituation.

Thomas Bergmann … 5
Die Rapid-Leihgabe hat manchmal Probleme mit der Position des rechten Verteidigers, wäre offensiv eigentlich besser aufgehoben. Dagegen spricht jedoch die Modernisierung des Fußballs und den damit verbundenen, notwendigen Offensivdrang eines Außenverteidigers. Das macht Bergmann dann doch wieder stark. Allerdings muss er mit seinen Defensivaufgaben noch besser zurechtkommen.

Julius Perstaller … 3
Eines der größten Talente der Innsbrucker stagniert und fiel bisher eher durch lustloses, kaum laufintensives Spiel auf. Von einem fixen Stammplatz ist der 22-Jährige in dieser Verfassung noch weit entfernt.

Marco Kofler … 6
Ebenso wie seine Abwehrkollegen Svejnoha und Dakovic spielte er über weite Strecken solide. Der hünenhafte Verteidiger macht keine außergewöhnlichen Dinge, aber was er macht, hatte bisher Hand und Fuß.

Christopher Wernitznig … 6
Der Aufsteiger der Innsbrucker im Herbst 2011! Kam aus der Regionalliga und hält inklusive Cup bereits bei sieben Scorerpunkten. Der 21-Jährige machte seine Sache am linken Flügel teilweise sehr gut, erzielte gegen Kapfenberg und Sturm Graz enorm wichtige Tore und eroberte somit im zweiten Saisonviertel einen Stammplatz. Nun muss er allerdings beweisen, dass er dieses Level halten oder gar noch verbessern kann.

Thomas Löffler … 4
Durch seine zahlreichen Verletzungen rückt der flexible Löffler leider immer weiter von der Startelf weg.

Daniel Schütz … 6
Zeigt beständige, gute Leistungen und hat offensichtlich Potential für mehr. Der 20-Jährige dürfte sich derzeit im U21-Nationalteam etablieren und wird Wacker Innsbruck angesichts seines Vertrags bis 2014 noch eine respektable Ablösesumme bescheren, wenn er auf diesem Level weiterspielt.

Muhammed Ildiz … 5
Der 20-jährige Ildiz ist neben Merino wohl der beste Fußballer des Teams, kommt aber aufgrund seiner körperlichen Unbeständigkeit bisher zu wenigen Einsätzen. Sobald er jedoch in einen Matchrhythmus kommt und effizienter wird, wird er kaum noch aus der Mannschaft wegzudenken sein.

Daniel Mandl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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