Am Sonntag kam es zum Abschluss der 1.Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile zum Topspiel zwischen Red Bull Salzburg und der Wiener Austria.... Dank Alan: Red Bull Salzburg gelingt perfekter Start in die neue Saison!

Am Sonntag kam es zum Abschluss der 1.Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile zum Topspiel zwischen Red Bull Salzburg und der Wiener Austria. Die Bullen setzten sich in Wals-Siezenheim in der Red Bull Arena gegen die Veilchen mit 2:0 durch. Die Entscheidung zu Gunsten von Salzburg fiel nach der Pause innerhalb von nur zwei Minuten.

Salzburg-Trainer Ricardo Moniz setzte auf ein 4-3-3-System. Im Vergleich zum 4:1-Auswärtserfolg bei Metalurgs Liepaja gab es keine Veränderung in der Startelf. Die Abwehrreihe bildeten von links nach rechts Dusan Svento, Martin Hinteregger, Neuzugang Petri Pasanen und Christian Schwegler. Davor spielten links im Mittelfeld Christoph Leitgeb, der von Ajax Amsterdam gekommene Rasmus Lindgren zentral und rechts Simon Cziommer. Jakob Jantscher und Gonzalo Zárate sollten über außen für Druck und die nötigen Flanken sorgen. Im Sturmzentrum begann der Brasilianer Alan.

AUCH AUSTRIA UNVERÄNDERT

Austria-Trainer Karl Daxbacher änderte seine Mannschaft im Vergleich zum 3:0-Auswärtserfolg bei Rudar Pljevlja nicht, er setzte auf ein 4-4-1-1-System. Im Tor stand Pascal Grünwald. In der Viererkette kam links Marin Leovac, innen Manuel Ortlechner und Neuzugang Kaja Rogulj und rechts Florian Klein zum Einsatz. Im defensiven Mittelfeld begannen Zlatko Junuzovic und Markus Suttner, der abermals den Abgang von Julian Baumgartlinger vergessen machen sollte. Michael Liendl links und Marko Stankovic rechts besetzten die Flanken. Nacer Barazite spielte als hängende Spitze und sollte als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff dienen. Bei Defensive ließ sich der Niederländer ins Mittelfeld fallen, bei Angriff tauchte er an der Seite von Stürmer Roland Linz auf.

ANFANGSPHASE VERHALTEN

Beide Teams warteten zunächst ab und neutralisierten sich dadurch weitgehend. Das Spiel war in den ersten zwanzig Minuten stark von Taktik geprägt, keine der beiden Mannschaften wollte den ersten Fehler machen bzw. früh in Rückstand geraten. Die erste Möglichkeit im Spiel hatte der Salzburger Alan, der nach einem Fehler von Ortlechner am Sechzehner an den Ball kam, sein Schuss ging jedoch über das Tor. Salzburg wurde nun die aktivere Mannschaft und versuchte durch Kurzpassspiel zum Erfolg zu kommen. In der 21.Minute bekam wieder Alan nach einer wunderschönen Ballstafette die Kugel und zog aus der Drehung ab. Torhüter Grünwald konnte sich auszeichnen und wehrte den Ball zur Ecke ab. Die Austria stand sehr tief, setzte auf Zweikampfstärke und versuchte über Konter gefährlich zu werden. Die spielbestimmende Mannschaft war Salzburg, die Elf von Trainer Moniz hatte vor allem im Mittelfeld ein Übergewicht. Zarate sorgte mit seinen Dribblings immer wieder für Gefahr und beschäftigte die Hintermannschaft der Austria, Lindgren zog im Mittelfeld gekonnt die Fäden und Alan war im Sturm äußert beweglich und versuchte sich so immer wieder der engen Deckung von Ortlechner und Rogulj zu entziehen. In Minute 35 hatte die Austria Glück, als Jantscher nach einer Ecke zum Schuss kam, dieser ging knapp über die Latte.

VERMEINTLICHE FÜHRUNG VOR DER HALBZEIT

Nach einem Freistoßtrick in der 40. Minute traf Jantscher den Ball nicht richtig, dafür aber Lindgren und von dort kam der Ball zu Pasanen, der daraufhin das 1:0 erzielte. Der Finne stand jedoch im Moment der Ballabgabe im Abseits, Schiedsrichter Thomas Gangl entschied richtig und gab den Treffer nicht. Die Bullen waren weiterhin mehr in Ballbesitz und dirigierten das Spielgeschehen. Auf Seiten der Austria war Junuzovic mit zu vielen Defensivaufgaben beschäftigt und konnte sich daher in der Offensive nicht wie gewohnt entfalten. Der Mittelfeldspieler sorgte in der 12.Minute mit einem Schuss für die einzig nennenswerte Szene in Hälfte eins für die Austria. Vor allem im Spiel nach vorne war viel zu wenig Bewegung vorhanden. In der 43.Minute zog Lindgren aus rund 35 Metern ab und überraschte damit fast Torhüter Grünwald. Sein Schuss senkte sich zu spät und ging knapp über die Latte. Somit gingen beide Teams torlos in die Halbzeit.

DOPPELSCHLAG NACH DER PAUSE

Auf Seiten der Salzburger ging es für Hinteregger nach der Pause aufgrund einer Verletzung nicht mehr weiter, für ihn kam Ibrahim Sekagya ins Spiel. Das Match blieb weiterhin von Zweikämpfen geprägt, dadurch kam es kaum zu strukturierten Angriffen und sehenswerten und attraktiven Spielszenen. Nach knapp einer Stunde kam Linz nach einem schönen Pass von Ortlechner nicht richtig an den Ball, der Stürmer hätte dabei freie Bahn auf das gegnerische Tor gehabt. Praktisch im Gegenzug fiel das 1:0 für die Gastgeber. Cziommer eroberte im Mittelfeld den Ball, Pasanen spielte einen weiten Pass auf Jantscher, der den Ball herrlich mit rechts annahm und diesen über Grünwald ins Tor hob (64.). Trainer Daxbacher reagierte und brachte Peter Hlinka für Leovac, um für mehr Stabilität im Mittelfeld zu sorgen. Doch nur eine Minute später traf Alan per Kopf nach Flanke von Leitgeb zum 2:0 (66.). Wieder eroberte Cziommer den Ball, Jantscher verlud Klein auf der linken Seite und brachte die Kugel genau auf den Salzburger Angreifer. Die Austria stand unter Schock, Trainer Daxbacher reagiert abermals und brachte in Minute 70 Tomas Jun für Liendl ins Spiel. Der Tscheche sollte noch einmal das Angriffsspiel der Veilchen beleben. Junuzovic kam in der 78. Minute nicht richtig an den Ball, dieser ging knapp am Tor vorbei. Der eingewechselte Leonardo sorgte auf der anderen Seite mit einem flachen Schuss für Aufsehen (80.). Salzburg tat danach nur mehr das Nötigste, die Austria kam in der Nachspielzeit durch Barazite noch einmal zu einer gefährlichen Möglichkeit. Der Stürmer setzte seinen Schuss jedoch neben das Tor von Torhüter Gustafsson.

VERDIENTER SIEG FÜR RED BULL SALZBURG

Ein absolut verdienter Sieg für Salzburg. Die Mannschaft war wesentlich aktiver und gefährlicher als die Gäste aus Wien. Die Elf von Ricardo Moniz hatte die besseren Möglichkeiten und war auch mehr in Ballbesitz. Die Austria spielte zu defensiv und konnte auch mit Kontern nie für Entlastung sorgen. Beide Treffer der Salzburger wurden wunderbar herausgespielt. Am Ende setzte sich das spielstärkere und offensivere Team zu Recht mit 2:0 durch.

Otto Rosenauer, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen